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Ab 3,99 Euro

Was taugt der neue Kindertarif fürs Handy von 1&1?

Drei Kinder mit Handy
Für Kinder gibt es spezielle Handytarife auf dem MarktFoto: Getty Images

Der Mobilfunk-Anbieter 1&1 hat ab sofort einen neuen LTE-Tarif im Angebot, der sich speziell an Kinder richtet. Auf Wunsch gibt es ihn auch im Bundle mit einer Smartwatch oder einem Smartphone. TECHBOOK hat die Details zum neuen Angebot und verrät, ob es sich lohnt.

Möchten Eltern ihren Kindern einen Handytarif buchen, sollten sie auf einiges achten. Denn anders als bei herkömmlichen Angeboten für Erwachsene sollten bei den Tarifen für die Kleinen spezielle Schutzfunktionen integriert sein. 1&1 bietet ab sofort einen derartigen Kindertarif mit dem passenden Namen Kids-Tarif an. Über das Control Center behalten Eltern dabei nicht nur volle Kontrolle, kostenpflichtige Dienste wie Roaming oder Sonderrufnummern sind auch standardmäßig gesperrt. Zudem umfassen die Angebote kindgerechte Internetfilter, die GPS-Ortung oder auf Wunsch auch die Begrenzung der Bildschirmzeit.

Kids-Tarif von 1&1 ab 3,99 Euro im Monat

Der Kids-Tarif von 1&1 steht als SIM-only-Variante oder aber im Bundle mit einer Smartwatch oder einem Smartphone zur Wahl. Alle Varianten haben dabei eine Laufzeit von mindestens 24 Monaten. Sie verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern Eltern nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende kündigen.

Für den Kids-Tarif ohne Hardware berechnet 1&1 im ersten halben Jahr der Mindestvertragslaufzeit 3,99 Euro im Monat. Ab dem siebten Monat steigen die Kosten allerdings auf monatlich 6,99 Euro. Hinzu kommt ein einmaliger Anschlusspreis von 19,90 Euro. Kinder bekommen jeden Monat 1 GB Datenvolumen, mit dem sie mit einer maximalen Geschwindigkeit von 21,6 Mbit/s im LTE-Netz von O2 surfen können. Ist das Datenvolumen verbraucht, sinkt die Bandbreite auf 64 kbit/s. Zur Datenflat gibt es 100 Einheiten, die sich frei für Gesprächsminuten oder SMS nutzen lassen. Nach deren Verbrauch sind keine weiteren Telefonate oder der Versand von Nachrichten mehr möglich. Was zum einen Kostenkontrolle verspricht, heißt zum anderen aber auch, dass Kinder ihre Eltern nicht mehr anrufen können, wenn sie keine Frei-Minuten mehr haben – im Notfall kann das problematisch sein.

Die im Kids-Tarif von 1&1 enthaltenen Leistungen können dank EU-Roaming auch im EU-Ausland genutzt werden. Die Auslandsnutzung müssen Eltern im Control Center allerdings erst freischalten.

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1&1 Kids-Tarif im Hardware-Bundle

Tarif mit Smartwatch

Buchen Eltern den Kids-Tarif mit Smartwatch, berechnet 1&1 einen monatlichen Hardwarezuschlag von 3 Euro. Die Kosten erhöhen sich somit auf 6,99 Euro im ersten Halbjahr und steigen dann auf 9,99 Euro monatlich. Auch die einmaligen Anschlusskosten fallen mit 39,90 Euro teurer aus.

Bei der von 1&1 zum Kids-Tarif angebotenen Smartwatch handelt es sich um die „Movetime Family Watch MT40“ vom Hersteller TCL. Erhältlich ist sie in Blau oder Rosa. Über die Smartwatch können die Kleinen dank integriertem Mobilfunk-Modul telefonieren sowie Nachrichten versenden, mit der integrierten Kamera Videoanrufe starten und Selfies aufnehmen. Welche Rufnummern dabei zur Kontaktaufnahme freigegeben sind, können Eltern selbst bestimmen. Auch einen Schrittzähler und Kalorienverbrauchszähler bringt die Smartwatch mit. Über eine Notfall-Taste können Kinder zudem schnell um Hilfe bitten. Auf Wunsch haben Eltern sogar die Möglichkeit, den Aufenthaltsort ihres Kindes per GPS zu tracken.

Das Display der Smartwatch stellt in Farbe dar, die Zifferblätter lassen sich auf Wunsch anpassen. Aufgrund der Mirasol-Technologie ist der Betrieb der Uhr recht stromsparend – etwa zwei Tage kommt sie laut Hersteller mit einer Akkuladung aus. Zudem ist die Smartwatch nach IP65 vor Wasser geschützt. Im Handel gibt es die Movetime Family Watch MT40 zu Preisen ab 114 Euro.

Vier Smartphones stehen zur Wahl

Auch im Bundle mit einem Smartphone liegt die Grundgebühr für den Kids-Tarif von 1&1 im ersten halben Jahr bei 6,99 Euro. Danach erhöhen sich die Monatskosten je nach gewähltem Smartphone-Modell. Zur Wahl stehen dabei:

  • Samsung Galaxy A21s (16,99 Euro/Monat ab 7. Monat)
  • Xiaomi Redmi Note 9 Pro (19,99 Euro/Monat ab 7. Monat)
  • Huawei P30 Lite New Edition (19,99 Euro/Monat ab 7. Monat)

Eine Ausnahme macht das iPhone SE mit 64 GB Speicher, für das 1&1 bereits im ersten halben Jahr einen Bundlepreis von 14,99 Euro berechnet. Die monatlichen Kosten erhöhen sich danach auf 29,99 Euro. Zu jedem Smartphone gibt es eine passend und kindgerechte Handyhülle dazu.

Beim iPhone vertraut 1&1 auf die bereits in iOS-integrierten Kinderschutzfunktionen. Für die Android-Smartphones gibt es stattdessen die Family-App von Google mit passendem Kinderschutz. Beide Möglichkeiten erlauben es Eltern, die Bildschirmzeit zu begrenzen, Apps und App-Zeiten zu verwalten, den Standort zu tracken sowie Filter für das Surfen im Internet festzulegen.

Einige der von 1&1 zum Kids-Tarif angebotenen Geräte haben wir auch in der Liste der besten Smartphones bis 200 Euro gelistet. Hier erfahren Sie mehr über die Modelle und sehen auch, was die Alternativen können. Beim iPhone SE sollten Nutzer jedoch wissen, dass es sich um das alte Modell von 2016 handelt. Wirklich empfehlenswert ist dies daher nicht mehr.

Lesen Sie auch: Handytarife für Kinder – nicht jedes Angebot eignet sich

TECHBOOK meint

„Ein Smartphone-Tarif speziell für Kinder ist immer dann eine gute Sache, wenn Eltern ohne viel Aufwand auf Nummer sicher gehen möchten. Denn viele Filter und kindgerechte Einstellungen sind hier bereits voreingestellt. Mit dem Kids-Tarif von 1&1 kann man daher nichts falsch machen. Dafür ist das Angebot aber auch teurer als gewöhnliche Handytarife. Allein für den SIM-only-Tarif zahlen Eltern innerhalb der Mindestvertragslaufzeit rechnerisch 6,24 Euro im Monat. Für diesen Preis gibt es bei anderen Anbietern bereits eine Allnet-Flat mit mindestens 2 GB Datenvolumen – allerdings ohne den Kinderschutz. Zumindest auf Android und auf iOS lässt sich dieser aber systemseitig aktivieren. Dazu gehören beispielsweise Internetfilter sowie Bildschirm- und App-Zeiten. Auch Rufnummern lassen sich bei Google und Apple sperren, was allerdings mehr Aufwand macht. Unser Tipp daher: Schauen Sie sich vor der Buchung an, ob Sie sich zutrauen, die notwendigen Einstellungen im System selbst vorzunehmen. Ist die Antwort ja, tut es auch ein klassicher Tarif, bei dem Sie dann etwas sparen können.“ – Rita Deutschbein, Redakteurin

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