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Mit diesen Tipps schützt man sein Android-Smartphone vor Viren

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Wer sein Smartphone sicher halten möchte, sollte auf die Installation ominöser Apps verzichten.Foto: Getty Images

Viren machen auch vor Smartphones keinen Halt, besonders Android-Handys werden Ziel von Schadsoftware. TECHBOOK erklärt, wie man sich am besten vor Trojanern und anderem Ungeziefer schützen kann.

Über 16 Millionen Viren sind im Internet unterwegs, die es speziell auf Android-Handys abgesehen haben – und die Zahl steigt täglich. Mehr Schadsoftware grassiert nur noch für Microsoft Windows. Die Angreifer sammeln mithilfe von Trojanern sensible Daten ein, verschaffen sich Zugriff auf das gesamte Telefon und lesen mit Leichtigkeit Bankinformationen und Passwörter aus.

Wie kann man sich als Android-Nutzer am besten vor Viren und Malware auf dem Smartphone schützen? TECHBOOK hat bei dem Anti-Viren-Profi Maik Morgenstern von AV-Test nachgefragt und gibt Tipps, wie man sein Android-Smartphone sauber hält.

App-Installation nur aus verlässlicher Quelle

Erste Adresse sollte immer der „Google Play Store“ sein, der auf den meisten Android-Telefonen vorinstalliert mitgeliefert wird.

Aber auch hier sollte man wachsam sein, warnt der Experte: „Google investiert zwar viel, um den Play Store sauber zu halten, aber kein System ist perfekt. Es gibt immer wieder Meldungen, dass es Schadsoftware in den Store geschafft hat. Diese wird zwar für gewöhnlich innerhalb weniger Tage erkannt und entfernt, aber in diesem Zeitraum besteht die Gefahr einer Infektion.“

Lesen Sie sich vor der Installation einer App außerdem gut durch, welche Berechtigungen diese haben möchte. Kommt einem hier schon etwas komisch vor, sollte man sich besser eine Alternative suchen. Handelt es sich zum Beispiel um eine Taschenlampen-App, das Programm fordert aber Zugriff auf das Internet und Ihre Kontakte, sollte man unbedingt misstrauisch werden.

Vorsicht vor Dubletten beliebter Apps

Ein beliebter Trick, um Schadsoftware zu verbreiten, ist es, diese in Kopien bekannter Apps zu verstecken. Darum sollte man immer genau darauf achten, auch wirklich das Original herunterzuladen. Dabei hilft ein Blick auf den Entwickler der App – die Facebook-App sollten Sie zum Beispiel nur laden, wenn sie auch wirklich von Facebook zur Verfügung gestellt wird.

Auch bei Apps, die Vorteile in Spielen versprechen, mahnt der Experte zur Vorsicht: „Teilweise werden auch Apps beworben, mit denen man kostenpflichtige Zusatzfunktionen oder virtuelles Geld für Spiele kostenlos erhalten soll. Auch hier gilt es, vorsichtig zu sein und auf solche Angebote zu verzichten.“

Anti-Viren-Software installieren

Den besten Schutz vor Schadsoftware bietet eine Anti-Viren-Software, wie man sie bereits von Desktop-Computern gewohnt ist. Sorgen, dass die Software das eigene Handy langsamer machen könnte, muss man sich dabei übrigens nicht machen.

„Es gibt viele günstige und sogar kostenlose Angebote mit sehr guter Erkennung. Die Beeinflussung des Systems ist unseren Tests nach gering“, erklärt Maik Morgenstern.

AV-Test empfiehlt bei den kostenlosen Apps derzeit etwa „AVG Antivirus Free“, „Avira Antivirus Security 2018“ oder die „G-Data Internet Security“.

Sollten sich auch iPhone-Besitzer schützen?

Android-Besitzer müssen sich also in Acht nehmen. Aber gilt das auch für iPhones und Geräte mit Windows Mobile? Experte Maik Morgenstern gibt Entwarnung: „Eine realistische Gefahr sehen wir nur auf Android. Es gibt zwar einige wenige bekannte Schädlinge für die beiden anderen Systeme, diese sind aber entweder reine Proof-of-Concept-Angriffe oder wurden von professionellen Angreifern für gezielte Spionage eingesetzt.“

Trojaner klingen zunächst besorgniserregend, aber wie gefährlich sind sie tatsächlich? Der Experte glaubt, dass die Gefahren für Android-Nutzer künftig größer werden: „Wir sehen insgesamt eine Professionalisierung bei Schadsoftware für Android.“ Wer sich mit Antivirus-Software schützt, bleibt jedoch von der Mehrheit der Angriffe verschont.

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