Aufgeschraubt

So sieht das iPhone X von innen aus

In Einzelteilen: Das iPhone X ist für Laien kaum bis gar nicht reparabel.
Foto: ifixit.com

Seit einigen Tagen dürfen die ersten Kunden ihr iPhone X in den Händen halten. Doch was steckt eigentlich im Gehäuse? Neben zwei Akkus ist auch das Mainboard überraschend geschrumpft.

Sie gehören zu denjenigen, die für 1.000 Euro oder mehr ein iPhone X mit empfindlichem Glas-Gehäuse erstehen durften? Dann sollten Sie auf jeden Fall vorsichtig sein und nicht dran herumschrauben – genau das hat nämlich der Reparaturanbieter „iFixit“ gemacht und das Smartphone in seine Kleinteile zerlegt. Dabei kommen einige spannende Neuerungen aus dem Apple-Gehäuse hervor.

Top-Artikel zum Thema
10 Gigabyte iPhone Speicher

iPhone X: Zwei Akkus im Inneren

Um Platz effektiver zu nutzen, verbaut Apple zwei Akkus im Inneren des iPhone X. Diese sind in einer L-Form angeordnet. Weitere, ärgerliche Erkenntnis der Experten: Wenn die Glasrückseite des Geräts bricht oder splittert, muss das ganze Gehäuse getauscht und das Innenleben ausgebaut werden. Das macht eine Reparatur fast unmöglich.

Mainboard in zwei dünnen Schichten übereinander

Um Platz zu sparen, hat Apple das Mainboard in zwei Schichten aufgeteilt. In der ersten Schicht sitzt unter anderem der neue A11-Prozessor (im Foto rot umrandet) inklusive der drei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Das Mainboard des iPhone X besteht aus zwei Lagen: Hier ist die Schicht mit dem A11-Prozessor zu sehen. Foto: ifixit.com

Auf der zweiten Schicht teilen sich unter anderem die Modems für WLAN, Bluetooth und Mobilfunk den Platz. Auch die Steuerplatine für drahtloses Laden sitzt dort. Insgesamt ist laut „iFixit“ die Fläche des Mainboards um 35 Prozent größer als beim iPhone 8. Doch durch die Übereinanderlappung konnte man im Gehäuse 70 Prozent an Platz einsparen.

Batterie und Display lassen sich am einfachsten austauschen

Erfreulich ist, dass der Tausch am Display zwar teuer, aber immer noch verhältnismäßig einfach ist. Die Frontkamera inklusive Face-ID ist, im Gegensatz zum Vorgänger, am Gehäuse angebracht und nicht in der Displayeinheit enthalten. Das Display kann also einzeln ersetzt werden. Doch der Preis für den OLED-Schirm ist auf Rekordniveau: Während der Tausch beim iPhone 8 zwischen 170 und 400 US-Dollar koste, schätzen die Experten von „iFixit“ die Preise beim iPhone X zwischen 280 und 550 US-Dollar ein.