Gut oder grusel?

Das neue iPhone X erkennt Sie am Gesicht!

iPhone X Face ID
Das neue iPhone X erkennt dank Face ID das Gesicht des Nutzers.
Foto: Apple

Apple stellt mit dem iPhone X sein neues Topmodell unter den Smartphones vor, das sich nicht mehr mit dem Fingerabdrucksensor, sondern mit dem eigenen Gesicht entsperren lassen soll. Ist das tatsächlich sinnvoll – oder einfach nur ein Showeffekt?

Der September gehört seit Jahren Apple, und auch 2017 gibt es wieder einiges aus Kalifornien zu berichten: Der Tech-Gigant aus Cupertino stellte am Abend nicht nur sein neues iPhone 8 vor, sondern zum 10-jährigen Jubiläum der Mutter aller Smartphones auch ein Luxus-Modell namens iPhone X (ausgesprochen „iPhone Zehn“) im schicken Glasgehäuse.

iPhone X


Foto: Apple

Auffällig: Wie bei den Konkurrenten LG und Samsung hat das iPhone X ein riesiges Display, das sich nahezu über die gesamte Vorderseite zieht. Platz für einen physischen Knopf bleibt da nicht, doch wie entsperrt man das Teil nun? Genau – mit der Rübe!

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In your Face ID!

Oben ist eine kleine Aussparung, die neben der Selfie-Kamera auch verschiedene biometrische Sensoren verbaut hat. Diese erkennen das Gesicht des Nutzers, er muss im Prinzip nur einmal kurz auf das Display schauen, mit dem Finger nach oben wischen – und schon ist das iPhone X entsperrt.

Apple iPhone X


Foto: Apple

Das kommt Ihnen bekannt vor? Richtig! Auch Samsungs neue Smartphones Galaxy S8 und Galaxy Note 8 lassen sich mit dem Gesicht entsperren. Das klappte dort allerdings nicht immer zuverlässig: Der Sensor lässt sich leicht von einem Foto übertölpeln. Diese Probleme sollen das iPhone X und Face ID – so der Name der neuen Technologie – laut Apple nicht haben, das Konzept ist offenbar ausgeklügelter: Das Smartphone beamt eine Art Lichtstrahl mit über 3000 Messpunkten in das Gesicht des Nutzers und soll Details und Bewegungen in Echtzeit analysieren, sogar in dunkler Umgebung.

Die Daten werden laut Apple nicht an externe Server weitergeleitet, sondern lediglich zum neuen A11-Bionic-Chip im Handy, der sie auswertet. Insgesamt legte Apple beim Thema Gesichtserkennung viel Wert auf Datensicherheit. Angeblich sollen Chips und Sensoren so genau arbeiten, dass die Chance bei 1:1.000.000 liegt, dass ein Fremder das Gerät mit seinem Gesicht entsperren kann.

Allerdings muss die Technik auch gut funktionieren, denn offenbar ist sie neben dem klassischen Zahlencode die einzige Möglichkeit, das iPhone X zu entsperren. Die erste kleine Panne gab es direkt live auf der Bühne der Präsentation, als Apple-Vorstand Craig Ferderighi das Smartphone erst beim dritten Versuch entsperrt bekam. Hoffentlich nur der berühmte Vorführeffekt …

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Animojis passen sich dem Gesicht an

Face ID ist allerdings nicht zur zum Entsperren des Smartphones gedacht, auch Dritthersteller-Apps oder Dienste wie der in Deutschland leider immer noch nicht erhältlichen Bezahldienst Apple Pay sollen sich damit entsperren lassen.

Witzig: Ebenfalls neu sind die sogenannten Animojis, also animierte Emojis, die der Nutzer mit seinem Gesicht kontrolliert. Wenn der Nutzer also breit grinst oder einen Schmollmund macht, kann dies auch das Affen-Emoji, der Panda oder sogar der Haufen ***. Bis zu 50 Gesichtsausdrücke sollen die lustigen Bildchen umsetzten können.

Apple Animojis


Foto: Apple

iPhone X: Preis und Termin

Neben Face ID, dem riesigen Super Retina Display (5,8 Zoll) und dem neuen Prozessor kommt das iPhone X mit einer verbesserten 12-Megapixel-Doppelkamera und Augmented-Reality-Funktion, mit der virtuelle Objekte auf dem Display in die reale Umgebung platziert werden können. Das iPhone X kostet stolze 999 US-Dollar, ein ähnlich hoher Preis ist auch in Euro zu erwarten.

Apple-Fans können es ab dem 27. September vorbestellen, die Auslieferung erfolgt dann am 3. November.