11. April 2026, 7:45 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Während Smart Glasses in Deutschland noch selten im Alltag auftauchen, boomt in China ein fragwürdiges Geschäft rund um die intelligenten Brillen. Schulen und Universitäten stehen dort zunehmend vor neuen Herausforderungen, weil Studenten die Geräte als digitale Spickzettel nutzen.
Vermietung von Smart Glasses sorgt für Probleme
Laut der Website Restofworld.com mieten Schüler sowie Studenten die Brillen online für umgerechnet 5 bis 10 Euro pro Tag. Die Anbieter werben damit, dass sich im Display Lösungen für Matheaufgaben oder Übersetzungen anzeigen lassen.
Viele nutzen diese Funktion anscheinend, um bei Prüfungen nicht durchzufallen. Die Brillen scannen Arbeitsblätter über eingebaute Kameras, senden die Daten an eine Cloud-Software, und die richtigen Antworten erscheinen dann direkt im Sichtfeld der Nutzer.
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Betrug kaum zu erkennen
Die Täuschung gelingt so unauffällig, dass Lehrkräfte die Smart Glasses oft nicht bemerken. Die Studenten bedienen die Geräte häufig über smarte Ringe oder Armbänder, ohne die Brille oder ein Smartphone anfassen zu müssen. Viele Bildungseinrichtungen verbieten den Einsatz solcher KI-Brillen. Doch da die Geräte von normalen Brillen kaum zu unterscheiden sind, kommen viele Prüflinge in der Praxis ungeschoren davon.
Zukunft der Smart Glasses
Forschende der Hong Kong University of Science and Technology haben die Wirksamkeit der Smart Glasses in Prüfungssituationen bereits untersucht und bestätigt. Sie entwickeln Methoden, um Lehrkräften die Erkennung der Geräte zu erleichtern. Weltweit wächst die Nachfrage nach Smart Glasses langsam, aber stetig, und immer mehr Hersteller drängen auf den Markt.
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Gerüchten zufolge plant das Unternehmen Nothing, ab 2027 ebenfalls Smart Glasses mit Display anzubieten. Bislang sind nur wenige Modelle auf dem Markt: Rokid hat seine Brille erst im November 2025 veröffentlicht, die Meta Ray-Ban mit integriertem Display ist offiziell nur in den USA erhältlich.