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Schutz der Privatsphäre

Erste Millionenmetropole will dieses Technik-Gadget verbieten

Frau telefoniert in der Bahn und berührt dabei ihre Brille
Anonym am Pool? Damit es so bleibt, planen Hamburger Politiker einen drastischen Schritt. Foto: Getty Images
Mats Pache
Mats Pache

3. September 2026, 8:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Smarte Brillen mit integrierter Kamera werden immer beliebter. Gleichzeitig wächst die Sorge vor heimlichen Aufnahmen im öffentlichen Raum. In Hamburg wollen SPD, Grüne und Linke deshalb die Nutzung solcher Geräte in bestimmten Bereichen einschränken.

Konkret sollen Smart Glasses in städtischen Schwimmbädern verboten werden. Das betrifft nicht nur die Becken, sondern auch Umkleiden, Duschen, Saunen, Ruhebereiche und Liegewiesen. Dort sehen die Parteien ein erhöhtes Risiko für Verletzungen der Privatsphäre.

Aufnahmen oft kaum erkennbar

Aus Sicht der Befürworter unterscheiden sich Smart Glasses von Smartphones vor allem durch ihre Unauffälligkeit, wie der „Spiegel“ berichtet. Während ein Handy zum Fotografieren oder Filmen sichtbar genutzt werden muss, bleibt bei smarten Brillen oft unklar, ob eine Aufnahme läuft.

Deshalb wollen SPD und Grüne die Einschränkungen perspektivisch auch auf Busse und Bahnen ausweiten. Fahrgäste sollen sich darauf verlassen können, nicht unbemerkt gefilmt zu werden.

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Gesichtserkennung als nächstes Thema

Die Diskussion beschränkt sich nicht auf Kamerafunktionen. Die Hamburger Koalition fordert zugleich bundesweite Regeln für Smart Glasses. Besonders kritisch sehen die Parteien den möglichen Einsatz von KI-gestützter Gesichtserkennung.

Der Vorstoß zeigt, dass mit dem technischen Fortschritt auch die Debatte über Datenschutz und Privatsphäre an Bedeutung gewinnt. Smart Glasses könnten damit schon bald stärker reguliert werden als heute.

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