26. Januar 2026, 7:44 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Im Januar 1996 wurde der USB-Standard 1.0 veröffentlicht, was die Art und Weise, wie Computer mit Zubehör verbunden werden, grundlegend veränderte. USB ersetzte eine Vielzahl verschiedener Anschlüsse durch einen einheitlichen Standard, was den Umgang mit Computern erheblich vereinfachte. Dennoch brachte der neue Standard auch seine eigenen Herausforderungen mit sich, die im Laufe der Jahre immer wieder für Diskussionen sorgten.
Die Entwicklung des USB-Standards
Der USB-Standard hat sich in den letzten Jahrzehnten bemerkenswert weiterentwickelt. USB 1.0 begann 1996 mit einer Übertragungsrate von 1,5 Mbit/s für einfache Geräte wie Mäuse und Tastaturen. Mit USB 2.0 im Jahr 2000 stieg die Geschwindigkeit auf 480 Mbit/s, was für Laufwerke und Drucker ausreichte. 2008 brachte USB 3.0 eine Rate von 5 Gbit/s, und bis 2019 mit USB 4 wurden 40 Gbit/s erreicht. Die neueste Version, USB4 2.0, bietet bis zu 80 Gbit/s.
- 1996: USB 1.0 mit 1,5 Mbit/s bis 12 Mbit/s
- 2000: USB 2.0 mit 480 Mbit/s
- 2008: USB 3.0 mit 5 Gbit/s
- 2013: USB 3.1 mit 10 Gbit/s
- 2017: USB 3.2 mit 20 Gbit/s
- 2019: USB4 mit 40 Gbit/s
Diese Entwicklung zeigt, dass ein USB-Anschluss heute bis zu 53.333-mal schneller Daten übertragen kann als noch vor 30 Jahren.
Welche USB-Anschlüsse gibt es und was muss man dabei beachten?
So schnell ist der neue USB-4-Standard
Stromversorgung und Steckertypen
Die Stromversorgung über USB hat ebenfalls Fortschritte gemacht. USB 1.0 lieferte 100 Milliampere (mA), während USB 2.0 auf 500 mA bzw. 2,5 Watt kam. Mit USB-C und PowerDelivery sind inzwischen 240 Watt möglich, genug für leistungsstarke Notebooks.
USB-Stecker haben sich ebenfalls verändert. USB-A war der ursprüngliche Standard, gefolgt von USB-B für spezielle Anwendungen. Mini- und Micro-USB wurden für mobile Geräte entwickelt, bevor USB-C als universeller Stecker eingeführt wurde. USB-C vereint Datenübertragung und Stromversorgung in einem Kabel und unterstützt sogar die Bildausgabe. Allerdings ist dafür mindestens der 4.0-Standard oder alternativ DisplayPort Alt Mode oder Thunderbolt 3/4 erforderlich.
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USB im Alltag
USB ist heute allgegenwärtig und findet sich in vielen Anwendungen, von Computern über medizinische Geräte bis hin zu Haushaltsgeräten. Die Vielseitigkeit und Standardisierung von USB machen es zu einer bevorzugten Wahl für viele Hersteller und Nutzer. Allerdings sind die vielen optionalen Features, die das USB-C-Format unterstützt, für Nutzer recht verwirrend. Denn neuere Thunderbolt-Standards und DisplayPort Alt Mode laufen über USB-C – aber nur die wenigsten USB-C-Kabel haben diese Extras.
Auch die Standards selbst sind keineswegs selbsterklärend. Was bedeutet überhaupt USB 3.2 1×1, 1×2 oder 2×2? Dass damit eine Rate von 5, 10 oder 20 Gbit/s gemeint ist, kann sich kein Mensch merken. Immerhin setzen immer mehr Hersteller auf die offiziellen Zusatzlogos, die direkt angeben, welche Geschwindigkeit ein Kabel zulässt.
Die Einführung von USB-C hat das Potenzial, den Kabelsalat zu reduzieren, indem es als einheitlicher Standard für Daten, Strom und Video fungiert. Dennoch bleibt die Wahl des richtigen Kabels wichtig, da nicht alle USB-C-Kabel die gleichen Funktionen unterstützen – beim Kauf ist dabei wichtig, auf die Details zu schauen.