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Benzin, Diesel, Elektro, Hybrid

Nutzer können nun den Motortyp in Google Maps einstellen, um Sprit zu sparen

Ein Update für Google Maps ermöglicht die Auswahl des Motortyps
Google Maps bringt mit diversen Updates ständig neue Funktionen.Foto: dpa picture alliance

Google versieht den Kartendienst Maps immer wieder mit neuen Funktionen. Neu sind alternative Routenvorschläge, die nicht nur klimafreundlicher sind, sondern auch weniger Spritverbauch versprechen. Um besonders genaue Vorschläge zu bekommen, müssen Nutzer jedoch selbst tätig werden.

Pünktlich für den Sommerurlaub hatte Google die klimafreundliche Routenplanung für eine Reihe von Ländern freigeschaltet, darunter auch Deutschland. Nun kommt ein weiteres Update für Google Maps, das zusätzlich dabei helfen kann, weniger Sprit zu verbrauchen.

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Nutzer können nun Fahrzeuginfos hinterlegen

Google hatte die Funktion bereits angekündigt, jetzt ist sie auch in Deutschland verfügbar. Um die Kraftstoffeffizienz weiter zu erhöhen, lässt sich nun der Motortyp des eigenes Autos festlegen. Als Option stehen Benziner, Diesel, Hybrid und Elektro zur Verfügung. Die Auswahl des Motortyps kann die Berechnung der klimafreundlichsten Route beeinflussen. So sind Diesel-Motor etwa auf Schnellstraßen besonders effizient. Autos mit Hybrid- oder Elektroantrieb hingegen eignen sich für Stop-and-Go-Verkehr, etwa beim Anhalten an Ampeln in der Stadt. Auch auf hügeligen Straßen profitieren diese Typen von regenerativem Bremsen.

Die Auswahl des Motortyps lässt sich in den Einstellungen unter Mobilität>Navigation>Motortyp vornehmen. Standardmäßig ist „Benziner“ ausgewählt. Google empfiehlt Folgendes bei der Einstellung:

  • Wer ein Auto mit Verbrennungsmotor fährt, sollte „Benziner“ oder „Diesel“ auswählen.
  • Hat man einen Hybrid oder Plug-in Hybrid, der hauptsächlich mit Treibstoff fährt, sollte „Hybrid“ ausgewählt werden.
  • Hat man ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid, der hauptsächlich elektrisch fährt, bietet sich die Option „Elektro“ an.
Google Maps erlaubt nun die Auswahl des Motortyps
Google Maps erlaubt nun die Auswahl des Motortyps.Foto: TECHBOOK

Klima- und verbrauchsfreundliche Routen

Bereits seit März 2021 gibt es in den USA die Möglichkeit, neben etwa der voraussichtlich schnellsten Route auch die mit dem geringsten CO2-Verbrauch auszuwählen. Eine KI berechnet diese Route u.a. anhand des Kraftstoffverbrauchs. Das gilt im Übrigen sowohl für Verbrenner als auch E-Autos.

Die Funktion bezieht neben der Streckenlänge auch weitere Faktoren wie die Straßenneigung und Verkehrsstaus in die Berechnung ein und hilft so, den potenziellen Kraftstoffverbrauch zu optimieren.

The Keyword Deutschland

Zur Google I/O 2022 hatte das Unternehmen bereits angekündigt, das klimafreundliche Feature noch in diesem Sommer auch nach Europa bringen zu wollen; TECHBOOK berichtete. Nachdem wir uns hierzulande seitdem noch gedulden mussten, ist das entsprechende Update nun endlich da. Das ist sicherlich sowohl mit Blick auf das Klima als auch den eigenen Geldbeutel spannend. Liegen die Fahrtdauer für die schnellste und die umweltschonendste Route nah beieinander, wählt Google Maps nach dem Update im Übrigen automatisch die letztgenannte Option aus.

Screenshot Google Maps klimafreundliche Routen
Künftig gibt es eine weitere Routenoption bei Google Maps, mit der man klimaschonender fährt.Foto: TECHBOOK via Google

Wie bestimmt Google, welche Routen klimafreundlich sind?

Google Maps bezieht zahlreiche Faktoren in die Routenberechnung mit ein. Darunter etwa, wie viel Treibstoff oder Strom Autos im Schnitt in der jeweiligen Region verbrauchen. Auch der Verkehrsfluss samt notorischen Staustellen spielt eine große Rolle. Zudem zieht Maps die Beschaffenheit der Straßen in Betracht. Etwa wie steil die Hügel auf der Route sind und ob es sich um lokale oder Fernstraßen handelt.

In die Kalkulation fließen Erkenntnisse des National Renewable Energy Laboratory des US-Energieministerium und der Europäischen Umweltagentur ein.

Google Maps bringt „Preferred modes“

In den USA gibt es die eben beschriebenen Funktionen bereits eine Weile und gingen dort mit einer generellen Anpassung der Nutzeroberfläche einher. So berichteten einige Beta-Nutzer, dass sie ihre Routen detaillierter planen können, indem sie bestimmte Fortbewegungsmittel von vornherein ausschließen können.

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Seit Mitte Juni gibt es ergänzend außerdem – leider bisher ebenfalls nur in den USA – die Möglichkeit, nach Mautgebühren zu filtern. Dieses Feature dürfte auch hierzulande für viele im Urlaub interessant sein. Mautstrecken generell zu vermeiden, ist bei dem Kartendienst zwar schon länger nötig. Künftig ist es dann aber wohl möglich, genaue Preise zu den einzelnen Strecken zu erhalten. Ob die Funktion noch diesen Sommer zu uns kommt, ist fraglich. Wer aber seinen Sommerurlaub in den USA, Japan, Indonesien oder Indien verbringt, kann das Feature direkt testen.

Quellen

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