30. April 2026, 18:03 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Ab 2027 schreibt die EU vor, dass Smartphones mit Wechselakku auf den Markt kommen sollen. Bislang zeichnet sich jedoch nicht ab, dass namhafte Hersteller diese Vorgabe bereits bei der Entwicklung neuer Geräte berücksichtigen. Stattdessen setzen Unternehmen wie Apple und andere Anbieter wohl auf alternative Lösungen, um die Anforderungen zu erfüllen. Eine kurzfristige Änderung bei kommenden Modellen ist damit nicht absehbar. Hersteller verweisen dabei vor allem auf technische Alternativen.
Batterieverordnung mit möglichem Spielraum
In der Batterieverordnung findet sich ein Punkt, der Herstellern eine Alternative zum klassischen Wechselakku ermöglicht. Entscheidend ist dabei die Haltbarkeit des Energiespeichers. Wenn ein Akku nach 500 vollständigen Ladezyklen noch mindestens 83 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität besitzt, gilt dies bereits als teilweise erfüllte Anforderung.
Hält er anschließend weitere 500 Ladezyklen durch und fällt dabei nicht unter 80 Prozent Kapazität, können Smartphones trotz fest verbautem Akku weiterhin zugelassen werden. Die Vorgaben gelten damit auch ohne fest eingesetzten Wechselakku als erfüllt, sofern die genannten Werte erreicht werden.
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Technische Anforderungen und Haltbarkeit
Zusätzlich müssen Smartphones staubdicht sein und ein Wasserbad von bis zu 30 Minuten in 1 Meter Tiefe überstehen, um auf dem europäischen Markt zugelassen zu werden. Diese Vorgaben erfüllen viele aktuelle Geräte bereits. Außerdem wird ein Wert von 1000 Ladezyklen genannt, den die meisten modernen Akkus im Mittel- und Oberklassebereich erreichen können. Ein Ladezyklus entspricht dabei einer vollständigen Aufladung von 0 bis 100 Prozent. Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass Geräte eine ausreichende Lebensdauer der Akkus erreichen. Dies betrifft vor allem moderne Smartphones in höheren Preisklassen.
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Ausblick auf kommende Geräte
Damit zeichnet sich ab, dass Smartphones auch in Zukunft häufig weiterhin mit fest verbautem Akku erscheinen könnten. Vor allem im Einsteigersegment dürfte sich daran wenig ändern. Die Kombination aus Haltbarkeitsanforderungen und bestehenden technischen Entwicklungen sorgt dafür, dass ein klassischer Wechselakku im Markt weiterhin selten bleiben könnte. Es ist daher davon auszugehen, dass sich dieser Trend auch unter den neuen EU-Vorgaben fortsetzt.