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Enorm nachgefragt

Geht der Fold-8-Boom auf Kosten kommender Galaxy-Modelle?

Eine Person hält ein aufgeklapptes Samsung Galaxy Z Fold 8 mit beiden Händen. Zu sehen sind die Rückseite mit Kameramodul sowie das Scharnier des faltbaren Smartphones. Der Hintergrund ist unscharf.
Samsung kommt bei Bestellungen des Galaxy Z Fold 8 kaum hinterher Foto: Getty Images
Charlotte Ziesing

2. September 2026, 9:40 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Samsung kämpft mit einem ungewöhnlichen Problem beim Galaxy Z Fold 8: Die Nachfrage ist so hoch, dass die Produktion nicht nachkommt. Viele Speicher- und Farbvarianten sind auf der US-Website bereits als ausverkauft gekennzeichnet. Nun muss Samsung offenbar auf Reserven zurückgreifen, die ursprünglich für spätere Geräte vorgesehen waren. 

Nachfrage überholt die Lieferkette

Wie das koreanische Technikportal „ZDNet Korea“ berichtet, fällt die Nachfrage nach dem Galaxy Z Fold 8 deutlich höher aus als erwartet. Deshalb soll Samsung bereits Produktionskapazitäten erhöht und zusätzliche Bauteile bestellt haben. Der Engpass betrifft sogenannte DDIs, also Display-Treiberchips. Diese Bauteile sorgen dafür, dass die einzelnen Bildpunkte des OLED-Displays angesteuert werden können.

Um die Versorgung mit den benötigten Chips zu verbessern, hat Samsung eine besonders schnelle Fertigung, einen „Super Hot Run“, bei seinem Auftragsfertiger beantragt. Die Fertigungskapazität für diese Chips habe allerdings „ihre Grenzen erreicht“. Zudem soll der taiwanische Auftragsfertiger UMC, der die Komponenten herstellt, die Produktion nur begrenzt ausweiten können. Samsung kann zudem nicht einfach auf Bauteile anderer Galaxy-Modelle zurückgreifen, denn die Hersteller entwickeln DDI-Chips individuell für jedes Display.

Ein schneller Ausgleich des Engpasses dürfte deshalb schwierig werden. Laut „ZDNet Korea“ dauert es normalerweise rund vier Monate, bis aus den Halbleiter-Wafern fertige Display-Treiberchips entstehen. Anschließend kombiniert Samsung die fertigen Display-Treiberchips mit den OLED-Displays bevor Samsung die Smartphones montiert.

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Samsung nutzt Reserven

Um mehr Geräte bauen zu können, soll Samsung deshalb jetzt auf Bestände und Produktionskontingente zurückgreifen, die eigentlich für künftige Produkte oder spätere Produktionsphasen reserviert waren. Dabei handelt es sich laut „9to5Google“ aber nicht um fertige Bauteile aus anderen Smartphones. Stattdessen werden bereits eingeplante Ressourcen umverteilt, um die Produktion des Galaxy Z Fold 8 erhöhen zu können. 

Gleichzeitig soll Samsung auch zusätzliche Scharniere und das ultradünne Schutzglas (UTG) für das Falt-Display bestellt haben. Auch das gilt wohl als Hinweis darauf, wie stark die Nachfrage derzeit auf die Lieferkette drückt.

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Ein Problem für Zukunfts-Samsung

Über mögliche Folgen für Samsung und eventuell auch für Käufer lässt sich aktuell nur spekulieren. Sollte Samsung tatsächlich Reserven aufbrauchen, die ursprünglich für spätere Geräte vorgesehen waren, könnte das langfristig Folgen für kommende Modelle haben und weiter Druck auf die Lieferkette ausüben. So wären etwa Verzögerungen bei zukünftigen Smartphones oder eine begrenzte Verfügbarkeit zum Marktstart zumindest denkbar.

Samsung plant die Entwicklung und Fertigung seiner Smartphones oft viele Monate im Voraus. Die nun genutzten Reserven müsste das Unternehmen daher erst wieder aufbauen, während die Entwickler bereits an der nächsten Gerätegeneration arbeiten.

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