27. Februar 2026, 8:44 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Samsung hat die Galaxy-S26-Serie offiziell vorgestellt. Mit dem Basis- und dem Plus-Modell rückt der Konzern von einer Änderung bei den Vorgängern ab. Anstatt exklusiv auf SoCs (System-on-Chip) des US-Herstellers Qualcomm zu setzen, kommen hier wieder Samsungs eigene Exynos-Chips zum Einsatz – zumindest in bestimmten Märkten. Erste Messungen zeigen bereits, dass wieder ein deutlicher Unterschied bei der Leistung der beiden Varianten besteht.
Snapdragon führt in CPU-Benchmarks
Während Samsung im teuersten Ultra-Modell exklusiv auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy setzt, müssen S26 und S26 Plus in Europa mit dem Exynos 2600 auskommen. Der Tech-Influencer Tomi Adebayo hat bereits das S26 Plus mit Exynos und das S26 Ultra mit Snapdragon verglichen und die Ergebnisse auf X (ehemals Twitter) gepostet. Für die Messungen wurde das beliebte Benchmark-Tool Geekbench verwendet, das sowohl Prozessor- (CPU) als auch Grafikleistung (GPU) einordnen kann.
Das Resultat ist ziemlich eindeutig. Im CPU-Test erreicht der Exynos 2600 eine Single-Core-Leistung von 3105 Punkten. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy hingegen kommt auf 3670 Punkte – ein sattes Plus von 18,2 Prozent. Auch im Multi-Core-Test zeigt sich ein Vorsprung, wenn auch etwas geringfügiger. Der Exynos erzielt 10.444 Punkte, während der Snapdragon 10.981 Punkte erreicht. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent.
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Exynos überzeugt mit GPU-Leistung
Doch ganz so klar wie in früheren Galaxy-S-Generationen fällt das Fazit beim Vergleich „Snapdragon vs. Exynos“ dieses Mal nicht aus. Denn Samsung hat mit dem Exynos 2600 ein Ass im Ärmel. Die verbaute Xclipse-960-Grafikeinheit basiert auf der RDNA4-Architektur von AMD. Im OpenCL-Test von Geekbench verschafft das dem Samsung-Chip einen leichten Vorteil.
Hier liegt der Exynos mit 24.240 Punkten knapp vor dem Snapdragon, der auf 24.152 Punkte kommt. Die Vulkan-API, die ein besseres Bild für die tatsächliche Grafikleistung geben würde, hat Adebayo nicht getestet. In früheren Vergleichen zeigte sich der Exynos im OpenCL-Test schneller, im Vulkan-Test jedoch langsamer, wie „Wccftech“ schreibt.
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Wie aussagekräftig sind die Ergebnisse?
Geekbench 6 misst die Leistung in kurzen Lastphasen. Aussagen zur dauerhaften Leistung unter längerer Belastung sind damit nur eingeschränkt möglich. Gerade in diesem Punkt hat der Exynos 2600 potenziell einen weiteren Vorteil. Denn Samsung hat den Chip mit einem Heat-Pass-Block entworfen – ein Kupferkühlkörper, der direkt auf dem Chip sitzt und die Wärme schneller ableiten soll. Diese Bauweise kann die Leistung bei anhaltender Belastung stabilisieren. Konkrete Werte zur Dauerleistung liegen bislang jedoch nicht vor.
Davon abgesehen sind synthetische Benchmarks nur bedingt mit der Leistung im Alltag zu vergleichen. Die meisten Nutzer dürften im normalen Gebrauch keinen Unterschied zwischen der Exynos- und der Snapdragon-Variante feststellen. Lediglich bei aufwendigen 3D-Games kann sich das bemerkbar machen. Zu beachten ist außerdem, dass es bislang keine Tests zum Stromverbrauch gibt. In der Vergangenheit waren die Snapdragon-Varianten von Galaxy-S-Smartphones oft energieeffizienter und konnten somit länger mit einer Akkuladung durchhalten.