1. Oktober 2025, 10:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Apple arbeitet seit Jahren an einem eigenen Foldable – doch die größte Hürde bleibt die Produktion der faltbaren Displays. Dass Samsung Display die Panels fertigt, gilt als gesichert. Doch erst 2026 soll die Massenproduktion starten – gerade rechtzeitig für einen Launch im Herbst.
iPhone Fold soll Premium-Teile von Samsung bekommen
Hauptaugenmerk bei einem Foldable ist sicherlich der faltbare Bildschirm. Nur wenige Hersteller haben derzeit die Kapazitäten, flexible OLED-Panels in hohen Stückzahlen verlässlich zu produzieren. Da Apple bereits eine Partnerschaft mit Samsung Display für die Fertigung von iPhone-Displays hat, ist der Konzern schon seit einiger Zeit auch als Zulieferer für das iPhone Fold im Gespräch.
Dem bekannten Branchenanalyst Ming-Chi Kuo zufolge hat Apple den Falt-Bildschirm als eines der wenigen Bauteile bereits finalisiert. Samsung Display ist demnach seit Juni 2025 mit der Produktion beauftragt und plant für 2026 eine Fertigungskapazität von 7 bis 8 Millionen Bildschirm-Panels. Das dürfte die erwartete Nachfrage kaum decken, weshalb 2027 vermutlich weitere Produktionsläufe bevorstehen.
Wie das südkoreanische Branchenmagazin „ChosunBiz“ nun berichtet, soll Lee Cheong, Präsident von Samsung Display erklärt haben: „Wir treiben auch die Vorbereitungen für die Massenproduktion von OLEDs für faltbare Smartphones voran, die an einen nordamerikanischen Kunden geliefert werden sollen.“ Gemeint ist damit Apple. Cheong erwähnt dabei auch, dass die OLEDs der „8.6 Generation“ im dritten Quartal 2026 in Massenproduktion gehen dürften. Die neue Generation hat ein größeres Glas-Substrat, um die Produktion zu optimieren.
Produktion von iPhone Fold soll doch schon 2025 anlaufen
iPhone Fold – wann kommt das faltbare Apple-Smartphone?
Vorproduktion bei Foxconn ab Mitte 2025
Laut einem Beitrag von Ming-Chi Kuo auf X (ehemals Twitter) plant Apple den Beginn der Vorserienfertigung seines ersten Foldables noch in der zweiten Jahreshälfte 2025 beim chinesischen Partner Foxconn. Das „Projekt wird voraussichtlich Ende des dritten Quartals 2025 oder Anfang des vierten Quartals 2025 offiziell starten“, so Kuo.
Derzeit ist allerdings noch unklar, welche finalen Komponenten zum Einsatz kommen werden. Besonders das Scharnier gilt als entscheidendes Bauteil, dessen Entwicklungsstand laut Kuo im Juni 2025 noch offen ist. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann die Fertigung von Prototypen beginnen.
Apple rechnet nicht mit riesiger Nachfrage
Nach Angaben Kuos hat Apple zwischen 15 und 20 Millionen Einheiten des iPhone Folds bestellt – eine Menge, die laut Marktgerüchten die aktuellen Produktionskapazitäten für Displays deutlich übersteigt. Allerdings sollen diese Bestellungen den Bedarf für zwei bis drei Jahre abdecken.
Ein Verkaufsschlager wird das Modell wohl nicht. Das Gerät dürfte rund 2000 Euro kosten, und Apple selbst geht offenbar nicht von besonders hohen Stückzahlen aus. Zum Vergleich: Vom iPhone 16 verkaufte das Unternehmen im vierten Quartal 2024 allein knapp 77 Millionen Geräte (Quelle: Statista).
Der weltweite Markt für faltbare Smartphones wächst zwar, doch das Tempo bleibt moderat. Statista prognostiziert für 2025 einen Absatz von 27,6 Millionen Geräten – ein leichter Anstieg im Vergleich zu 25 Millionen im Vorjahr. Bis 2027 könnte die Zahl jedoch auf 48,1 Millionen steigen, wobei ein Großteil auf Apples iPhone Fold entfallen dürfte.