Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
iOS iPhone News Update Alle Themen
Im Code entdeckt

iOS 27 sperrt iPhones bei ausbleibenden Ratenzahlungen

Entsetzte Frau mit iPhone in der Hand
iOS 27 enthält ein neues System, das bei Zahlungsausfällen Apps sperren kann Foto: Getty Images
Artikel teilen
Adrian Mühlroth
Redakteur

23. Juli 2026, 14:51 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

In den USA bietet Apple schon seit Jahren ein Leasing-Programm für iPhones an. Nun plant der Konzern, das Angebot mit „Apple Upgrade“ zu ersetzen. Mit Klarna als Finanzierungspartner sollen Nutzer künftig neben iPhone auch Mac, iPad und Apple Watch mieten können. Doch bei Zahlungsproblemen drohen strikte Maßnahmen. Aus dem Code der iOS-27-Beta geht hervor, dass Vertragspartner den Großteil der Apps auf dem iPhone sperren können.

Apple plant neues Leasingmodell

Einem Bericht von „Bloomberg“ zufolge soll das „Apple Upgrade“ bald in den USA starten und das bisherige iPhone Upgrade Program ersetzen. Für iPhones und Apple Watches ist dem Bericht zufolge eine Laufzeit von 24 Monaten vorgesehen, bei Macs und iPads sind es 36 Monate. Kunden könnten das Gerät vorzeitig ablösen oder gegen ein neues Modell tauschen.

Günstigere Geräte wie iPhone 16, MacBook Neo, Apple Watch SE und das Basis-iPad sollen von „Apple Upgrade“ ausgeschlossen sein. In den Leasing-Kosten könnte zudem die erweiterte Gerätegarantie AppleCare+ nicht inkludiert sein, die bislang Teil von iPhone Upgrade ist. Laut „Bloomberg“ plant Apple, das neue Programm mit niedrigeren monatlichen Kosten als bei bisherigen Finanzierungsoptionen zu bewerben.

Apple setzt derzeit beim „iPhone Upgrade Program“ auf die US-exklusive Citizens Bank als Finanzierungspartner. An „Apple Upgrade“ hingegen soll der schwedische Zahlungsanbieter Klarna beteiligt sein, der vor allem für sein „Jetzt kaufen, später zahlen“-Angebot bekannt ist.

Mehr zum Thema

App-Sperre bei Zahlungsproblemen

Aktuell befindet sich das für September geplante iPhone-Update iOS 27 in der Beta-Phase. Im Code des Betriebssystems hat „9to5Mac“ nun Einträge gefunden, die auf ein neues System namens „App Managed Features“ verweisen. Das System erlaubt es der App eines Finanzierungspartners oder Anbieters, das iPhone zu registrieren und regelmäßig zu überprüfen.

Bei Zahlungsausfällen oder anderen Vertragsproblemen lässt sich das iPhone dann über Apples Systemdienste in einen „Eingeschränkten Modus“ versetzen, der einen Großteil der Apps und Dienste sperrt. Bis die Zahlungen wieder aufgenommen werden, ist das iPhone nur eingeschränkt nutzbar. Zu den Apps und Diensten, die von der Sperre ausgenommen sind, zählen App Store, Gesundheit, Telefon, Uhr, Wallet und Passwörter.

„9to5Mac“ zufolge bleiben kritische Apps – etwa für Medikation oder Sicherheit sowie wichtige Nachrichten – ebenfalls verfügbar. Allerdings hat das Managementsystem auch hier gewisse Sperrmöglichkeiten.

Der „Eingeschränkte Modus“ hat keinen Einfluss auf etwaige Abonnements, die mit gesperrten Apps in Verbindung stehen. Wird etwa der Zugriff auf Streaming-Apps eingeschränkt, laufen die Abos weiter.

Auch interessant: Alle geplanten Neuerungen in iOS 27

Gerätesperre auch nach Zurücksetzen

Wichtig ist, dass der „Eingeschränkte Modus“ nicht automatisch aktiviert wird, wenn eine bestimmte Anzahl von ausgebliebenen Zahlungen erreicht ist. Stattdessen hat allein der Finanzierungspartner die Hoheit darüber, das Gerät zu sperren.

Darüber hinaus ist in iOS 27 eine neue Art der Aktivierungssperre namens „Partner Finance Lock“ zu finden. Wie die übliche Aktivierungssperre, die verhindert, dass ein gestohlenes Gerät gelöscht und weiterverkauft oder in Einzelteile zerlegt wird, ist die neue Funktion in den „Wo ist?“-Dienst eingebunden. Damit hat der Partner allerdings keinen Zugriff auf den Standort. Die Einbindung dient lediglich dazu, dass die Sperre auch nach dem Löschen des Geräts bestehen bleibt.

Laut „Bloomberg“ soll das neue „Apple Upgrade“-Programm bereits nächste Woche starten. Allerdings ist das neue App-Managementsystem für Finanzierungspartner bislang exklusiv in der Beta von iOS 27 enthalten, die erst im September erscheint. In der aktuellen Release-Candidate-Version von iOS 26.6 ist es derzeit nicht enthalten. Entweder verschiebt Apple den Launch daher nach hinten oder integriert die Funktion noch kurz vor der Veröffentlichung in iOS 26.6.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.