Im Vorfeld der WWDC-Keynote am 8. Juni werden immer mehr Informationen zu iOS 27 bekannt. Der Fokus bei der neuen Version soll vor allem auf der Optimierung der bestehenden Software liegen. Apple reagiert damit nicht nur auf Nutzerfeedback, sondern auch auf regulatorische Vorgaben.
Apple erlaubt AirPlay-Alternativen
Wie Mark Gurman in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter für Bloomberg berichtet, plant Apple in iOS 27 alternative Streaming-Standards zu erlauben. Damit könnten Nutzer künftig neben AirPlay auch Dienste von Drittanbietern wie Google Cast als Standard festlegen. AirPlay ist bislang die einzige Möglichkeit, Inhalte wie Videos, Fotos oder Musik auf Systemebene direkt von iPhone auf Fernseher oder Lautsprecher zu übertragen.
Mit dieser Änderung reagiert der Konzern auf schärfere EU-Vorgaben zur Interoperabilität, wie im Digital Markets Act vorgesehen. Die Europäische Kommission hatte 2025 neun konkrete Maßnahmen ausformuliert, wie Apple seine Systeme für Drittanbieter öffnen muss. Eine davon ist der Zugang für Entwickler zu den „erforderlichen Software-Funktionen“, um eine alternative Lösung zu AirPlay anbieten zu können. Die Kommission hat festgelegt, dass diese Vorgabe mit iOS 27 bis Ende 2026 umgesetzt werden muss.
Derzeit arbeitet Apple daran, weitere Maßnahmen umzusetzen, darunter die Mitteilungsweiterleitung an andere Geräte als die Apple Watch und Bluetooth-Kopplung durch Annäherung für andere Geräte als AirPods. Frist für die Umsetzung ist der 1. Juni.
Gurman hatte bereits berichtet, dass iOS 27 einen KI-gestützten Wallpaper-Generator bekommen soll, der realistische Bilder erzeugen kann. Die Technik stützt sich dabei auf Apples eigenen Image Playground.
Zwar sollen Nutzer künftig selbst auswählen können, welchen Dienst sie für das Generieren von Bildern nutzen möchten. Doch Gurmans Quellen zufolge hat Apple die eigenen KI-Modelle für Image Playground und auch Genmojis stark verbessert, um mit der Konkurrenz von ChatGPT und Co. mithalten zu können.
Optimierte Einstellungen für AirPods in iOS 27
Apple arbeitet außerdem an einem Redesign für die AirPods-Einstellungen. Der stetig wachsende Funktionsumfang – etwa Gestensteuerung per Kopfbewegung oder die Nutzung als Hörhilfe – macht die Einstellungen immer unübersichtlicher.
Einige Nutzer wünschen sich deshalb eine dedizierte AirPods-App. Diese dürfte laut Gurman nicht in nächster Zeit kommen. Dafür soll das Menü in den iPhone-Einstellungen jedoch übersichtlicher aufgebaut sein und wichtige Funktionen deutlicher hervorheben.
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