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iOS 26.1 ist da! Sollte man das Update gleich installieren?

Nach wochenlangem Testlauf ist iOS 26.1 jetzt endlich verfügbar
Nach wochenlangem Testlauf ist iOS 26.1 jetzt endlich verfügbar Foto: Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

4. November 2025, 11:16 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Ein früher Launch im November hatte sich bereits angekündigt, jetzt ist das erste große Folgeupdate zu iOS 26 verfügbar. Es bringt Nutzern unter anderem mehr Kontrolle über die neue „Liquid Glass“-Oberfläche – die nicht bei allen gut ankommt. TECHBOOK hat alle Details zu iOS 26.1.

Nutzer können Transparenz ausschalten

Seit Einführung von Liquid Glass mit iOS 26 suchen genervte Nutzer einen Weg, um den durchsichtigen Look für bessere Ablesbarkeit wieder zurückzuschrauben. Bislang ist das nur über die Bedienungshilfen möglich.

In iOS 26.1 erlaubt Apple jedoch diese Anpassung direkt in den Einstellungen unter „Anzeige & Helligkeit“ und „Liquid Glass“. Dort lässt sich nun die Option „Eingefärbt“ statt „Transparent“ auswählen, die mehr „Deckkraft“ hinzufügen und den Kontrast erhöhen soll.

Apple geht in iOS 26.1 transparenter mit Liquid Glass um
Apple geht in iOS 26.1 transparenter mit Liquid Glass um Foto: TECHBOOK

In der aktuellen Beta-Version von iOS 26.1 ist in der Beschreibung allerdings auch von der Option „Klar“ statt „Transparent“ die Rede – dabei handelt es sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Übersetzungsfehler, der hoffentlich bis zum Release der fertigen Version beseitigt wird.

Foto-Backups mit anderen Diensten

Bislang können Nutzer ihre Fotos und Videos lediglich per iCloud nativ in der Cloud sichern. Es gibt zwar Alternativen wie Google Photos – diese müssen jedoch auf Behelfslösungen ausweichen, die ein verlässliches Backup erschweren. Apple hat auf seinem Developer-Blog eine umfangreiche Dokumentation für PhotoKit veröffentlicht, die es Entwicklern künftig ermöglicht, Fotos und Videos automatisch und im Hintergrund in der Cloud zu sichern.

Apple schreibt: „In iOS 26.1 und neuer bietet PhotoKit einen neuen Erweiterungstyp für das Hochladen von Hintergrundressourcen, mit dem Foto-Apps nahtlose Cloud-Backup-Erlebnisse bieten können.“ Künftig können iPhone-Nutzer also auswählen, welchen Cloud-Dienst sie für ihre Foto-Backups verwenden möchten.

Überarbeitete Details bei Tastatur und Musik-App

Die Telefon-Tastatur setzt künftig ebenfalls auf das „Liquid Glass“-Design – bislang waren die Wähltasten noch im alten Look gehalten.

Die Telefon-App in iOS 26.1 – oben alt, unten neu
Die Telefon-App in iOS 26.1 – oben alt, unten neu Foto: TECHBOOK

In Apple Music wurde die Bedienung vereinfacht: Nutzer können künftig direkt über den Songtitel am unteren Bildschirmrand streichen, um zum nächsten Titel zu springen oder zum vorherigen zurückzukehren.

Alarme und Timer nur noch wegwischbar

Bislang erscheinen bei Alarmen und Timern auf dem iPhone-Sperrbildschirm zwei gleich große Buttons für Schlummern (bzw. Wiederholen) und Stoppen. Mit iOS 26.1 macht Apple aus dem Stoppen-Button jedoch einen Slider, sodass sich die Option etwas schwieriger auslösen lässt. Vor allem für den Wecker, der beim Aufstehen helfen soll, ist das eine wichtige Neuerung. Müde Nutzer können den Alarm somit nicht mehr einfach wegklicken.

Anpassungen in Fotos, Kalender und Safari

Auch die Fotos-App erhält ein Update. Der Schieberegler zum Durchsuchen von Videos hat ein kleines Update erhalten, wodurch er sich besser vom Hintergrund abhebt. Die Navigationsleiste ist ebenfalls weniger durchsichtig, um auch auf hellen Hintergründen besser erkennbar zu sein.

Der Fortschrittsbalken in der Fotos-App – links neu, rechts alt
Der Fortschrittsbalken in der Fotos-App – links neu, rechts alt Foto: TECHBOOK

Im Kalender zeigt Apple bestimmte Ansichten nun mit farbigen Hintergründen, sodass Termine unterschiedlicher Kalender deutlicher voneinander abgesetzt sind.

In Safari fällt auf, dass die Tab-Leiste am unteren Rand etwas breiter gestaltet ist. Gleichzeitig hat Apple die Abstände an den Rändern reduziert, was die Bedienung präziser machen soll.

Auch interessant: Die besten versteckten Funktionen in iOS 26

iOS 26.1 bringt neue Sicherheitsupdates

Erst vor ein paar Jahren hatte Apple „schnelle Sicherheitsmaßnahmen“ eingeführt, um unabhängig von größeren iOS-Versionen schnell Patches für Schwachstellen ausspielen zu können. In iOS 26.1 weichen diese jedoch der Funktion „Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen“.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Sicherheitsverbesserung Probleme verursacht, lässt sie sich schnell und einfach wieder entfernen.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Sicherheitsverbesserung Probleme verursacht, lässt sie sich schnell und einfach wieder entfernen. Foto: TECHBOOK

Die Option ist nicht mehr unter der „Softwareupdate“-Sektion in den Einstellungen, sondern bei „Datenschutz & Sicherheit“ angesiedelt. Ist sie aktiviert, installieren sich die Patches direkt im Hintergrund – ebenfalls bevor ein iOS-Update verfügbar ist. Bei Problemen lassen sich die Patches vorübergehend entfernen.

Zusätzliche Sprachen für Apple Intelligence und Live-Übersetzung

Mit iOS 26.1 steht Apple Intelligence in weiteren Sprachen zur Verfügung, darunter etwa Portugiesisch (Portugal). Auch unterstützt Live-Übersetzung mit AirPods nach dem Update laut „MacRumors“ zusätzlich Chinesisch (Langzeichen und Kurzzeichen), Italienisch, Japanisch und Koreanisch.

Weitere Neuerungen

  • Die Funktion „Zum Öffnen der Kamera auf Sperrbildschirm streichen“ ist nun optional und lässt sich in den Kamera-Einstellungen ausschalten, um Fehleingaben zu vermeiden.
  • In den Telefon-Einstellungen können Nutzer die Haptik (Vibration) bei Durchstellung und Beendigung eines Anrufs abstellen.
  • In den Einstellungen und über Ordnern auf dem Home Screen sind Name und Beschreibung nicht mehr mittig, sondern linksbündig angeordnet.
  • Nutzer können für Mitschnitte von Audio- und Videoanrufen in iOS 26.1 einen eigenen Speicherort auswählen. Die Option findet sich in den Einstellungen unter „Allgemein“ > „Lokale Aufnahme“.
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Sicherheitspatches und Bugfixes

iOS 26.1 erhält eine Reihe von Patches, die Schwachstellen unter anderem in den Bedienungshilfen, dem Apple Account, der Kamera, im Kontrollzentrum sowie in Wo ist?, Fotos und Safari korrigieren. Vor dem Update konnten Apps in einigen Fällen etwa ohne Zustimmung der Nutzer auf den Kamerasucher zugreifen. Über das Wo-ist?-Netzwerk konnten Angreifer zudem Informationen zur Identität des Gerätebesitzers erhalten.

Daneben behebt das Update auch Fehler, die in früheren iOS-Versionen auftraten – unter anderem bei der iPhone-Tastatur. Allerdings scheint es nicht das Problem zu beseitigen, das bei vielen Nutzern zu Tippfehlern führt.

Sollte man iOS 26.1 gleich installieren?

Allein aufgrund der zahlreichen Sicherheitspatches, die das Update bringt, empfiehlt TECHBOOK die Installation von iOS 26.1. Auch diejenigen, die von der neuen Liquid-Glass-Oberfläche nicht überzeugt sind, bekommen damit die Möglichkeit, den Look etwas zu zügeln. Kleinere Verbesserungen wie der neue Videoregler sind ebenfalls willkommen.

Aktuell sind uns keine Probleme bekannt, die das aktuelle Update verursacht. Es ist für iPhone 11 und neuer verfügbar – inklusive iPhone SE 2020 und SE 2022.

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