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Seltener Prototyp

So viel einfacher hätte iOS 19 ausgesehen – wenn es denn gekommen wäre

Vor der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 wurde iOS 26 noch als iOS 19 gehandelt
Vor der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 wurde iOS 26 noch als iOS 19 gehandelt Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

11. Dezember 2025, 8:33 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Derzeit entwickelt Apple parallel zwei Versionen von iOS: 18 und 26. Dazwischen fehlen ganze sieben Generationen. Der Grund: iOS 19 wurde übersprungen, um alle Apple-Betriebssysteme auf die neue Zählung – beginnend mit 26 – gleichzuziehen. Nun ist jedoch ein interner iPhone-Prototyp aufgetaucht, auf dem eine frühe Version von iOS 19 läuft. Das Besondere daran ist, dass hier noch nicht die kontroverse Liquid-Glass-Oberfläche installiert ist.

Auf Social Media beschweren sich Nutzer immer noch über die neue iOS-Optik. Das Design sei zu transparent, verschlechtere die Ablesbarkeit. Viele halten die Sprache nicht für stringent genug und kritisieren, dass sie keine Vorteile für die Nutzbarkeit bringt. Mit jedem weiteren iOS-26-Update, zuletzt 26.2, passt Apple daher die Einstellungen an und gibt Nutzern mehr Optionen, den Look etwas herunterzuschrauben.

Was wäre jedoch, wenn Apple gar nicht erst das neue, äußerst filigrane Design implementiert hätte? iOS 19 ohne Liquid Glass ist nie erschienen, weswegen wir die Alternative nie sehen konnten – bis jetzt.

iPhone-Prototyp mit iOS 19 zeigt, was hätte sein können

Von Sammler Kyolet hat „AppleInsider“ eine Reihe von Bildern eines Prototyps des iPhone 16 Pro erhalten, auf dem eine frühe Version von iOS 19 installiert ist. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich dabei um eine EVT-Einheit (Engineering Validation Test). Die technische Validierungsphase ist der erste Schritt zur Massenproduktion, es dürfte sich also um ein Gerät handeln, bei dem Apple noch die Funktionsfähigkeit der Hardware getestet hat. Die Software steht dabei nicht im Fokus, weshalb die neuen Funktionen, die wir mit iOS 26 letztlich bekommen haben, hier in iOS 19 nur rudimentär vorhanden sind.

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Der Prototyp nutzt eine interne Version von iOS für Testzwecke, die als InternalUI bekannt ist. Teil dieser speziellen Version ist die Livability-App, die Entwicklern Informationen über das Gerät selbst und sogenannte Feature Flags gibt – eine Art Manager zum Verwalten von verfügbaren Funktionen. In der InternalUI-Version von iOS 19 ist bereits das experimentelle Feature Flag Solarium vorhanden, das Sensitive UI aktiviert. Dabei handelt es sich um die Entwickler-Vorschau, aus der später Liquid Glass geworden ist. Allerdings ist die Oberfläche in dieser Version von iOS 19 nicht funktional.

Die Benutzeroberfläche ähnelt damit stark iOS 18 – allerdings mit Optionen und Menüs, die an vielen Stellen bereits überarbeitet und verbessert wurden. So erscheint etwa das Kontrollzentrum mit den neuen, runderen Kanten, die wir aus iOS 26 kennen – jedoch ohne die Liquid-Glass-Schicht darüber. Auch ist in den Einstellungen die detaillierte Übersicht über die Batterienutzung zu finden.

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Seltener Blick auf Apples Vorserien-Hardware

Apples eigene Prototypen gelangen nur äußerst selten in die Hände von Außenstehenden. Das iPhone 16 Pro mit iOS 19 lässt sich jedoch eindeutig als Vorserien-Hardware identifizieren. Die Modellnummer beginnt – wie bei frühen Testgeräten üblich – mit „994“. Das Gerät trägt zudem die Gerätekennung D93 und hat den internen Codenamen „Diablo“. Auf dem Gehäuse sind laut „AppleInsider“ Platzhalter-Logos anstelle des angebissenen Apfels zu finden.

Vorschau auf bisher unveröffentlichte Funktionen

Spannend ist auch, welche internen Werkzeuge das iPhone-16-Pro-Prototype offenbart. Dazu gehört eine bisher nicht dokumentierte mobile Variante von PurpleRestore 4 – die das Wiederherstellen eines iPhones mithilfe eines anderen iPhones ermöglicht.

Neben PurpleRestore finden sich Testanwendungen rund um Apple Intelligence, Private Cloud Compute und Siri. Diese Werkzeuge umfassen unter anderem Einstellungen für HomePods, Lautsprecher, Sprachprofile und die Bewertung von KI-Testergebnissen.

Adrian Mühlroth
Redakteur

Spannende Einblicke

Während ich zwar selbst der Meinung bin, dass iOS einen frischen Anstrich gebraucht hat und vieles an Liquid Glass mag, kann ich die Kritik an der Oberfläche nachvollziehen. Viele hätten wahrscheinlich einen neuen Look ohne die Verkomplizierung durch Transparenz und eine neue Bedienung bevorzugt.

Das wäre iOS 19 gewesen, ein einfaches Derivat von iOS 18, die sture Weiterentwicklung jahrelanger OS-Evolution. Es hätte sicherlich für weniger Aufruhr gesorgt und würde nicht bis heute die Ressourcen von Apples Entwicklern beanspruchen – nur um es auf einen Stand zu bringen, mit dem alle leben können.

Es ist spannend zu sehen, wie anders das Betriebssystem hätte sein können. Simpel, ohne flashy Glas-Animationen – aber mit den praktischen neuen Funktionen, die iOS 26 ebenfalls mitbringt.

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