13. März 2026, 13:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Apple verteilt überraschend ein neues Sicherheitsupdate für mehrere ältere iPhones und iPads. Einige der betroffenen Geräte gelten eigentlich bereits als ausgemustert und erhalten normalerweise keine regulären Aktualisierungen mehr. Der Hintergrund für die neue Update-Runde ist jedoch ein ernstes Sicherheitsproblem.
Der Hersteller aus Kalifornien gilt als vergleichsweise großzügig, wenn es um Softwareupdates geht. In der Regel versorgt das Unternehmen seine Geräte etwa sechs bis acht Jahre lang mit neuen Versionen oder Sicherheitsupdates. Danach werden Modelle offiziell als „obsolet“ oder „abgekündigt“ eingestuft. Ab diesem Zeitpunkt gibt es üblicherweise keine Verbesserungen mehr für das Betriebssystem.
Umso überraschender dürfte für viele Nutzer sein, dass ihre älteren Geräte aktuell erneut eine Update-Benachrichtigung erhalten. Konkret stellt Apple die Versionen iOS 15.8.7 und iOS 16.7.15 bereit. Dazu kommen die entsprechenden Versionen von iPadOS. Insgesamt handelt es sich um vier neue Sicherheitsupdates. Diese werden unter anderem auch auf Geräten wie dem iPhone 6s installiert.
Auch ein elf Jahre altes iPhone erhält den Patch
Das iPhone 6s ist bereits 2024 aus der regulären Updateversorgung herausgefallen. Das Smartphone hat inzwischen ein Alter von elf Jahren erreicht. Trotzdem erhält es nun noch einmal eine Aktualisierung. Diese Geräte sind unterschiedlich alt. Gemeinsam haben sie jedoch einen entscheidenden Punkt: Sie unterstützen die aktuelle Version des Betriebssystems iOS nicht mehr.
Neben diesem Modell profitieren noch weitere Geräte von dem Patch. Dazu gehören:
- iPhone 6s Plus
- iPhone 7
- iPhone 7 Plus
- iPhone 8
- iPhone 8 Plus
- iPhone X
- iPhone SE 1
Auch einige Tablets bekommen das Update:
- iPad 5
- iPad mini 4
- iPad Pro (1. Generation) im Format 9,7 und 12,9 Zoll
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Sicherheitslücke durch Spionage-Tool
Der Grund für die neuen Updates ist eine Sicherheitsbedrohung, die erst kürzlich öffentlich gemacht wurde. Sicherheitsforscher von Google und der Firma iVerify berichteten Anfang März 2026 über eine Schadsoftware namens „Coruna“.
Cyberkriminelle nutzen dieses Programm gezielt, um iPhones und iPads anzugreifen. Betroffen sind Geräte, auf denen iOS-Versionen zwischen 13 und 17.2.1 installiert sind. Bei Coruna handelt es sich mutmaßlich um ein ehemals sehr mächtiges Spionage-Tool aus dem Cyberwaffenarsenal der US-Regierung. Eine Infektion kann bereits erfolgen, wenn Betroffene eine manipulierte Website aufrufen.
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Update sollte unbedingt installiert werden
Apple bestätigt in der Update-Beschreibung der neuen Softwareversionen, dass die Updates die betroffenen Geräte gegen Angriffe mit Coruna absichern. Genau deshalb stellt das Unternehmen die Patches auch für Geräte bereit, die eigentlich nicht mehr regulär unterstützt werden. Wer noch ein älteres iPhone oder iPad verwendet, sollte die neue Version möglichst schnell installieren. Nur so lassen sich mögliche Angriffe über die beschriebene Sicherheitslücke verhindern.