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CEO äußert sich

Siri AI soll zahlungspflichtig werden

Apple-Logo mit Siri-Farben überlagert
Wer Apples neue Siri AI vollumfänglich nutzen möchte, muss künftig draufzahlen Foto: picture alliance / NurPhoto | Samuel Boivin
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Adrian Mühlroth
Redakteur

31. Juli 2026, 15:40 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach dem halbherzigen Start von Apple Intelligence Ende 2024 soll Künstliche Intelligenz künftig eine größere Rolle in Apples Betriebssystemen spielen. Auf der WWDC 2026 hat Apple deshalb Siri AI vorgestellt, die Nutzer außerhalb der EU bereits in der Beta-Version testen können. Nun hat der scheidende CEO Tim Cook jedoch in Aussicht gestellt, dass die intensive Nutzung des neuen KI-Sprachassistenten kostenpflichtig wird.

Siri AI nur begrenzt kostenfrei

In Cooks letzter Quartalskonferenz als Apple-CEO wurde das Thema Künstliche Intelligenz eingehend von Investoren diskutiert, wie „9to5Mac“ berichtet. Einer der wichtigsten Gesprächspunkte war das finanzielle Potenzial von Siri AI – angesichts der steigenden Investitionskosten seitens Apple. Der Konzern hat einen Milliarden-Deal mit Google, um dessen Gemini-Modellfamilie als Grundlage für Apple Intelligence zu nutzen.

Zwar ist Siri AI weiterhin kostenlos auf iPhone, iPad und Mac nutzbar, aber durch den starken Fokus auf neue KI-Fähigkeiten kann nur noch ein kleiner Teil der Verarbeitung auf den Geräten selbst stattfinden. Komplexere Anfragen werden an Apples Server oder sogar Drittanbieter weitergegeben. Dadurch entstehen Apple laufende Kosten.

Deshalb hat Cook nun in Aussicht gestellt, dass die Nutzung von Siri AI nicht dauerhaft kostenlos bleiben kann. Es ist zwar bislang unklar, was genau damit gemeint ist, aber es wäre ein Token-Limit wie bei anderen KI-Anbietern denkbar. Damit hätten Nutzer ein bestimmtes monatliches Limit für komplexe Anfragen und könnten nach dem Aufbrauchen nur noch auf grundlegende Siri-Funktionen zugreifen. Für die intensive Nutzung darüber hinaus soll künftig ein iCloud+-Abonnement erforderlich sein.

In der aktuellen Beta 4 von iOS 27 ist diese Einschränkung bislang nicht aktiv. Nutzer in der EU haben aber ohnehin vorerst keinen Zugriff auf Siri AI.

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Bestimmte KI-Features nur mit iCloud+

Apple hatte bereits im Rahmen der WWDC26 angekündigt, dass einige der neu angekündigten Apple-Intelligence-Funktionen ebenfalls Nutzungslimits haben. Sind diese aufgebraucht, ist auch hier ein iCloud+-Abo nötig. Das betrifft unter anderem die überarbeitete Bereinigen-Funktion und das neue Extend Tool in der Fotos-App sowie die überarbeitete Anwendung Image Playground:

„Für einige Apple Intelligence Funktionen, darunter die Bildgenerierung, gelten tägliche Nutzungslimits, da sie auf leistungsstarke Servermodelle angewiesen sind. Erweiterter Zugriff ist im Rahmen der meisten iCloud+ Abonnements verfügbar. Diese schließen auch Apple Intelligence Unterstützung für kompatible Home Kameras ein.“ [sic]

Die neuen KI-Funktionen für Videoaufnahmen in der Home-App setzen den 2-TB-Tarif von iCloud+ voraus, der allein bereits 9,99 Euro im Monat kostet. Darüber hinaus steht das neue Cloud-Pro-Modell für private Cloud-Verarbeitung in der Kurzbefehle-App ausschließlich Nutzern höherer iCloud+-Stufen zur Verfügung.

Auch interessant: Welche neuen Geräte hat Apple in Planung?

Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Siri AI erscheint zusammen mit iOS 27 im Herbst und benötigt ein Gerät, das Apple Intelligence unterstützt. Beim iPhone ist daher mindestens ein 15 Pro oder neuer erforderlich. In Europa und China wird Siri AI aufgrund regulatorischer Vorgaben nach aktuellem Stand jedoch auf absehbare Zeit nicht verfügbar sein.

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