24. September 2026, 10:40 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Eine überraschende Rückzahlung von fast 400 Euro klingt verlockend. Genau mit diesem Versprechen versuchen Betrüger derzeit, Versicherte der Deutschen Rentenversicherung in die Falle zu locken. Die E-Mails versprechen eine angebliche Erstattung von zu viel gezahlten Beiträgen.
Betrüger locken mit angeblicher Erstattung
Wie die Verbraucherzentrale NRW warnt, verschicken Kriminelle E-Mails, die auf den ersten Blick wie offizielle Schreiben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aussehen. Mit einem ähnlichen Sprachstil und professionellen Gestaltungselementen versuchen die Betrüger gezielt, ihre Nachricht glaubwürdig wirken zu lassen und das Vertrauen der Empfänger zu gewinnen. Dazu kommt ein offiziell klingender Betreff wie „Beitragserstattung zur Auszahlung freigegeben“.
Im aktuellen Fall behaupten die Betrüger, Versicherte hätten in den Jahren 2024 und 2025 zu hohe Rentenversicherungsbeiträge gezahlt. Deshalb stehe eine Rückerstattung von 387,44 Euro zu. Um an das Geld zu kommen, sollen Empfänger lediglich ihre Bankverbindung über einen Link bestätigen.
Warum die E-Mail überzeugend wirkt
Phishing-Nachrichten arbeiten häufig mit allgemeinen Versprechen oder unrealistischen Geldsummen. Laut der Verbraucherzentrale fällt die aktuelle Masche dagegen deutlich konkreter aus. Die Angabe eines exakten Betrags etwa soll die E-Mail glaubwürdiger erscheinen lassen und den Eindruck erwecken, es handele sich um eine tatsächliche Berechnung der Rentenversicherung.
Zusätzlich setzen die Täter auf Zeitdruck, indem sie behaupten, die Erstattung müsse innerhalb einer bestimmten Frist beantragt oder bestätigt werden. Andernfalls verfalle der Anspruch. Auf diese Weise wollen die Kriminellen Betroffene unter Druck setzen und zu vorschnellen Entscheidungen bewegen.
Die Deutsche Rentenversicherung weist in einem Blogpost darauf hin, dass sie Versicherte niemals per E-Mail dazu auffordert, über Links sensible Daten oder Bankverbindungen einzugeben. Wer eine entsprechende Nachricht erhält, sollte deshalb direkt misstrauisch werden. Zu den typischen Warnzeichen gehören unter anderem:
eine unpersönliche Anrede
eine auffällige oder unbekannte Absenderadresse
die überraschende Ankündigung einer Geldrückzahlung
Links oder Schaltflächen zur Dateneingabe
die Aufforderung, persönliche Informationen preiszugeben
künstlich erzeugter Zeitdruck
Was Betroffene jetzt tun sollten
Wer eine solche E-Mail erhält, sollte den enthaltenen Link nicht anklicken und keine Daten eingeben. Stattdessen sollten Empfänger die Nachricht löschen oder in den Spam-Ordner verschieben. Wer Informationen zu seinem Rentenkonto benötigt, sollte ausschließlich die offiziellen Zugangswege der Deutschen Rentenversicherung nutzen und die Internetadresse selbst im Browser eingeben, statt einem Link aus der E-Mail zu folgen.
Wurden bereits Bankdaten, Passwörter oder andere persönliche Informationen übermittelt, empfiehlt sich schnelles Handeln. Betroffene sollten sich umgehend mit ihrer Bank in Verbindung setzen und gegebenenfalls Karten oder Online-Banking-Zugänge sperren lassen. Wurden Passwörter übermittelt, sollten diese umgehend geändert werden. Zudem raten Experten dazu, die betroffenen Konten in den kommenden Tagen besonders aufmerksam im Blick zu behalten, um mögliche Auffälligkeiten schnell zu erkennen.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.