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Seit Dezember 2025 im Einsatz

Diese Oma deckt Betrugsmaschen auf

Ältere Dame am Telefon
Vor allem SMS, E-Mails und Anrufe stehen im Fokus der Anfragen an die KI-Oma und zeigen typische Betrugsversuche im Alltag (Symbolbild) Foto: Getty Images/fStop
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Przemyslaw Szymanski

30. März 2026, 10:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach rund 100 Tagen liefert der KI-Avatar „Oma Hilde“ erste Einblicke in typische Betrugsversuche im Alltag. Grundlage sind mehr als 3000 Gespräche, die ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, bei welchen Situationen besonders häufig Unsicherheit entsteht.

Oft geht es um ungewöhnliche SMS, E-Mails mit Zahlungsforderungen oder Anrufe angeblicher Bankmitarbeiter. In solchen Momenten fällt es vielen schwer, die Lage richtig einzuschätzen. Genau hier setzt das Angebot von O2 an und soll eine schnelle Orientierung bieten.

Digitale Hilfe statt klassischer Beratung

„Oma Hilde“ ist seit Dezember 2025 im Einsatz und Teil einer Reihe von Projekten mit Künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Die Idee eines solchen Avatars ist nicht neu. In Großbritannien gibt es bereits eine ähnliche Anwendung mit dem Namen Daisy, die allerdings Telefonbetrüger gezielt in Gespräche verwickelt. Die deutsche Variante verfolgt einen anderen Ansatz. Sie dient der Aufklärung und soll helfen, potenzielle Betrugsversuche früh zu erkennen. Nutzer können anonym Fragen stellen und Inhalte prüfen lassen, bevor ein möglicher Schaden entsteht.

Die Nutzung zeigt, dass der Bedarf groß ist. Im Schnitt wenden sich etwa 33 Personen täglich an den Avatar. Die Anfragen kommen also fast stündlich. Meist schildern Nutzer konkrete Situationen. Dazu gehören etwa SMS von angeblichen Paketdiensten, verdächtige E-Mails oder Anrufe, bei denen sich jemand als Bankmitarbeiter ausgibt. Ziel ist es herauszufinden, ob ein Betrugsversuch vorliegt und wie man darauf reagieren sollte.

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Diese Betrugsmaschen dominieren

Die Auswertung der Gespräche zeigt klare Schwerpunkte. Am häufigsten wird sogenanntes Smishing genannt. Diese Form macht 24,4 Prozent der Fälle aus. Dabei handelt es sich um SMS mit Links zu gefälschten Webseiten, die oft seriös wirken. Direkt danach folgt Banking- und Konto-Betrug mit 23,7 Prozent. Hier geht es überwiegend um angebliche Hinweise zu Kontobewegungen oder Überweisungen, die sich später als Täuschung herausstellen.

Auch andere Maschen spielen eine große Rolle. Phishing-Mails machen 18,9 Prozent der Anfragen aus. Diese E-Mails wirken oft wie offizielle Nachrichten bekannter Unternehmen. Weitere 14,2 Prozent betreffen Anrufe von angeblichen Behörden oder Supportstellen. In 18,8 Prozent der Fälle geht es um Identitätsdiebstahl oder die Sorge, dass persönliche Daten missbraucht wurden, etwa nach verdächtigen Log-in-Hinweisen oder Datenlecks.

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Warum Betrug schwer zu erkennen ist

Die Ergebnisse zeigen, dass Betrugsversuche immer häufiger über alltägliche Kommunikationswege laufen. SMS, E-Mails oder Anrufe wirken oft unauffällig und lassen sich nicht sofort als Fälschung erkennen. Dadurch steigt die Unsicherheit. Für Verbraucher wird es deshalb wichtiger, Nachrichten genau zu prüfen und bei Zweifeln zusätzliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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