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Zurück auf die Leinwand

Dieser tote Hollywoodstar wird mit KI wiederbelebt

Val Kilmer
Val Kilmer (hier in „Twixt“) erscheint im neuen Film mithilfe von KI, obwohl er bereits 2025 verstorben ist Foto: picture alliance / COLLECTION CHRISTOPHEL
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Manuel Bauer

22. März 2026, 8:37 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Der Schauspieler Val Kilmer ist im April 2025 an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Trotzdem soll er im Indie-Film „As Deep as the Grave“ eine wichtige Rolle übernehmen. Möglich wird das durch Künstliche Intelligenz (KI). Kilmer wird dafür natürlich nicht selbst vor der Kamera stehen, sondern digital nachgebildet. Ein erstes Bild dieser Umsetzung wurde bereits veröffentlicht.

Der Einsatz von KI sorgt in der Filmbranche schon länger für Diskussionen. Viele befürchten, dass echte Schauspieler durch digitale Versionen ersetzt werden könnten. Die Entscheidung von Regisseur Coerte Voorhees dürfte diese Debatte weiter anheizen. Er plant, Kilmer virtuell zurückzuholen und ihm eine größere Rolle im Film zu geben. Laut dem US-Branchenmagazin „Variety“ war Kilmer bereits 2020 für die Rolle des Father Fintan vorgesehen. Wegen einer Kehlkopfkrebserkrankung konnte er damals aber nicht drehen.

Zustimmung von Familie und Management

Voorhees erklärt, dass die Rolle speziell für Kilmer geschrieben wurde. Da das Budget der Produktion nicht ausreicht, um die Szenen mit einem anderen Schauspieler umzusetzen, greift er nun auf KI zurück. Wichtig dabei: Sowohl das Management als auch die Familie des Schauspielers haben dem Vorhaben zugestimmt. Für den Einsatz zahlt die Produktion außerdem eine Gage.

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Kilmers Tochter Mercedes betont laut Bericht, dass ihrem Vater die Geschichte des Films wichtig gewesen sei. Im Mittelpunkt steht ein Archäologen-Ehepaar, das in Arizona zur Geschichte des Navajo-Volkes forscht. Zudem sei Kilmer offen für neue Technologien gewesen. Bereits 2022 arbeitete er mit dem Unternehmen Sonantic zusammen, um eine KI-Version seiner Stimme zu erstellen. Nach seiner Erkrankung konnte er nicht mehr verständlich sprechen und war laut seiner Tochter dankbar für diese technische Lösung.

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Technik soll reale Schicksale verbinden

Für den Film nutzt das Team verschiedene Bildquellen. Dazu gehören Aufnahmen aus Kilmers jüngeren Jahren sowie Material aus der Zeit kurz vor seinem Tod. Auch seine Stimme soll digital rekonstruiert werden. Das passt zur Handlung: Die Figur Father Fintan erkrankt im Verlauf der Geschichte an Tuberkulose und kann am Ende kaum noch sprechen.

Regisseur Voorhees sieht darin eine Verbindung zwischen der Rolle und dem echten Leben des Schauspielers. Er betont, dass er mit dem Projekt einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zeigen möchte. Sein Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie die Technologie im Film eingesetzt werden kann, ohne ethische Grenzen zu überschreiten.

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