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Laut Studie

Weniger Gehalt durch KI? Diese Arbeitnehmer könnten verlieren

Eine Person hält eine geöffnete schwarze Geldbörse in der einen Hand und mehrere Euro-Münzen in der anderen. Im Geldbeutel befinden sich einige Geldscheine, das Münzfach wirkt weitgehend leer. Der Hintergrund ist unscharf und hell.
Besonders bei Berufseinsteigern erwarten viele Unternehmen in den kommenden Jahren sinkende Löhne durch den Einsatz von KI Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

15. August 2026, 8:08 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Künstliche Intelligenz verändert viele Bereiche der Arbeitswelt. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts unter mehr als 3000 Unternehmen, die bereits KI nutzen, könnte sich das künftig auch auf die Gehälter auswirken.

Viele Betriebe gehen davon aus, dass die Technologie Aufgaben übernimmt, die bislang häufig von weniger erfahrenen Beschäftigten erledigt wurden. Dadurch könnte deren Position bei Gehaltsverhandlungen geschwächt werden. Ifo-Forscherin Anna Ruffert fasst die Ergebnisse so zusammen: „Insgesamt sehen wir, dass deutlich mehr Unternehmen negative Effekte erwarten als positive.“

Berufseinsteiger haben es am schwersten

Besonders häufig rechnen Unternehmen bei Beschäftigten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung mit sinkenden Löhnen. Rund die Hälfte der befragten Betriebe erwartet in den kommenden fünf Jahren einen Rückgang.

Bei Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss rechnen 50,8 Prozent der Unternehmen mit sinkenden Löhnen. Gleichzeitig gehen 16,3 Prozent von steigenden Gehältern aus. Noch ungünstiger fällt die Einschätzung für Berufseinsteiger ohne Hochschulabschluss aus. In dieser Gruppe erwarten 48,3 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne, während nur 5,9 Prozent mit steigenden Gehältern rechnen.

Mehr Erfahrung verbessert die Aussichten

Auch Beschäftigte mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung bleiben von den erwarteten Auswirkungen nicht verschont. Die Ergebnisse fallen jedoch etwas weniger negativ aus als bei Berufseinsteigern.

Bei Arbeitnehmern ohne Hochschulabschluss erwarten 40,4 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne. Lediglich 9,7 Prozent rechnen mit steigenden Gehältern. Deutlich besser sind die Aussichten für Beschäftigte mit Hochschulabschluss. Zwar gehen 37,5 Prozent der Unternehmen weiterhin von sinkenden Löhnen aus, gleichzeitig erwarten aber 26 Prozent steigende Gehälter.

Anna Ruffert zieht daraus folgendes Fazit: „Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen.“ Weiter erklärt sie: „Am ehesten rechnen sie bei weniger erfahrenen Arbeitskräften mit sinkenden Löhnen.“

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Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen

Die Erwartungen unterscheiden sich auch je nach Branche. Besonders häufig rechnen Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor mit sinkenden Löhnen. Bei Beschäftigten mit kurzer Berufserfahrung und ohne Hochschulabschluss erwarten dies 53,3 Prozent der Unternehmen. Bei Beschäftigten mit längerer Berufserfahrung liegt dieser Wert bei 44,2 Prozent.

Im Handel gehen 47,9 Prozent beziehungsweise 41,3 Prozent der Unternehmen von sinkenden Löhnen aus. Im verarbeitenden Gewerbe liegen die Werte bei 46,5 und 38,9 Prozent. Am geringsten fallen die erwarteten Auswirkungen im Baugewerbe aus. Dort rechnen 39 Prozent der Unternehmen bei Beschäftigten mit wenig Berufserfahrung mit sinkenden Löhnen. Bei Arbeitnehmern mit mehr Erfahrung erwarten dies 31,3 Prozent.

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Welche Faktoren die Aussichten verbessern

Die Studienergebnisse zeigen nach Angaben des Ifo-Instituts klare Unterschiede zwischen einzelnen Beschäftigtengruppen. Demnach verbessern Berufserfahrung und ein Hochschulabschluss die Aussichten auf positive Gehaltsentwicklungen.

Vor allem erfahrene Akademiker haben laut den befragten Unternehmen vergleichsweise bessere Chancen auf steigende Löhne. Berufseinsteiger schneiden dagegen deutlich schlechter ab. Auch die Branche spielt eine Rolle. Während Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich besonders häufig sinkende Löhne erwarten, fallen die Einschätzungen im Baugewerbe deutlich weniger negativ aus.

Mit Material der dpa

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