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Nach 12 Jahren

Bumble macht Schluss mit seiner bekanntesten Dating-Regel

Vor gelbem Hintergrund ist groß das weiße Bumble-Logo zu sehen. Im Vordergrund hält eine Hand ein Smartphone, auf dessen hellem Display ebenfalls das Bumble-Logo abgebildet ist.
Die Dating-App verabschiedet sich von einer Regel, die seit dem Start im Jahr 2014 galt Foto: Getty Images
Przemyslaw Szymanski

13. August 2026, 16:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Seit dem 11. August 2026 gelten bei Bumble neue Regeln für den Start einer Unterhaltung. Die Dating-App hat damit eine Funktion verändert, die sie seit ihrer Einführung im Jahr 2014 von vielen Wettbewerbern unterschied. Bisher konnten nach einem Match ausschließlich Frauen die erste Nachricht verschicken. Nun dürfen beide Seiten den Gesprächsbeginn übernehmen.

Nach Angaben des Unternehmens reagiert Bumble damit auf veränderte Erwartungen beim Online-Dating. Grundlage für die Entscheidung ist eine vom Unternehmen beauftragte Befragung von 1000 Singles im Alter von 18 bis 35 Jahren in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass sich 55 Prozent der Frauen sicherer fühlen, wenn sie selbst entscheiden, wann ein Gespräch beginnt. Gleichzeitig bewerteten insbesondere jüngere Frauen es positiv, wenn auch Männer den ersten Schritt machen können.

Neue Regeln für den Start von Gesprächen

Trotz der Änderung verzichtet Bumble nicht komplett auf Vorgaben. Zwar können beide Personen nach einem Match eine erste Nachricht senden, der eigentliche Chat startet jedoch erst dann vollständig, wenn diese Nachricht beantwortet wurde. Außerdem will die Plattform weiterhin verhindern, dass Unterhaltungen mit wenig aussagekräftigen Nachrichten beginnen. Wer lediglich ein einzelnes Wort oder eine sehr kurze Nachricht verschickt, erhält einen Hinweis. Dieser soll dazu anregen, den Gesprächseinstieg persönlicher zu formulieren.

Auch bei den Reaktionszeiten passt Bumble die bisherigen Regeln an. Während bislang innerhalb von 24 Stunden geantwortet werden musste, verlängert sich das Zeitfenster künftig auf 72 Stunden. Nach Angaben des Unternehmens kamen entsprechende Produkttests gut an. Mehr als die Hälfte der Befragten erklärte, dass die längere Frist ihre Erfahrungen mit der App verbessert habe.

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Tests zeigen mehr Gespräche

Laut Bumble führten Tests in Kanada dazu, dass Nutzer häufiger eine Unterhaltung begannen. Besonders deutlich fiel der Effekt bei Frauen aus. Dort entwickelte sich aus einer ersten Nachricht häufiger ein tatsächliches Gespräch.

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Nach Unternehmensangaben nahm die Zahl der Gespräche bei Frauen mehr als doppelt so stark zu wie bei Männern. Gleichzeitig erklärten 92 Prozent der befragten Frauen, weiterhin das Gefühl zu haben, die Kontrolle über die Situation zu behalten.

Anleger reagieren positiv auf die Änderung

Auch an der Börse wurde die Ankündigung positiv aufgenommen. Die Aktie von Bumble (BMBL) legte am 11. August 2026 um 5 Prozent zu.

Trotz dieses Anstiegs bleibt die Entwicklung auf Jahressicht negativ. Nach Unternehmensangaben liegt die Aktie seit Jahresbeginn weiterhin rund 22 Prozent im Minus. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat das Papier zudem mehr als 55 Prozent seines Werts verloren.

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