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Neue Umfrage

Schlimmer als Tod von Liebsten! Diese Tech-Erfindung macht Angst

Frau sitzt vor einem Monitor und schaut erschrocken
Die US-Amerikaner haben in einer Umfrage ihre größten Ängste verraten – darunter auch KI Foto: Getty Images
Woon-Mo Sung
Redakteur

28. Oktober 2026, 12:17 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kriege, Katastrophen und andere Beinahe-Kataklysmen, bei den täglichen Schlagzeilen in den Nachrichten kann einem Angst und Bange werden. Aber wovor fürchten sich die Menschen aktuell am meisten? Laut einer Umfrage hat es ein Thema aus der Technikwelt zu einer überraschend hohen Platzierung geschafft: Offenbar haben viele Menschen Angst vor KI.

US-Amerikaner haben Angst vor KI

Das geht aus der Umfrage der Chapman University zum Thema „Amerikanische Ängste“ hervor, die jährlich durchgeführt wird. Diese zeigt, dass US-Amerikaner aktuell offenbar besonders viel Angst vor KI haben. Tatsächlich ist es das erste Mal, dass Künstliche Intelligenz in die Top 10 der größten Sorgen der US-Bevölkerung Einzug gehalten hat. Und das sogar weit oben: Mit einem Ergebnis von 51,9 Prozent und 49,7 Prozent landete die KI-Angst auf dem dritten und siebten Platz.

Es ist aber nicht einfach nur eine allgemeine Furcht vor der neuen Technologie. Konkret geht es um die Sorge davor, dass KI politischen und ökonomischen Einfluss nehmen könnte. Wie Christopher Bader, Soziologieprofessor und Gründer der Umfrage, erklärt, gehe es also nicht nur um die Gefahren für die Arbeit.

Dass das Ergebnis kein Einzelfall ist, legt zusätzlich eine Umfrage von „Politico“ nahe. Auch dort äußerte die Mehrheit der Leser die Sorge, dass KI eines Tages die gesamte Menschheit auslöschen könnte.

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KI-Nutzer etwas weniger ängstlich

Der richtige Kontext darf allerdings nicht vernachlässigt werden. So heißt es bei der Chapman University, dass Menschen auf neue Technologien positiver reagieren, wenn sie Dinge verbessern, erweitern oder grundsätzlich erst ermöglichen. Das gelte auch für KI.

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Ferner würde sich die regelmäßige Nutzung auf die Angst vor KI zumindest etwas auswirken. Unter jenen, die KI mindestens einmal pro Woche verwenden, befürchten 46 Prozent, sie könnte das politische System beschädigen. Unter Personen, die keine KI nutzen, beläuft sich der Wert hingegen auf 55 Prozent. Allerdings handele es sich lediglich um eine Korrelation, nicht um Kausalität.

Was mehr oder weniger Angst als KI macht

Interessant sind vor diesem Hintergrund auch die übrigen Platzierungen über und unter der KI: 61,1 Prozent der Befragten fürchten korrupte Regierungsmitglieder, dahinter kommt die Angst vor der US-amerikanischen Beteiligung an einem möglichen Dritten Weltkrieg.

KI jagt der US-amerikanischen Bevölkerung wiederum mehr Angst ein als etwa die eigenen Liebsten ernsthaft erkranken oder sterben zu sehen. Ebenfalls platziert sind ein allgemeiner ökonomischer Kollaps, eine Regierung, die persönliche Informationen verfolgt, biologische Kriegsführung und ein Terroranschlag.

Bader zufolge wird sich so schnell nichts am Ergebnis ändern. Er und sein Team erwarten, dass die Angst vor KI ein signifikanter Teil landesweiter Diskurse noch für die kommenden Jahre sein wird.

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