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Tracker statt Suche

Neue Google-Funktion hilft bei verlorenem Gepäck

Gepäckablage mit Koffern
Mit Googles Ortungsnetz sollen Reisende verlorene Koffer leichter finden Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski

9. März 2026, 7:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach der Landung geht für viele Reisende der Blick zuerst zum Gepäckband. Ein kurzer Check auf die Anzeige, dann beginnt das Warten. Während Koffer um Koffer auf dem Band vorbeifährt, bleibt der eigene manchmal verschwunden. Verlorenes Gepäck gehört zu den frustrierendsten Situationen auf Reisen.

Genau hier setzt eine neue Funktion von Google an. Das Unternehmen erweitert sein Android-Ortungsnetzwerk, um die Suche nach verschwundenem Reisegepäck zu erleichtern. Künftig kann das System dabei helfen, verlorene Koffer schneller zu finden. Die Idee dahinter: Reisende sollen den Standort ihres Gepäcks besser nachvollziehen und im Fall eines Verlusts einfacher mit der Airline teilen können.

Plattform Find Hub wird erweitert

Im Zentrum der neuen Funktion steht die Plattform „Find Hub“. Dahinter steckt das Netzwerk, das in Deutschland unter dem Namen „Mein Gerät finden“ bekannt ist. Über diese Plattform lassen sich bereits verschiedene Geräte lokalisieren, etwa Smartphones, Kopfhörer oder andere elektronische Geräte.

Künftig soll das System auch beim Auffinden von Reisegepäck helfen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein kompatibler Bluetooth-Tracker im Koffer. Dieser muss mit dem Android-Netzwerk verbunden sein. Ist das der Fall, kann der Standort des Trackers über die entsprechende App auf einer Karte angezeigt werden.

Standort lässt sich mit Airlines teilen

Bleibt ein aufgegebener Koffer am Zielflughafen verschwunden, können Nutzer den Standort ihres Trackers mit der Fluggesellschaft teilen. Dafür stellt die App einen speziellen Link bereit. Mitarbeiter der Airline können über diesen Link sehen, wo sich das Gepäck zuletzt befunden hat. Das soll die Suche erleichtern und dabei helfen, verlorene Koffer schneller wiederzufinden. Airlines erhalten damit eine zusätzliche Information, die bei der Bearbeitung einer Verlustmeldung helfen kann.

Der Zugriff auf die Standortdaten ist laut Google zeitlich begrenzt. Der Link, über den Airlines den Standort sehen können, lässt sich jederzeit deaktivieren. Außerdem läuft er automatisch nach sieben Tagen ab. So soll sichergestellt werden, dass nur die Personen Zugriff auf die Standortinformationen erhalten, die den Link tatsächlich bekommen haben. Google betont zudem, dass die Standortdaten verschlüsselt übertragen werden.

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Auch andere Tech-Konzerne aktiv

Die Idee, verlorenes Gepäck über Ortungssysteme leichter zu finden, ist allerdings nicht neu. Auch andere Technologieunternehmen kooperieren bereits mit Fluggesellschaften. Samsung arbeitet seit Dezember 2025 mit Turkish Airlines zusammen. Reisende können den Standort eines Koffers mit Galaxy SmartTag über einen Link direkt an eine Verlustmeldung anhängen. In der SmartThings-Find-App lässt sich außerdem ein Foto des Gepäcks speichern, um die Zuordnung zu erleichtern.

Noch weiter verbreitet ist das Netzwerk von Apple. Das Ortungssystem „Wo ist?“ des Unternehmens aus Cupertino wird inzwischen von mehr als 30 Fluggesellschaften unterstützt.

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Kooperation mit mehreren Fluggesellschaften

Auch Google setzt bei seiner neuen Funktion auf Partnerschaften mit Airlines. Zum Start arbeitet das Unternehmen mit mehreren internationalen Fluggesellschaften zusammen. Dazu gehören Aer Lingus, British Airways, Cathay Pacific, Iberia und Singapore Airlines. Außerdem sind mehrere Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe beteiligt. Dazu zählen Lufthansa selbst, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings.

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