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TECHBOOK klärt auf

Achtung vor Job-Betrug auf Ebay Kleinanzeigen!

Job-Betrug auf Ebay Kleinanzeigen: 2 Arten, die Nutzer kennen sollten
Ob Laptop-, Handy-, Uhr- oder Jobinserat – Betrug auf Ebay Kleinanzeigen kann sowohl Waren als auch Dienstleistungen betreffen.Foto: Getty Images

Auf Ebay Kleinanzeigen sind nicht nur Waren-Transaktionen Ziel von Betrug. Auch Dienstleistungs- und Jobinserate können unter Umständen gefälscht sein. TECHBOOK erklärt, welche Fake-Jobs es gibt und woran Sie diese erkennen.

Auf Ebay Kleinanzeigen werden nicht nur Autos, Möbel oder altes Kinderspielzeug verkauft. Inzwischen kann man über den Online-Marktplatz auch auf Jobsuche gehen. Babysitter, Kellner und Aushilfen auf dem Weihnachtsmarkt sind beliebte Stellenausschreibungen. Doch auch hinter einer Stellenanzeige auf Ebay Kleinanzeigen kann sich ein Betrug verstecken, der Sie als Arbeitnehmer in ernsthafte Schwierigkeiten bringen kann.

Dazu passend: Tipps, um Betrüger auf Ebay Kleinanzeigen zu entlarven

Job-Betrug auf Ebay Kleinanzeigen

Job-Betrug auf Ebay Kleinanzeigen klingt für viele unrealistisch. Was ist denn ein Fake-Job? Man merkt doch wohl, ob es sich um einen echten Job handelt oder nicht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es handelt sich zwar um echte Tätigkeiten, doch sind diese in illegale Aktivitäten verwickelt. Hinter der Stellenanzeige auf Ebay Kleinanzeigen als Paketempfänger oder Zahlungsverwalter steckt in Wahrheit eine Stelle als Betrugshelfer.

Problematisch ist auch, dass der Job-Betrug nicht unmittelbar aus den Inseraten auf Ebay Kleinanzeigen zu erkennen ist. Die kriminellen Arbeitgeber locken oft mit bis ins Detail ausgestalteten fingierten Firmenauftritten und mit täuschend echt wirkenden Arbeitsverträgen. Nutzer, die auf Ebay Kleinanzeigen nach Jobs suchen, sollten deshalb zweimal hinschauen, bevor sie einen Job annehmen. Zwei beliebte Jobs, hinter denen meist ein Betrug steckt, sind Paketempfänger und Zahlungsverwalter.

Auch interessant: Dreiecksbetrug auf Ebay Kleinanzeigen kann jeden treffen!

Paketempfänger

Sie sehen eine Stellenanzeige als Paketempfänger, für die Sie nicht einmal Ihr Eigenheim verlassen müssen und denken, das klingt zu gut, um wahr zu sein? Ganz genau! Bei solchen Job-Angeboten ist Vorsicht geboten, da es sich unter Umständen um einen Betrug auf Ebay Kleinanzeigen handeln kann.

Der unwissende Arbeitnehmer soll in diesem Fall Pakete empfangen und an den Arbeitgeber bzw. an einen von diesem bestellten Abholer weiterreichen. Was der Arbeitnehmer nicht weiß: Beim Inhalt der Pakete handelt es sich um Waren, die der vermeintliche Arbeitgeber von arglosen Verkäufern auf Online-Plattformen ergaunert hat. Der Betrüger hat beim Kauf der Waren schlichtweg die Privatadresse des ahnungslosen Arbeitnehmers als Lieferadresse angegeben. Damit führt die Spur nicht zum eigentlichen Betrüger, sondern zu Ihnen. Aus dem Traum eines einfachen Jobs als Paketempfänger wird somit schnell ein Alptraum mit illegalen Zügen.

Zahlungsverwalter – unschuldige Geldwäsche

Dieser Betrug funktioniert ähnlich wie der des Paketempfängers auf Ebay Kleinanzeigen, allerdings dauert die Masche in der Regel nur wenige Tage. Der nichtsahnende Arbeitnehmer wird gebeten, Gelder auf seinem privaten Bankkonto zu empfangen. In Absprache mit dem vermeintlichen Arbeitgeber darf er einen vereinbarten Betrag behalten – wie eine Provision – und überweist den Restbetrag auf ein bestimmtes Geschäftskonto weiter.

Problematisch ist, dass die Gelder von betrogenen Käufern kommen, die eine Ware gekauft, per Überweisung auf das Konto des Arbeitnehmers gezahlt haben und auf deren Lieferung warten. Die Ware wird aber nie versendet. Der Käufer bekommt dies natürlich mit und verlangt sein Geld zurück. Doch nicht von Ihrem Arbeitgeber, sondern von Ihnen. Schließlich hat er Ihnen das Geld überwiesen. Sie haben aber weder das Geld, noch die Ware. Sie wurden als unwissender Mittelsmann benutzt und sind Mittäter im Betrug auf Ebay Kleinanzeigen geworden. Dabei haben Sie doch nur Geld empfangen und weitergeleitet. Doch so einfach ist es in solchen Fällen nicht mehr.

Wird der Betrug durch die Bank oder eine Anzeige der Geschädigten bei der Polizei aufgedeckt, hat das auch für Sie als ahnungslosen „Zahlungsverwalter“ straf- und zivilrechtliche Folgen, da Sie sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben – auch wenn Sie nichts davon wussten. Experten nennen diesen Vorgang auch „Money Muling“ – die Mittäter werden schließlich zu „Maultieren“ der Hintermänner.

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