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Wie Sie sich schützen

Dreiecksbetrug auf Ebay Kleinanzeigen kann jeden treffen!

Ebay Kleinanzeigen Betrug erkennen
Schützen Sie sich als Käufer und Verkäufer und erkennen Sie Betrug auf Ebay KleinanzeigenFoto: Getty Images

Betrug auf Ebay Kleinanzeigen ist keine Seltenheit. Doch falsche Anzeigen und vermeintliche Verkäufer sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Insbesondere der Dreiecksbetrug gilt als beliebter Trick. TECHBOOK erklärt Ihnen, wie Sie sich schützen können.

Ebay Kleinanzeigen ist das beliebteste Portal, wenn um es den Online-Handel von Waren aus zweiter Hand geht. Von Spielzeug über Möbel bis hin zu Autos und Immobilien – es gibt ein Inserat für alles. Doch Achtung: nicht jede Anzeige ist echt. Es handelt sich möglicherweise um einen Betrugsversuch. Der Dreiecksbetrug gilt als besonders perfide Masche. Es gibt einige Hinweise, mit denen Sie den Betrug auf Ebay Kleinanzeigen erkennen und sich als Käufer oder Verkäufer schützen können.

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Wie funktioniert der Dreiecksbetrug?

Um den Betrug auf Ebay Kleinanzeigen zu erkennen, muss man verstehen, wie er funktioniert. Beim Dreiecksbetrug sind – wie der Name schon erahnen lässt – drei Personen involviert: Der Verkäufer, der Betrüger und der Käufer.

Der Betrug könnte folgendermaßen ablaufen. Stellen Sie sich vor, ein Verkäufer inseriert auf Ebay Kleinanzeigen ein MacBook. Der Betrüger wird auf diese Anzeige aufmerksam und erstellt nun eine identische Anzeige zu demselben MacBook mit denselben Verkaufskonditionen. Währenddessen meldet er sich bei dem eigentlichen Verkäufer des MacBooks und teilt diesem mit, dass er Interesse daran hat zu kaufen und fragt nach seinen Zahlungsdaten. Bis zu diesem Punkt handelt es sich eigentlich um einen ganz normalen Kaufprozess auf Ebay Kleinanzeigen.

Der eigentliche Betrug beginnt in dem Moment, wo sich ein Interessent auf die gefälschte Anzeige des Betrügers meldet und das MacBook vom Betrüger kaufen möchte. Auch der Interessent fragt nach den Zahlungsdaten, doch der Betrüger übermittelt nicht seine eigenen, sondern die Zahlungsdaten des ursprünglichen Verkäufers auf Ebay Kleinanzeigen.

Der ahnungslose Interessent bezahlt den Betrag und informiert den Betrüger, welcher die Informationen an den eigentlichen Verkäufer weiterleitet. Der Verkäufer schöpft keinen Verdacht und schickt das MacBook an die vom Betrüger angegebene Adresse. Der arglose Käufer meldet sich nach einer Weile und fragt nach dem Versandstatus des MacBooks. Doch der Betrüger ist mit diesem inzwischen untergetaucht.

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Was können Sie tun, wenn Sie in einen Betrug auf Ebay Kleinanzeigen verwickelt wurden?

Haben Sie für eine Ware auf eBay Kleinanzeigen bezahlt, die nicht bei Ihnen angekommen ist und der Verkäufer scheint wie vom Erdboden verschluckt? Dann sind Sie womöglich Opfer von Betrug auf eBay Kleinanzeigen geworden. Doch keine Panik: Den Schaden trägt in der Regel der Verkäufer, da der arglose Käufer Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises hat.

Wenn Sie einen Betrug erkannt haben, sollten Sie diesen umgehend bei eBay Kleinanzeigen melden und um eine Klärung Ihres Falls bitten. Haben Sie mit Paypal-Käuferschutz bezahlt, besteht die Möglichkeit das Geld über Paypal zurückzuholen, wenn kein Nachweis vom Verkäufer erbracht wird, dass die Ware versendet wurde. Da der Betrüger mit der Ware längst verschwunden ist, bleibt der Nachweis aus und Sie erhalten Ihr Geld in der Regel zurück. Der Leidtragende ist diesem Fall der eigentlich Verkäufer, der nun weder die Ware noch das Geld erhält.

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Was macht eBay Kleinanzeigen, um Betrug zu verhindern?

Auch wenn eBay Kleinanzeigen nicht jede Anzeige auf einen möglichen Betrug kontrollieren kann, bietet die Plattform Möglichkeiten, um den Kauf und Verkauf von Waren sicher durchzuführen.

„Sicher bezahlen“-Funktion

Um Käufer und Verkäufer vor Betrug zu schützen, hat eBay Kleinanzeigen im Oktober 2020 sein eigenes Bezahlsystem eingeführt. Ähnlich wie beim Paypal-Käuferschutz bietet „Sicher bezahlen“ dem Käufer bzw. Verkäufer Schutz.

Dafür zahlt der Käufer eine Gebühr in Abhängigkeit von der vereinbarten Kaufsumme. Für den Verkäufer ist die Nutzung der Funktion kostenlos. „Sicher bezahlen“ sorgt dafür, dass der Käufer das Geld zurückerhält, falls die Ware nicht ankommt oder stark von der Beschreibung abweicht.

Im Fall des oben beschriebenen MacBook-Verkaufs, sind somit sowohl Käufer als auch Verkäufer auf eBay Kleinanzeigen vor Betrug geschützt. Das Geld wird nämlich erst an den Verkäufer ausgezahlt, wenn der Käufer den Erhalt der Ware bestätigt hat. Ein weiteres Plus: Die Zahlungsdaten der Beteiligten bleiben während der gesamten Transaktion geheim – Käufer und Verkäufer müssen diese nicht gegenseitig offenlegen.

Wie können Sie den Betrug auf eBay Kleinanzeigen erkennen und sich schützen?

Betrug auf Ebay Kleinanzeigen ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Deshalb sollten Sie sich so gut es geht schützen. Dazu gehört:

Seriöse Anbieter erkennen

Verkäufer, die den persönlichen Kontakt ablehnen oder über anderen Kanälen (E-Mail, Messenger Apps) kommunizieren wollen, sollten Ihnen sofort verdächtig sein. Betrüger reduzieren den Kontakt auf ein Minimum und möchten den Kauf nicht über Ebay Kleinanzeigen abwickeln.

Deshalb raten wir Ihnen: Kommunizieren Sie nur über Ebay Kleinanzeigen und prüfen Sie die Verkäufer genau, um sich vor Betrug zu schützen. Wie lange ist er oder sie schon auf Ebay Kleinanzeigen angemeldet? Rufen Sie die angegebene Nummer an, um zu überprüfen, ob sie wirklich dem Verkäufer gehört.

Dazu passend: Tipps, um Betrüger auf Ebay Kleinanzeigen zu entlarven

Sichere Zahlungsmethode wählen

Bezahlen Sie mit Käuferschutz – ob über die „Sicher bezahlen“-Funktion oder Paypal. So können Sie sich als Käufer und Verkäufer auf Ebay Kleinanzeigen vor Betrug schützen.

Grundsätzlich gilt: Wenn der Ebay-Kleinanzeigen-Verkäufer eine Zahlungsbestätigung (z. B. per E-Mail) erhalten möchte, sollten sie den Geldeingang immer auch direkt in ihrem jeweiligen Konto bzw. in der jeweiligen App prüfen. Betrüger versenden oft gefälschte Zahlungsnachweise.

Verkäufer sollten eine persönliche Abholung der Ware ausschließen, da die Übergabe auf diese Weise nicht sicher nachgewiesen werden kann und der Betrug damit erleichtert wird. Auch Bargeld in einem Briefumschlag sollte weder als Bezahlmethode angewendet, noch von Verkäufern akzeptiert werden.

Gefälschte Dokumente erkennen

Ausweise, Arbeitsverträge, Überweisungsbelege – alles leicht zu fälschende Dokumente, die verboten echt aussehen. Seien Sie deshalb solange misstrauisch, bis die Echtheit nachgewiesen wurde.

Sie sollten Firmenangaben in Dienstleistungs- oder Jobinseraten zunächst über Internet-Suchmaschinen prüfen. Bei konkreten Jobangeboten gilt es, alle Angaben auf Plausibilität zu prüfen. Was ist der Arbeitsauftrag? Ist die Aufgabe sinnvoll und logisch? Ist die angegebene Bezahlung dafür verhältnismäßig?

Daten schützen

Geben Sie nicht leichtfertig Bankdaten, Personalausweisdaten oder Accountdaten heraus. Sie sollten auch niemals Kopien dieser Daten an andere übermitteln. Handelt es sich um einen Betrugsversuch, können Ihre Daten genutzt werden, um Bankkonten oder Online-Accounts zu eröffnen, die für illegale Aktionen missbraucht werden.

Quelle

Ebay Kleinanzeigen

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