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DuoBell von Škoda

Kopfhörer auf? Diese Fahrradklingel hört man trotzdem

Nahaufnahme eines Fahrradfahrers
Tests zeigen, dass die DuoBell deutlich früher wahrgenommen wird als herkömmliche Fahrradklingeln im Stadtverkehr Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski

25. April 2026, 16:29 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Im Stadtverkehr reicht oft ein kurzer Klingelton, um andere auf sich aufmerksam zu machen. In der Praxis funktioniert das jedoch immer seltener. Der Grund liegt in der zunehmenden Nutzung von Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung. Diese Technik blendet viele Umgebungsgeräusche gezielt aus. Für Radfahrer entsteht dadurch ein Problem, weil klassische Fahrradklingeln oft nicht mehr gehört werden. Škoda reagiert darauf mit einer neuen Lösung und stellt die sogenannte DuoBell vor.

Die neue Klingel nutzt gezielt eine Schwachstelle vieler Kopfhörer aus. Untersuchungen zeigen, dass im Bereich zwischen 750 und 780 Hertz oft eine Lücke besteht. Diese wird von Noise-Cancelling-Systemen nicht zuverlässig gefiltert. Die Entwickler bezeichnen diesen Bereich als „Safety Gap“. Genau dort setzt die DuoBell an. Sie erzeugt einen Ton in diesem Frequenzfenster, der trotz aktiver Geräuschunterdrückung wahrnehmbar bleibt. Zusätzlich kombiniert das System zwei leicht unterschiedliche Frequenzen, um die Erkennbarkeit weiter zu erhöhen.

Wie die DuoBell Noise-Cancelling umgeht

Der gewählte Frequenzbereich bringt jedoch technische Herausforderungen mit sich. Tiefe Töne erfordern normalerweise größere Klingeln. Škoda löst dieses Problem mit einer angepassten Bauweise. Die Materialstärke wird reduziert und das Metall gezielt eingeschnitten. So entsteht die gewünschte Klangcharakteristik, ohne dass die Klingel deutlich größer wird. Die Größe bleibt damit alltagstauglich.

Erste Tests zeigen, wie sich die DuoBell im Vergleich verhält. An der University of Salford wurde die Klingel in einer Virtual-Reality-Umgebung untersucht. Dabei wurde sie im Schnitt aus rund 22 Metern Entfernung wahrgenommen. Zudem fiel die Reaktion etwa fünf Sekunden früher aus als bei herkömmlichen Modellen. Anschließend wurde die Klingel auch im realen Straßenverkehr getestet, unter anderem im Londoner Stadtverkehr, gemeinsam mit dem Lieferdienst Deliveroo.

London eignet sich besonders für solche Tests. Prognosen zufolge könnte dort die Zahl der Radfahrer erstmals höher sein als die der Autofahrer. Gleichzeitig steigt das Risiko von Zusammenstößen mit unaufmerksamen Fußgängern. Laut Verkehrsdaten nahm die Zahl solcher Vorfälle allein im Jahr 2024 um 24 Prozent zu.

Auch interessant: Sind Kopfhörer beim Fahrradfahren eigentlich erlaubt?

Noch kein Termin für den Verkaufsstart

Die DuoBell ist derzeit noch nicht im Handel erhältlich. Skoda plant jedoch, die Klingel gemeinsam mit Partnern auf den Markt zu bringen. Ein konkreter Termin für den Verkaufsstart steht bislang nicht fest.

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