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Wireless Charging

Die wichtigsten Fragen zum drahtlosen Laden von Smartphones beantwortet

Smartphone auf Wireless Charger
Mit Apples AirPower lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig ladenFoto: Getty Images

Drahtloses Laden wird bereits von vielen Smartphones unterstützt. Aber lohnt sich ein Umstieg wirklich oder hat die Technik noch zu viele Kinderkrankheiten? TECHBOOK klärt die sechs wichtigsten Fragen zum Thema drahtloses Laden.

Drahtloses Laden verspricht viele Vorteile. Hoher Komfort, schnelle Energieübertragung und vor allem kein lästiger Kabelsalat mehr. Aber was können Ladestationen mit Wireless Charging wirklich? Ist die Technik besser als das klassische Kabel oder schadet sie am Ende sogar dem Akku? Diesen und weiteren Fragen zum drahtlosen Laden geht TECHBOOK auf den Grund.

Welche Smartphones unterstützen drahtloses Laden?

Während Apple relativ spät auf den Zug aufgesprungen ist und drahtloses Laden erst seit dem iPhone 8 unterstützt, können viele Android-Telefone schon seit Längerem auf ein Ladekabel verzichten. Samsung bietet den Service zum Beispiel schon seit dem Galaxy S6 an, bei OnePlus ist er seit der 8er Generation möglich und bei Xiaomi gehört Wireless Charging mittlerweile ebenfalls zum Standard. Grundsätzliche Aussagen lassen sich aber nicht tätigen. Es sind zumeist die mittelpreisigen bis teuren Modelle, die drahtloses Laden unterstützen. Halten Sie daher immer nach einem Qi-Symbol auf der Verpackung Ausschau.

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Lädt mein Handy beim drahtlosen Laden schneller auf?

Diese Antwort in den meisten Fällen: nein. Oft laden die Stationen nur mit 7,5 bis 15 Watt. Je höher aber die Wattzahl ist, desto schneller lädt das Telefon. Oppo hat 2020 beispielsweise einen Wireless Charger mit 65 Watt vorgestellt, im Durchschnitt unterstützen die Smartphones mit drahtloser Schnellladetechnik aber etwa 30 Watt.

Schadet drahtloses Laden dem Akku?

Drahtloses Laden verringert in der Praxis tatsächlich die Lebenszeit des Akkus. Das liegt nicht an der Technik selbst, sondern am veränderten Ladenverhalten. Anstatt das Smartphone einmal am Tag (meist über Nacht) anzuschließen, laden die Stationen dazu ein, das Telefon ständig darauf zu legen und damit immer wieder einen neuen Ladevorgang zu starten. Genau danach richtet sich aber die Langlebigkeit eines Akkus. Apple gibt für sein iPhone zum Beispiel 500 Ladevorgänge an, bis die Leistung nachlässt.

Tipp: Nutzen Sie Ihre kabellose Ladestation nicht als Ablage, sondern wirklich nur zum Laden.

Kann ich jede Ladestation für mein Handy benutzen?

Mittlerweile hat sich der sogenannte „Qi-Standard“ als alleinige Methode durchgesetzt. Deshalb sind so gut wie alle Qi-Ladestationen mit allen Qi-Smartphones kompatibel.

Ist die Strahlung schädlich?

Nein. Die Strahlung, die von den Induktionsschleifen ausgeht, ist extrem gering. Selbst wenn die Station neben dem Bett steht, haben Sie nichts zu befürchten.

Welche Nachteile hat das drahtlose Laden?

Vor allem im täglichen Gebrauch erweist sich eine Ladestation oft als unpraktisch. Im Gegensatz zu einem Kabel packen Sie das Gerät nicht mal eben in die Hosentasche, wenn Sie unterwegs laden möchten. Der größte Nachteil gegenüber dem Ladekabel ist aber ein anderer: Sie können Ihr Smartphone nicht bedienen, während es lädt. Jedes Aufheben des Geräts unterbricht schließlich die Verbindung.

Wireless Charging ist nur eine Alternative

Ein kompletter Umstieg auf drahtloses Laden ist nicht vollständig zu empfehlen. Zwar werden die Nachteile gegenüber kabelgebundenem Laden mit der Zeit geringer – man denke an die schnelleren Ladezeiten durch höhere Wattzahlen. Doch gibt es eben auch noch negative Aspekte wie die Wärmeentwicklung und den Akkuverschleiß. Als Erweiterung zum klassischen Ladekabel ist eine Ladestation aber vor allem wegen dem schöneren Aussehen durchaus sinnvoll.

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