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Nach Supermärkten

Jetzt auch Cyberangriff auf Blutvorräte! Hacker manipulieren Kühlanlagen

Mehrere Beutel mit Blut hängen an einer Metallschiene, während eine behandschuhte Hand einen der Beutel berührt.
Hacker programmierten mehrere Kühlschränke mit Blutvorräten von minus 30 auf 110 Grad um Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

5. November 2026, 10:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Hacker haben offenbar Kühlschränke mit lebensrettenden Blutvorräten ins Visier genommen. Unbekannte Angreifer programmierten mehrere Kühlanlagen von minus 30 Grad auf 110 Grad um. Die betroffenen Geräte lagerten Blutprodukte. Ein Techniker bemerkte den Eingriff jedoch rechtzeitig, sodass keine Schäden entstanden.

Blutkonserven bleiben unbeschädigt

Der französische Blutspendedienst bestätigte den Cyberangriff auf drei Anlagen eines Dienstleisters. Die gelagerten Blutprodukte konnten gerettet werden. „Die Sicherheit der Produkte wurde nicht beeinträchtigt“, sagte der Leiter des Blutspendedienstes, Frédéric Pacoud, dem Sender BFM.

Ohne die schnelle Entdeckung hätte der Angriff deutlich schwerwiegendere Folgen haben können. In den Kühlschränken befanden sich Plasmabeutel, die für Transfusionen vorgesehen waren, sowie Plasma für die Herstellung von Medikamenten. Die Angreifer nutzten offenbar aus, dass sich die Betriebstechnik der Anlagen online steuern lässt. Die französische Cybersicherheitsbehörde und das Gesundheitsministerium des Landes ermitteln.

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Hacker greifen auch Kühlanlagen in Supermärkten an

Es ist nicht der erste Angriff dieser Art. In den vergangenen Tagen gerieten Kühlungsanlagen für Lebensmittel in Supermärkten in Deutschland, Belgien, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumänien und Schweden ins Visier von Hackern.

Bereits vor drei Wochen hatte es einen massiven Cyberangriff auf veraltete Kühlanlagen eines dänischen Herstellers in französischen Supermärkten gegeben. Die Folgen waren dort deutlich spürbarer. Große Mengen an Lebensmitteln musste man entsorgen.

Auch bei diesen Angriffen spielte die Online-Steuerung der Anlagen eine Rolle. Nach Ansicht von Experten sind solche industriellen Systeme besonders anfällig, weil sie IT-Systeme mit häufig veralteten Anlagen verbinden.

Mehr zu dem Thema: Hacker nehmen deutsche Supermärkte ins Visier

Angriffe können Folgen in der realen Welt haben

Gelingt es Cyberkriminellen, in solche Systeme einzudringen, können sie darüber Maschinen übernehmen. Anders als bei einem Angriff, der sich ausschließlich auf digitale Daten auswirkt, können dadurch auch direkte Störungen in der realen Welt entstehen.

Die jüngsten Attacken auf Kühlanlagen zeigen das mögliche Ausmaß: Beim Angriff auf die Blutvorräte verhinderte ein Techniker rechtzeitig Schäden. Die betroffenen Supermärkte mussten dagegen große Mengen verdorbener Lebensmittel wegwerfen. Wer für die verschiedenen Angriffe verantwortlich ist und welches Motiv dahintersteckt, ist bislang unklar.

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