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Studie warnt

Hackerangriffe auf Autos! Diese Sicherheitslücken werden zur Gefahr

Hacker nehmen vermehrt vernetzte Autos ins Visier
Hacker nehmen vermehrt vernetzte Autos ins Visier Foto: Getty Images

30. Oktober 2026, 17:32 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Je stärker moderne Autos vernetzt sind, desto größer wird die Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Eine Untersuchung zeigt, dass sich die Sicherheitsprobleme zunehmend vom Fahrzeug selbst auf Apps und Cloud-Dienste verlagern.

Sicherheitslücken verlagern sich

Moderne Fahrzeuge sind längst Computer auf Rädern. Sie kommunizieren mit Hersteller-Servern, übertragen Daten über das Mobilfunknetz und lassen sich teilweise per Smartphone-App öffnen oder steuern. Diese Vernetzung bringt viele praktische Funktionen, schafft gleichzeitig aber zusätzliche Angriffsmöglichkeiten.

Laut einem Bericht von „BasicThinking“ untersuchten Forscher 413 gemeldete Schwachstellen in Automobilsoftware aus den Jahren 2022 bis 2024 und verglichen sie mit Fällen aus dem vorherigen Jahrzehnt. Dabei zeigte sich eine deutliche Verschiebung: Der Anteil der Sicherheitslücken in Apps, Websites und Cloud-Diensten hat sich demnach fast verdreifacht. Neben Fahrzeugfunktionen sind dadurch auch persönliche Informationen gefährdet, etwa gespeicherte Wohnorte, Fahrtstrecken oder Fahrtzeiten.

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Alte Fehler treffen auf moderne Autos

Für erfolgreiche Angriffe braucht es offenbar nicht immer neue oder besonders ausgefeilte Methoden. Bei ihrer Analyse stießen die Forscher unter anderem auf seit der Installtion nicht mehr geänderte Passwörter. Solche grundlegenden Fehler eröffnen Cyberkriminellen bekannte Wege in vernetzte Systeme.

Besonders kritisch sehen die Wissenschaftler das Infotainment-System. Darüber laufen beispielsweise Navigation, Musik und weitere digitale Dienste. Problematisch wird es, wenn diese Technik nicht ausreichend von sicherheitsrelevanten Bereichen getrennt ist. Dann könnte ein erfolgreicher Angriff auf das Infotainment theoretisch den Weg zu weiteren Systemen des Fahrzeugs öffnen.

Wenn Hacker bis zur Fahrzeugsteuerung gelangen

Dass solche Angriffe grundsätzlich möglich sind, demonstrierten Sicherheitsforscher bereits 2015. Über das Mediensystem eines Fahrzeugs gelangten sie in weitere Bereiche und griffen auf Lenkung, Bremsen und Gaspedal zu. Laut der aktuellen Untersuchung stellte man vergleichbare Schwachstellen auch im Zeitraum von 2022 bis 2024 fest.

Die Forscher sehen deshalb vor allem die Autohersteller in der Pflicht. Systeme, die für die eigentliche Fahrzeugsteuerung zuständig sind, sollten konsequent von Infotainment, Apps und anderen vernetzten Diensten getrennt werden. Zusätzlich ist eine Absicherung besonders sensibler Bereiche erforderlich. Denn mit jeder zusätzlichen Online-Funktion wächst potenziell auch die digitale Angriffsfläche eines Autos.

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