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Abo nach Kauf

Gesundheitsdaten teilen kostet extra

Nahaufnahme eines Smartphones auf einer Holzoberfläche. Auf dem Display werden Gesundheitsdaten angezeigt, darunter ein BMI von 26,6, ein Gewicht von 84,27 Kilogramm und ein Körperfettanteil von 16,9 Prozent. Neben den Werten sind kleine Verlaufsgrafiken zu sehen.
Withings macht die automatische Übertragung von Gesundheitsdaten an Drittanbieter für neue Konten kostenpflichtig Foto: picture alliance / M.i.S.
Volontär

16. Oktober 2026, 15:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Wer Gesundheitsdaten verschiedener Geräte an einem Ort bündeln möchte, braucht dafür oft die Verbindung mehrerer Apps. Bei Withings ist genau diese automatische Übertragung für Neukunden seit Kurzem nicht mehr kostenlos.

Withings bietet unter anderem smarte Waagen, Smartwatches und Blutdruckmessgeräte an. Die damit erfassten Gesundheitsdaten landen in der Withings-App und lassen sich mit anderen Gesundheitsplattformen verbinden. Für neue Konten setzt die automatische Übertragung an Drittanbieter seit dem 13. Oktober 2026 allerdings ein kostenpflichtiges Withings+-Abo voraus. Betroffen sind unter anderem Apple Health und Googles Health Connect.

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In Deutschland kostet Withings+ 9,95 Euro pro Monat oder 99,50 Euro im Jahr. Das Abonnement umfasst neben der Drittanbieter-Anbindung weitere Premium-Funktionen. Auf seiner Website bewirbt Withings beispielsweise einen Gesundheitsassistenten, Gesundheitsbewertungen und medizinische Funktionen wie die Überprüfung von EKG-Aufzeichnungen.

Für Bestandskunden gibt es eine Ausnahme

Die Änderung betrifft nicht alle Besitzer von Withings-Geräten. Wer sein Konto spätestens am 12. Oktober 2026 erstellt hat, kann die automatische Synchronisierung mit Drittanbieter-Apps weiterhin ohne Withings+-Abo nutzen. Die Ausnahme hängt laut einer Erklärung im Withings-Supportforum am bestehenden Konto und nicht am verwendeten Gerät. Ein späterer Wechsel auf eine neue Withings-Uhr oder -Waage soll daran demnach nichts ändern.

Auch bei einem neu angelegten Konto verschwinden die eigenen Gesundheitsdaten nicht hinter einer Bezahlschranke. Nutzer können weiterhin auf ihren Datenverlauf zugreifen und diesen beispielsweise als CSV- oder PDF-Datei exportieren. Kostenpflichtig ist stattdessen die automatische Weitergabe der Daten von Withings an angebundene Dienste wie Apple Health oder Health Connect.

Nutzer kritisieren die neue Bezahlschranke

Die Entscheidung sorgt in der Withings-Community bereits für Kritik. In einem Beitrag im offiziellen Supportforum beschweren sich Nutzer darüber, dass eine zuvor kostenlose Funktion nun für neue Konten ein Abo voraussetzt. Mehrere Kommentatoren kündigen an, künftig auf Geräte anderer Hersteller ausweichen zu wollen.

Withings verweist in einer dort veröffentlichten Erklärung unter anderem auf Änderungen an seiner Programmierschnittstelle sowie Datenschutzmaßnahmen. Zum Angebot gehört außerdem der neue Withings AI Connector, über den sich Gesundheitsdaten mit KI-Assistenten verbinden lassen sollen.

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