28. Januar 2026, 15:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Zwar schützt WhatsApp Chats seit Jahren mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, doch das allein reicht oft nicht aus. Bestimmte Nutzergruppen sind besonderen Risiken durch Cyberangriffe ausgesetzt. Um diese Gruppen besser zu schützen, führt der Messenger mit „Strikte Kontoeinstellungen“ eine Art Lockdown-Modus ein. Durch Einschränkung einiger grundlegender Funktionen soll die Nutzung damit sicherer werden.
Was hinter „Strikte Kontoeinstellungen“ steckt
Wie WhatsApp in einem Blogpost schreibt, „werden bestimmte Kontoeinstellungen auf die strengsten Sicherheitsstufen festgelegt“, sobald man den neuen, strikten Lockdown-Modus aktiviert. Damit müssen sich Nutzer keine Sorgen um die einzelnen Einstellungen machen, die zur Erhöhung der Sicherheit beitragen.
Zu den Einschränkungen gehört unter anderem, dass WhatsApp Anhänge und Medieninhalte von Personen blockiert, die nicht in den eigenen Kontakten gespeichert sind. Das minimiert das Risiko für Angriffe mit manipulierten Dateien oder unbekannten Absendern. Die Funktion verändert damit bewusst das gewohnte Nutzungsverhalten zugunsten eines höheren Sicherheitsniveaus.
Diese Einstellungen passt der Lockdown-Modus an:
- Verifizierung in zwei Schritten: aktiviert
- Sicherheitsbenachrichtigungen: aktiviert und gegen Änderungen gesperrt
- Anhänge und Medien von unbekannten Absendern werden blockiert
- Linkvorschau: deaktiviert
- Anrufe von unbekannten Nummern: stummgeschaltet
- IP-Adresse wird während Anrufen: verborgen
- „Zuletzt online“-Zeitstempel, „Online“-Status, eigene Info: nur für Kontakte oder festgelegte Personen sichtbar
- Hinzufügen zu Gruppen: nur durch bekannte Kontakte oder festgelegte Personen
So schaltet man nervige Anrufe Unbekannter auf dem iPhone einfach stumm
Bei WhatsApp blockiert? Finden Sie es heraus!
So aktiviert man die Funktion
Zwar sind „Strikte Kontoeinstellungen“ in erster Linie an besonders gefährdete Nutzergruppen wie Journalisten oder Personen des öffentlichen Lebens gerichtet. Die Funktion steht jedoch für alle zur Verfügung und lässt sich schnell und einfach in den Messenger-Einstellungen aktivieren.
Sowohl unter iOS als auch Android ist der Lockdown-Modus unter Einstellungen > Datenschutz > Erweitert zu erreichen. Die neue Sicherheitsoption wird nach Angaben von WhatsApp über mehrere Wochen hinweg bereitgestellt. Sie steht daher nicht sofort allen Nutzern gleichzeitig zur Verfügung.
Auch interessant: WhatsApp testet eingeschränkte Kinderaccounts
Weitere Schutzmaßnahmen
„Strike Kontoeinstellungen“ sind nur Teil zusätzlicher Sicherheitsvorkehrungen, an denen WhatsApp arbeitet. Zusätzlich hat der Messenger im Hintergrund die für Sicherheit bekannte Programmiersprache Rust eingeführt.
Das soll dabei helfen, interne Prozesse besser gegen Angriffe wie Spionagesoftware abzusichern – insbesondere bei der Verarbeitung von Fotos, Videos und Nachrichten. Ziel ist es, bekannte Fehlerquellen in der Softwareentwicklung zu reduzieren und die Integrität der Inhalte weiter zu erhöhen.