23. April 2026, 11:12 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
„Diese Nachricht wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören“ – diesen Satz kennt wohl jeder, der jemals einen „Mission: Impossible“-Film gesehen hat. WhatsApp plant jetzt offenbar, eine ähnliche Funktion auch für selbstlöschende Messenger-Nachrichten zu bringen. Bisher gibt es nur wenige feste Zeiträume, nach denen Inhalte automatisch verschwinden. Künftig könnten Nutzer mehr Auswahl bekommen und damit flexibler festlegen, wie lange Nachrichten sichtbar bleiben.
Mehr Kontrolle über sensible Inhalte
Wer persönliche oder vertrauliche Informationen per Messenger verschickt, geht immer ein gewisses Risiko ein. WhatsApp bietet deshalb schon länger selbstlöschende Nachrichten an. Diese werden nach einer festgelegten Zeit automatisch gelöscht, sowohl beim Absender als auch beim Empfänger. Bislang stehen dafür nur drei feste Intervalle zur Verfügung, die direkt nach dem Versand starten. Laut „WABetaInfo“ deutet eine aktuelle Android-Beta darauf hin, dass neue Optionen hinzukommen könnten.
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Die geplante Neuerung setzt an einem entscheidenden Punkt an. Der Countdown für das Löschen soll nicht mehr sofort beginnen, sondern erst dann, wenn die Nachricht tatsächlich gelesen wurde. Dafür stehen drei Zeitspannen bereit: fünf Minuten, eine Stunde oder zwölf Stunden. So lassen sich Inhalte gezielter entfernen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass sie vorher gesehen wurden. Bislang gab es nur die Optionen 24 Stunden, sieben Tage oder 90 Tage. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Nachricht überhaupt geöffnet wurde.
Automatisches Löschen nach einem Tag
Ist das automatische Löschen nach dem Lesen aktiv, legt WhatsApp eine harte Grenze von 24 Stunden fest, nach denen Nachrichten auch ungelesen verschwinden. Die Funktion könnte die Kontrolle über versendete Inhalte erhöhen, bietet aber keine vollständige Sicherheit. Inhalte lassen sich weiterhin beispielsweise per Screenshot sichern.
Der neue Timer kann wie die bisherige Funktion für einzelne Chats oder alle Unterhaltungen aktiviert werden. Aktuell ist die Neuerung nur in einem begrenzten Testlauf in der Beta-Version 2.26.15.11 für Android sichtbar. Ein konkreter Termin für die Veröffentlichung steht noch nicht fest.