Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Messenger Sicherheit WhatsApp Alle Themen
Messenger

WhatsApp löscht Millionen Konten wegen weltweiter Betrugsmasche

Smartphone mit WhatsApp Logo in einer Hosentasche
WhatsApp hat in den vergangenen Monaten fast 7 Millionen gelöscht Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
Artikel teilen
Isa Kabakci
Redakteur

7. August 2025, 15:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

WhatsApp hat weltweit etwa 6,8 Millionen Konten gelöscht, weil sie im Zusammenhang mit organisierten Betrugsnetzwerken stehen sollen. Der Messengerdienst reagiert damit auf eine wachsende Zahl internationaler Betrugsversuche.

WhatsApp hat Konten wegen Nutzersicherheit gelöscht

Denn laut Meta, dem Mutterkonzern von WhatsApp, gehören viele der gelöschten Konten zu professionell agierenden Betrugszentren, die mit Methoden des organisierten Verbrechens arbeiten. In zahlreichen Fällen sei Zwangsarbeit im Spiel. Die Täter nutzen digitale Plattformen für komplexe Täuschungsstrategien, um Vertrauen zu gewinnen – häufig mit dem Ziel, Menschen zu Investitionen oder Geldüberweisungen zu bewegen.

Die Vorgehensweise der Täter ist dabei meist gleich: Ein harmlos wirkender Erstkontakt, etwa per SMS oder über eine beliebige App, mündet in der Weiterleitung zu privaten Messengerdiensten, sozialen Netzwerken oder Zahlungsplattformen. Ziel ist es, die Aktivitäten über möglichst viele Plattformen zu streuen, um einer Entdeckung zu entgehen.

Kryptobetrug und dubiose Systeme

Die Betrugsmaschen reichen von angeblichen Investitionschancen in Kryptowährungen bis hin zu Schneeballsystemen wie dem Anmieten von E-Scootern oder dem Ankauf gefälschter Likes. Allen gemeinsam ist ein Warnzeichen, auf das Meta ausdrücklich hinweist: Die Opfer sollen zunächst Geld überweisen, um später hohe Gewinne zu erzielen. In einem konkreten Fall, den Meta gemeinsam mit OpenAI aufdeckte, nutzten Betrüger sogar KI-generierte Nachrichten über ChatGPT, um Vertrauen aufzubauen.

Der Einstieg erfolgte über eine WhatsApp-Nachricht mit einem Link, dem dann eine Aufgabe über Telegram folgte – etwa das Liken von Videos auf TikTok. Erst nachdem scheinbare Gewinne angezeigt wurden, forderten die Täter eine Einzahlung auf ein Krypto-Konto.

Lesen Sie auch: WhatsApp plant Gast-Chats ohne andere Messenger

Mehr zum Thema

Das sind die neuen Schutzfunktionen bei WhatsApp

Um Nutzer besser vor solchen Betrügereien zu schützen, führt WhatsApp neue Funktionen ein. Künftig erhalten Nutzer eine Sicherheitsübersicht, wenn sie von einer unbekannten Person zu einer Gruppe hinzugefügt werden. Diese Übersicht zeigt Informationen zur Gruppe und gibt Tipps zur sicheren Nutzung. Nutzer können so entscheiden, ob sie die Gruppe sofort verlassen oder zunächst den Chat einsehen wollen. In beiden Fällen bleiben Benachrichtigungen zunächst stummgeschaltet.

Zudem testet WhatsApp neue Warnhinweise für Einzelchats mit unbekannten Nummern. Diese sollen Nutzer sensibilisieren, bevor sie mit Personen kommunizieren, die nicht in ihren Kontakten gespeichert sind.

Empfehlungen zur Erkennung von Betrug

Gemeinsam mit der IT-Sicherheitsexpertin Rachel Tobac gibt WhatsApp Verhaltenstipps zur Erkennung möglicher Betrugsversuche. Nutzer sollten bei verdächtigen Nachrichten innehalten, kritisch hinterfragen und die Angaben unabhängig verifizieren. Insbesondere bei Nachrichten von vermeintlichen Freunden oder Familienmitgliedern wird empfohlen, über alternative Kommunikationswege die Echtheit des Absenders zu überprüfen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.