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„Vibe Coding“

KI-Apps überrollen Apples App Store

App-Store-Icon auf dem iPhone
Für Apple wird es immer schwieriger, den App Store zu kuratieren Foto: picture alliance / empics | Yui Mok
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Przemyslaw Szymanski

4. August 2026, 10:57 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Im App Store von Apple erscheinen immer mehr neue Anwendungen. Nach Zahlen des Analyseunternehmens Sensor Tower hat sich das Wachstum zuletzt deutlich beschleunigt. Ein Grund ist das sogenannte Vibe Coding. Dabei helfen KI-Werkzeuge beim Erstellen von Programmcode. Dadurch können auch Personen mit wenig Programmiererfahrung eigene Apps entwickeln und einreichen. Für Apple und Nutzer entstehen damit neue Herausforderungen bei Übersicht, Qualität und Prüfung.

Vibe Coding erleichtert die App-Entwicklung

Beim Vibe Coding beschreiben Entwickler, welche Funktionen eine Anwendung haben soll. KI-Werkzeuge wie Codex von OpenAI oder Claude Code von Anthropic erstellen anschließend große Teile des Codes.

Damit sinkt die Einstiegshürde für die App-Entwicklung deutlich. Anwendungen lassen sich schneller bauen und bei Apple einreichen, auch wenn nur begrenzte Programmierkenntnisse vorhanden sind.

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Zahl neuer Apps steigt stark

Wie „The New York Times“ mit Bezug auf die Zahlen von Sensor Tower berichtet, wurden im Jahr 2025 rund 600.000 neue Apps veröffentlicht. Das entspricht einem Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 kamen bereits etwa 560.000 weitere Anwendungen hinzu. Das waren ungefähr doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Wachstum zeigt, wie stark sich die neuen Werkzeuge auf den App Store auswirken. Die Zahl der Angebote nimmt schneller zu als bisher.

Downloads und Prüfung geraten unter Druck

Die Nachfrage wächst deutlich langsamer als das Angebot. Die Zahl der Downloads stieg 2025 nur um drei Prozent auf 35,4 Milliarden. Im ersten Halbjahr 2026 lag das Plus bei zwei Prozent.

Damit erreichen viele der zusätzlich verfügbaren Apps nur wenige Nutzer. Zugleich wird es schwieriger, nützliche Anwendungen zwischen ähnlichen oder hastig erstellten Angeboten zu finden.

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Auch Apples Prüfverfahren steht stärker unter Druck. Vor der Veröffentlichung werden Apps und Updates von Menschen kontrolliert. Nach Angaben des Konzerns werden 90 Prozent der Einreichungen innerhalb von 48 Stunden bearbeitet.

Einige Entwickler berichten jedoch von längeren Wartezeiten. Mit jeder zusätzlichen App steigt zudem der Aufwand, minderwertige Angebote oder problematische Inhalte zuverlässig zu erkennen.

Für Apple ist der starke Zuwachs nicht automatisch ein wirtschaftlicher Vorteil. Zwar erhält der Konzern bei App-Käufen und Abonnements meist 15 oder 30 Prozent. Viele schnell erstellte Apps setzen jedoch auf Werbung oder finden nur wenige Nutzer.

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