1. Mai 2026, 15:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Spotify möchte beim Training mehr sein als die passende Musikquelle. Ein neuer Bereich in der App soll Workouts näherbringen, die je nach Konto unterschiedlich weit gehen.
Für viele beginnt Sport nicht mit der ersten Übung, sondern mit der Frage, was überhaupt gerade passt. Manchmal bleibt nur ein kurzer Moment am Morgen, manchmal soll eine Pause zwischendurch reichen und manchmal ist ein Training daheim angenehmer als der Weg ins Studio. Spotify will genau diesen Einstieg erleichtern und ergänzt seine App deshalb um Fitness-Angebote. Der Dienst rückt damit Inhalte stärker in den Vordergrund, die bisher eher über Playlists und Hörgewohnheiten mit Sport verbunden waren.
Spotify greift bestehende Nutzung auf
Dass Spotify beim Thema Bewegung ansetzt, kommt nicht zufällig. Das Unternehmen verweist darauf, dass weltweit mehr als 150 Millionen aktive Fitness-Playlists existieren. Auch bei zahlenden Abonnenten spielt Sport demnach eine große Rolle: Fast 70 Prozent der Premium-Nutzer trainieren monatlich mit Spotify. Aus dieser vorhandenen Nutzung macht der Streaming-Dienst nun einen eigenen Bereich, der leichter auffindbar sein soll.
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So findest man den neuen Bereich
Der Fitness-Bereich soll direkt in der App erreichbar sein. Man kann zum Beispiel nach „Fitness“ suchen oder über „Durchsuchen“ dorthin gelangen. Danach sollen verschiedene Formate zur Auswahl stehen. Spotify nennt etwa Videoeinheiten für die eigenen vier Wände, reine Audio-Trainings für unterwegs und Angebote für Sport im Freien. Damit soll die App nicht nur Musik zum Workout liefern, sondern auch die eigentliche Anleitung.
Bei den Kursen liegt der Schwerpunkt auf Englisch. Einzelne Inhalte sollen aber auch auf Spanisch und Deutsch verfügbar sein. Für Situationen mit schlechter Verbindung ist zudem eine Download-Funktion vorgesehen. Man kann passende Einheiten also vorher speichern und später nutzen, ohne auf ein stabiles Netz angewiesen zu sein.
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Diese Funktionen stecken drin
Die neue Kategorie bleibt nicht nur zahlenden Kunden vorbehalten. Grundsätzlich sollen alle Spotify-Nutzer dort Inhalte finden können. Dazu gehören geführte Trainings, zusammengestellte Playlists sowie Beiträge von Fitness- und Wellness-Creators. Der Unterschied liegt vor allem beim zusätzlichen Angebot für Premium-Konten.
Wer Spotify Premium nutzt, bekommt Zugriff auf Peloton-Inhalte, ohne dafür ein Peloton-Gerät besitzen zu müssen. Spotify nennt mehr als 1400 werbefreie Kurse auf Abruf. Inhaltlich reicht das Angebot von Yoga und Meditation über Cardio bis zu Krafttraining und Outdoor-Läufen. Damit erweitert Spotify seine App deutlich über reine Musikbegleitung hinaus.