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Phishing-Fall

CDU-Chats im Bundestag gehackt – wer ist betroffen?

Hacker
Ein gezielter Phishing-Angriff machte Julia Klöckners Signal-Account womöglich zur Beute von Cyberkriminellen. Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

25. April 2026, 20:18 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Messenger-Logins sind nur so sicher wie der Umgang mit ihnen. Der Fall aus dem Bundestag zeigt, warum schon eine gut gemachte Phishing-Nachricht reichen kann.

Im politischen Berlin steht ein digitaler Vorfall rund um Signal im Fokus. Nach Informationen der Kollegen von BILD soll das Messenger-Konto von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nach einer Phishing-Attacke fremden Zugriff ermöglicht haben. Damit stellt sich die Frage, ob vertrauliche Inhalte aus ihrem politischen Umfeld einsehbar waren.

Signal-Zugang im Fokus

Brisant ist der Fall wegen Klöckners Funktion. Sie gehört als Bundestagspräsidentin zu den höchsten Amtsträgern des Landes. Außerdem soll sie Teil einer Gruppe des CDU-Präsidiums sein. Damit könnten auch vertrauliche Absprachen und interne Nachrichten mit der Parteispitze in die Hände der Hacker gelangt sein.

Merz wurde informiert

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll Mitglied dieser Gruppe sein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe ihn persönlich über den Vorgang unterrichtet. Sein Smartphone wurde demnach geprüft. Auffälligkeiten habe es bei ihm nicht gegeben. Eine Sprecherin der CDU bestätigte laut Bericht, dass eine Präsidiumsgruppe betroffen sei. Julia Klöckner äußerte sich zunächst nicht. Regierung und Verfassungsschutz verwiesen nur auf bereits bekannte Warnungen vor laufenden Cyberangriffen.

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Angriffswelle gegen Politik

Der Vorfall steht offenbar im Zusammenhang mit einer größeren Phishing-Welle. Sicherheitsbehörden beobachten seit Monaten gezielte Attacken auf Politiker und Institutionen. Internationale Dienste machen russische Akteure verantwortlich. Laut Sicherheitskreisen gibt es in Deutschland mindestens 300 Betroffene.

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Signal-Gruppen im Risiko

Interne Warnungen sprechen davon, dass zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Umfeld unbemerkt ausgelesen werden könnten. Experten rechnen zudem mit einer hohen Dunkelziffer. Der Fall zeigt: Auch verschlüsselte Messenger schützen nicht vor jedem Risiko, wenn Angreifer an den Zugang gelangen.

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