13. Januar 2026, 14:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Ein Hinweis von Instagram sorgt derzeit für Verunsicherung. Viele Nutzer erhielten in den vergangenen Tagen eine E-Mail zum Zurücksetzen ihres Passworts, obwohl sie selbst keinen entsprechenden Antrag gestellt hatten. Meta rät dazu, die Nachrichten zu ignorieren.
Nach Angaben von Instagram handelte es sich nicht um einen Angriff auf Nutzerkonten. Das Unternehmen erklärte auf X, man habe ein Problem behoben, durch das externe Dritte automatisiert Passwort-Zurücksetzen-Mails für fremde Accounts auslösen konnten. Ein Datenleck habe es demnach nicht gegeben, die Sicherheit der Konten sei nicht beeinträchtigt gewesen.
Hinweise auf Datensatz im Umlauf
Zuvor hatte jedoch der Sicherheitsanbieter „Malwarebytes“ berichtet, im Darknet sei ein Datensatz mit Informationen von rund 17,5 Millionen Instagram-Konten aufgetaucht. Das nährte Spekulationen, dass die unerwarteten E-Mails mit einem größeren Sicherheitsvorfall zusammenhängen könnten.
Der Dienst „HaveIBeenPwned“ hat diesen Datensatz inzwischen näher untersucht. Nach dessen Analyse enthält er keine Passwörter. Stattdessen finden sich darin personenbezogene Informationen wie Nutzernamen, Anzeigenamen, Account-IDs und teilweise Standortdaten. In etwa 6,2 Millionen Fällen sind E-Mail-Adressen enthalten, in einzelnen Datensätzen auch Telefonnummern.
Nach derzeitigem Stand lässt sich kein direkter Zusammenhang zwischen den Passwort-Zurücksetzen-Mails und dem im Umlauf befindlichen Datensatz belegen. Es könnte sich um zwei zeitlich zusammenfallende, aber unabhängige Ereignisse handeln. Instagram selbst sieht keinen Zusammenhang und bleibt bei der Aussage, dass kein klassisches Datenleck vorliegt.
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Was Nutzer jetzt tun sollten
Auch wenn keine Passwörter kompromittiert wurden, raten Sicherheitsexperten zur Vorsicht. Wer eine unerwartete Passwort-Zurücksetzen-Mail erhalten hat, sollte sicherheitshalber das eigene Passwort ändern. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, um das Konto besser gegen unbefugte Zugriffe abzusichern.
Damit lässt sich das Risiko deutlich reduzieren – unabhängig davon, ob die jüngsten Vorfälle letztlich auf technische Probleme oder externe Datensammlungen zurückzuführen sind.