Google rollt einen Altersnachweis für bestimmte Apps weltweit aus. Foto: TECHBOOK
Artikel teilen
Rainer Schuldt
31. Juli 2026, 18:35 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Google baut den Jugendschutz im Play Store aus. Mit einer neuen Alterskontrolle sollen Apps künftig automatisch erkennen können, welche Inhalte für Nutzer geeignet sind. Der weltweite Rollout hat bereits begonnen.
Neue Altersdaten für Apps
Google hat angekündigt, die sogenannte Play Age Signals API weltweit für Entwickler freizugeben. Die Schnittstelle soll Apps dabei helfen, altersgerechte Inhalte und Sicherheitsfunktionen bereitzustellen. Bislang war das System nur in Brasilien verfügbar, nun startet die Ausweitung schrittweise in weiteren Ländern.
Die Idee dahinter: Eltern können freiwillig die Altersgruppe ihres Kindes hinterlegen, etwa „13 bis 15 Jahre“ oder „16 bis 17 Jahre“. Die jeweilige App erhält dann einen entsprechenden Hinweis, ohne das genaue Alter oder weitere persönliche Daten zu erfahren. Auch erwachsene Nutzer können ihr Alter bei Bedarf angeben. Laut Google soll die Lösung besonders datenschutzfreundlich sein und keine sensiblen Informationen preisgeben.
Für Familien soll die neue Funktion vor allem die Verwaltung von Jugendschutz-Einstellungen vereinfachen. Statt in jeder einzelnen App nach passenden Sicherheitsoptionen suchen zu müssen, werden die Altersfreigaben zentral über die Google-App „Family Link“ verwaltet.
Eltern entscheiden dabei selbst, ob sie die Altersgruppe ihres Kindes mit Apps teilen möchten. Erfolgt die Freigabe, können kompatible Anwendungen ihre Inhalte automatisch anpassen. Dadurch sollen Kinder schneller Zugang zu altersgerechten Angeboten erhalten. Google betont, dass die Altersinformationen standardmäßig nicht geteilt werden und die Freigabe jederzeit widerrufen werden kann.
Teil einer größeren Sicherheitsstrategie
Die neue Alterskontrolle ergänzt bestehende Schutzmaßnahmen im Google Play Store. Bereits heute gelten für Apps, die sich an Kinder und Familien richten, besonders strenge Vorgaben. Zudem stehen Entwicklern Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sich der Zugang zu bestimmten Anwendungen einschränken lässt.
Auch für Eltern bietet Family Link bereits zahlreiche Kontrollmöglichkeiten. Dazu gehören Download-Freigaben, Inhaltsfilter, Bildschirmzeit-Beschränkungen und PIN-geschützte Einstellungen. Mit der Play Age Signals API kommt nun ein weiteres Element hinzu, das den Jugendschutz vereinfachen und gleichzeitig Entwicklern mehr Möglichkeiten geben soll, ihre Angebote gezielt an verschiedene Altersgruppen anzupassen.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.