20. August 2025, 12:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Amazon hat neben seiner Shopping-Plattform auch einen eigenen Appstore betrieben. Doch damit ist seit dem 20. August Schluss, mit teils wesentlichen Folgen für Kunden.
Im Amazon Appstore bekamen Nutzer bereits seit 2011 Zugriff auf zahlreiche Android-Anwendungen. So gesehen war das Angebot für einige eine Ergänzung zum Google Play Store, zumal auch Amazon die Apps geprüft hat, bevor sie im Store landeten. Beispielsweise in Amazons eigenen Geräten wie den Kindle-Fire-Tablets ist der Appstore jedoch auch weiterhin fest integriert. Dennoch kam die Nachricht, dass Amazon das Angebot im August einstellt, nicht ganz überraschend. TECHBOOK erklärt die Einzelheiten und Folgen der Maßnahme.
Amazon Appstore ab sofort abgeschaltet
Das Ende des Appstore hat Amazon bereits im Frühjahr angekündigt. Wer auf dessen Übersichtsseite ging, fand dort folgenden Hinweis: „Ab dem 20. August 2025 hast du auf deinem Android-Gerät keinen Zugriff mehr auf den Amazon Appstore. Wir werden auch das Amazon Coins-Programm am 20. August 2025 einstellen.“
Die sogenannten Coins können Nutzer bereits seit dem 20. Februar nicht mehr sammeln. Die virtuelle Währung war speziell für den Appstore anwendbar. Wer seine Coins bis zum genannten Zeitpunkt nicht verbrauchte, bekam den Geldwert allerdings erstattet. Dieser richtete sich nach der aktuellen US-amerikanischen Währung. Ein Coin entsprach dabei einem US-Cent.
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Angebot bleibt auf manchen Geräten erhalten
Am 20. August hat Amazon den gesamten Appstore für Mobilgeräte abgeschaltet. Neue Apps oder auch nur der generelle Zugriff auf das Angebot entfallen seither. Auf dem Fire TV und auch den Fire-Tablets bleibt der Appstore aber erhalten. Wahrscheinlich ist er dort zu elementar implementiert, um ihn problemlos abzuschalten. Was mit neu auf den Markt kommenden Geräten passiert, bleibt abzuwarten.
Doch was passiert mit den bereits installierten Apps? Hier kann Amazon laut eigener Aussage keine Garantie geben, dass die Anwendungen weiterhin reibungslos funktionieren. Einige Apps werden also vermutlich auch nach dem 20. August noch funktionieren, aber sicherlich nicht alle. Nutzer sollten sich darauf und auch auf die Sicherheit dieser Anwendungen somit nicht verlassen.
Amazon nennt keinen Grund für Einstellung des Appstores
Der Amazon Appstore galt als Alternative zum Google Play Store, wobei auf Datenschutz bedachte Nutzer eher auf Open-Source-Angebote wie F-Droid zugreifen. Das geht allerdings mit einem gewissen technischen Know-how einher.
Einen konkreten Grund für die Einstellung nannte Amazon im Übrigen nicht. Allerdings reiht sich die Maßnahme in eine Reihe weiterer ein, die das recht umfangreiche Amazon-Angebot verschlanken. So fiel bereits der Lieferservice Fresh weg. Und auch bei den Features stampfte man etwa die Anprobieren-Option ein. Da das Unternehmen den Appstore zudem bereits zuvor schon nicht mehr richtig gepflegt hatte, kam die Nachricht nicht gänzlich überraschend.