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Nach Lockdown

Elektronik-Händler, bei denen Sie noch pünktlich zum Fest bestellen können

Bestellungen zu Weihnachten
Bis wann kann man online noch bestellen, damit Geschenke rechtzeitig zum Fest ankommen?Foto: Getty Image

Weihnachten steht vor der Tür und wer jetzt noch nicht alle Geschenke zusammen hat, wird aufgrund von Corona wohl vermehrt auf den Online-Handel zurückgreifen müssen. Doch wie viel Zeit bleibt uns dafür noch, damit die Präsente rechtzeitig zu Weihnachten ankommen? Ein Überblick.

Laut einer Studie von MyDealz und EY (ehemals Ernst & Young) verschenken die Deutschen in diesem Jahr besonders gerne Elektronik- und Gaming-Artikel. Fernseher, Spielekonsolen und Games gehören dabei zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken 2020. Umso interessanter ist die Frage, welche Elektronik-Händler Bestellungen noch pünktlich zu Weihnachten liefern können. TECHBOOK hat sich bei den Händlern umgesehen.

Lieferfristen der Händler

Amazon

Amazon macht es seinen Kunden einfach, zu erkennen, ob Bestellungen noch rechtzeitig zu Weihnachten ankommen. Bereits in der Produktübersicht zeigt der Händler das wahrscheinliche Lieferdatum an. Bei Prime-Artikeln sehen Kunden außerdem den Zusatz „Wird vor Weihnachten geliefert“, mit dem Amazon eine pünktliche Lieferung zum Fest garantiert.

Allerdings rät Amazon seinen Kunden auch, auf einige Punkte bei ihrer Weihnachtsbestellung zu achten. Ganz vorn steht dabei die Verfügbarkeit von Produkten. So gibt der Händler an, dass die spätere Verfügbarkeit eines Artikels den Liefertermin der anderen Artikel in einer Bestellung beeinflussen kann. Denn der Händler möchte möglichst viele Produkte zusammen versenden und wartet daher, bis alle Artikel verfügbar sind. Im Warenkorb lässt sich aber einstellen, dass Sie die Lieferung auf dem schnellstmöglichen Weg wünschen – notfalls dann in mehreren Einzelpaketen.

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Media Markt

Auch Media Markt gibt für jeden einzelnen Artikel zwar ein ungefähres Lieferdatum an. Bei Produkten, die der Händler auf Lager hat, gewährt er aber zusätzlich auch eine Liefergarantie zum Fest. Sie ist in diesem Jahr besonders wichtig, denn mit dem ab dem 16. Dezember geltenden harten Lockdown in Deutschland ist eine Abholung in der Filiale dann nicht mehr möglich.

Waren, die mit einem regulären DHL-Paket versendet werden, können Kunden bis zum 20. Dezember, 23:59 Uhr, bestellen, damit Bestellungen rechtzeitig zu Weihnachten ankommen. Für größere Geräte über 60 x 60 x 120 Zentimetern – beispielsweise Fernseher ab 32 Zoll, Waschmaschinen etc. – nennt Media Markt eine Bestellfrist bis spätestens 16. Dezember. Benötigen Kunden zusätzlich einen Einbauservice, ist es für derartige Bestellungen bereits zu spät. Hier endete die Frist am 12. Dezember.

Saturn

Der Händler Saturn hat etwas strengere Fristen als Media Markt. Auch bei ihm sollten Kunden beachten, dass ab dem 16. Dezember keine Abholung in den Filialen mehr möglich ist. Bestellungen sollten sie zudem bis zum 18. Dezember, 18 Uhr, aufgegeben haben, damit diese rechtzeitig zu Weihnachten ankommen. Großgeräte sollten hingegen schon bis Tagesende am 17. Dezember bestellt werden. Wer einen Einbauservice wünscht, oder Waren per Spedition geliefert bekommt, muss diese bis spätestens 15. Dezember, um 23:59 Uhr, ordern.

Conrad

Der Technik-Händler Conrad muss aufgrund des Lockdowns vom 16. Dezember bis in den Januar hinein ebenfalls seine Filialen schließen. Wer auf den Online-Handel umsteigen möchte, bekommt bei ihm allerdings keine Garantie, dass Waren pünktlich zum Fest da sind. Auf seiner Webseite schreibt Conrad, dass man aufgrund der zusätzlichen Herausforderung durch Corona in diesem Jahr keine Garantie für pünktlich ankommende Bestellungen zu Weihnachten geben könne. Der Händler empfiehlt daher eine sehr zeitnahe Bestellung.

Cyberport

Cyberport bietet normalerweise auch eine kurzfristige Abholung bestellter Waren in seinen Filialen an. Auch hier kommt es wegen des Lockdowns aber zu Einschränkungen. Wer sich auf den Versand verlassen muss, sollte jedoch nicht mehr allzu lange warten. Standard-Lieferungen innerhalb Deutschlands kommen laut Cyberport noch rechtzeitig zu Weihnachten an, wenn Kunden diese bis zum 18. Dezember, 12 Uhr, bestellen. Lieferungen nach Österreich sollten bis zum Mittag des 17. Dezembers bestellt werden. Für Kurzentschlossene bietet Cyberport allerdings noch den Express-Versand an. Dieser ist mit Versandkosten von 18,51 Euro allerdings nicht günstig. Eine Zustellung am nächsten Werktag bis 12 Uhr kostet zusätzlich 50 Cent und sollte telefonisch unter +49 351 3395-60 beauftragt werden. Bestellen Kunden per Express, haben sie bei Cyberport dafür bis zum 21. Dezember, 16 Uhr, Zeit.

Otto

Der Versandhändler Otto hat ein sehr breit aufgestelltes Sortiment, dass er in der Regel über Hermes versendet. Vorrätige Artikel, die in ein reguläres Paket passen, können Kunden noch bis zum 22. Dezember, 16 Uhr, bestellen. Dann sind die Bestellungen rechtzeitig zu Weihnachten da, so Otto. Speditionsartikel sowie Artikel von anderen Händlern, die im Otto-Shop angeboten werden, sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen.

Lieferfristen der Händler im Überblick

HändlerLiefergarantie (NUR vorrätige Artikel)
AmazonIndividuelle Lieferfrist pro Artikel
Media MarktPaketware: 20. Dezember, 23:59 Uhr
Großgeräte (mit/ohne Anschluss): 16. Dezember 23:59 Uhr
Sperrgut: 16. Dezember 23:59 Uhr
SaturnPaketware: 18. Dezember, 18 Uhr
Großgeräte: 17. Dezember, 23:59 Uhr
Sperrgut bzw. Großgeräte mit Einbau: 15. Dezember, 23:59 Uhr
Conradkeine Liefergarantie vor Weihnachten
CyberportExpress: 21. Dezember, 16 Uhr
Standard: 18. Dezember, 12 Uhr
Standard (Österreich): 17. Dezember, 12 Uhr
OttoBestellungen bis 22. Dezember, 16 Uhr

Lieferzeiten der Paketdienste beachten!

Auch, wenn die Online-Händler die Waren pünktlich verschicken, rechnen Sie ausreichend Zeit für den Versand ein. Aufgrund des Lockdowns in einigen Regionen Deutschlands und dem stark erhöhten Bestellvorkommen vor Weihnachten sind die Lieferdienste fast schon an ihren Grenzen. Hinzu kommt, dass in Bundesländern, die von einem harten Lockdown betroffen sind, auch viele DHL-Shops oder Hermes-Paket-Shops schließen müssen.

DHL

Die DHL schreibt auf ihrer Webseite beispielsweise, dass es aufgrund der aktuell hohen Paketmenge und der verstärkten Corona-Schutzmaßnahmen in einigen Fällen zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Paketen und Bestellungen zu Weihnachten kommen kann. Sendungen innerhalb Deutschlands sollten Absender daher bis Samstag, 19. Dezember, um 12 Uhr verschicken. Bei Lieferungen in Nachbarländer wie Holland oder Polen rät die DHL, diese bis zum 14. Dezember aufzugeben. Die Zustellung von Briefen innerhalb Deutschlands sei aber nicht betroffen. Sie können bis zu 22. Dezember in den Briefkasten gegeben werden, um rechtzeitig zum Fest beim Empfänger zu sein.

Der Dienstleister bittet seine Kunden aktuell, Pakete aus der Filiale oder Packstation möglichst frühzeitig abzuholen, um die Kapazitäten frei zu machen.

Hermes

Der Paketdienstleister Hermes hat wie die DHL Mitarbeiter eingestellt, um das erhöhte Paketaufkommen zum Fest bewältigen zu können. Das Unternehmen garantiert deutschlandweit die pünktliche Zustellung zu Weihnachten, sofern Kunden ihre Pakete bis zu 20. Dezember um 12 Uhr versenden. Pakete ins Ausland sollten bis spätestens 15. Dezember abgegeben werden.