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Nostalgie statt neue Formate

ProSiebenSat.1 startet neuen TV-Sender SAT.2

Mit SAT.2 bringt ProSiebenSat.1 einen neuen Fernsehsender an den Start. Statt auf frische Eigenproduktionen setzt der Konzern vor allem auf bekannte SAT.1-Formate und richtet sich gezielt an Zuschauer ab 50 Jahren.
SAT.2 soll vor allem die Generation Ü50 erreichen (Symbolbild) Foto: TECHBOOK
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Rainer Schuldt

16. Juli 2026, 8:09 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Mit SAT.2 bringt ProSiebenSat.1 einen neuen Fernsehsender an den Start. Statt auf frische Eigenproduktionen setzt der Konzern vor allem auf bekannte SAT.1-Formate und richtet sich gezielt an Zuschauer ab 50 Jahren.

Ein neuer Sender – aber mit alten Inhalten

Die deutsche TV-Landschaft bekommt Zuwachs: ProSiebenSat.1 startet im kommenden Winter den linearen Fernsehsender SAT.2. Mit ihm wächst das Portfolio der Sendergruppe auf acht Marken. Neben SAT.1, ProSieben, Kabel Eins sowie sixx, ProSieben MAXX, SAT.1 GOLD und Kabel Eins Doku soll SAT.2 künftig einen festen Platz im Programmangebot einnehmen.

Neu ist allerdings vor allem der Name. Inhaltlich setzt der Sender überwiegend auf bewährte Formate aus dem Archiv von SAT.1. Gezeigt werden sollen vor allem deutsche Serien und Unterhaltungsproduktionen der vergangenen zwei Jahrzehnte. Statt auf kostspielige Neuproduktionen setzt der Konzern damit zunächst auf Inhalte, die sich bereits bewährt haben und erneut verwertet werden können.

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Fernsehen für eine Zielgruppe, die oft unterschätzt wird

Mit SAT.2 nimmt ProSiebenSat.1 gezielt Zuschauerinnen und Zuschauer ab 50 Jahren ins Visier. Diese Zielgruppe gilt zwar als besonders fernsehaffin, steht im Wettbewerb um Werbegelder jedoch häufig weniger im Fokus als jüngere Zuschauer. Gleichzeitig betont der Konzern, dass sich diese Generation heute deutlich digitaler verhält als noch vor wenigen Jahren.

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Deshalb wird SAT.2 nicht nur klassisch im Fernsehen verbreitet. Die Programme sollen parallel auf Joyn sowie auf Drittplattformen wie YouTube verfügbar sein. Damit reagiert ProSiebenSat.1 auf veränderte Sehgewohnheiten, bei denen lineares Fernsehen und Streaming zunehmend miteinander verschmelzen.

Mehr Reichweite für den Werbemarkt

Mit dem neuen Sender verfolgt ProSiebenSat.1 auch wirtschaftliche Ziele. Gemeinsam sollen SAT.1 und SAT.2 Werbekunden einen besseren Zugang zu einer kaufkräftigen Zielgruppe ermöglichen. Gleichzeitig unterstreicht der Konzern seine Strategie, weiterhin auf werbefinanzierte Inhalte statt auf kostenpflichtige Angebote zu setzen.

Dass das Konzept aufgehen könnte, zeigen die bestehenden Spartensender. Sixx, SAT.1 GOLD, ProSieben MAXX und Kabel Eins Doku steigerten ihren gemeinsamen Marktanteil im ersten Halbjahr auf 6,3 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen. Mit SAT.2 will ProSiebenSat.1 diesen Erfolg nun fortsetzen – allerdings weniger mit neuen Ideen als mit einer konsequenten Zweitverwertung bekannter Programme.

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