Sony richtet sein Geschäft mit Geräten für den Wohnbereich neu aus. Künftig sollen Fernseher, Heim-Audio-Produkte und weitere Unterhaltungselektronik in enger Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller TCL entstehen. Dafür ist die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens geplant, das große Teile des bisherigen Geschäftsbereichs übernehmen soll.
Geplant ist laut einer Pressemitteilung von Sony ein sogenanntes Joint Venture. Das ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem zwei Firmen beteiligt sind. In diesem Fall soll TCL mit 51 Prozent die Mehrheit halten, während Sony mit 49 Prozent beteiligt bleibt. Über diese Struktur wollen beide Unternehmen den gesamten Produktzyklus abdecken. Dazu gehören Entwicklung und Design, aber auch Fertigung, Logistik, Vertrieb und Kundenservice. Für Kunden bleibt dieser Wandel zunächst kaum sichtbar, da bekannte Marken wie Bravia weiterhin genutzt werden und der Name Sony auf den Geräten stehen soll.
Hoher Druck im TV-Markt
Der Umbau erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds. Der weltweite Markt für Unterhaltungselektronik steht seit Jahren unter starkem Preisdruck. Besonders Anbieter aus China können dank großer Produktionsmengen deutlich günstiger herstellen. Für Sony wurde es dadurch immer schwieriger, Fernseher und andere Geräte mit eigener Produktion wirtschaftlich anzubieten.
Mit TCL setzt Sony auf einen der größten TV-Hersteller weltweit. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in der industriellen Fertigung sowie in globalen Lieferketten. Lieferketten beschreiben dabei den Weg eines Produkts von der Herstellung bis zum Verkauf. Laut Sony soll das neue Unternehmen auf die über Jahre entwickelte Bild- und Audiotechnologie des Konzerns zurückgreifen.
Hinzu kommen Sonys Markenwert und operative Erfahrung. TCL bringt unter anderem Kompetenzen bei Display-Technologien, eine starke internationale Präsenz und eine bestehende industrielle Infrastruktur ein.
Ziel der neuen Struktur ist es laut Sony, innovative Produkte zu entwickeln, die den Erwartungen von Kunden weltweit entsprechen. Gleichzeitig soll eine besonders effiziente Ausrichtung weiteres Wachstum ermöglichen. Bis diese Ziele erreicht werden, wird es jedoch noch dauern. Der Start des Gemeinschaftsunternehmens ist für April 2027 vorgesehen. Voraussetzung dafür sind behördliche Genehmigungen sowie der Abschluss aller vertraglichen Details.
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