26. Januar 2026, 15:02 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die chinesische Modderin Xiao Ningzi (XNZ) hat sich einer wahren Mammutaufgabe angenommen: eine Superkonsole. Diese verbindet PlayStation 5, Xbox Series X und Switch 2 in einem einzigen Gerät. Dafür musste sie die Hardware von Grund auf neu ordnen und aus Kostengründen auf eine antike chinesische Fertigungskunst zurückgreifen.
Aus drei mach eins
Für das Projekt hat XNZ eine PlayStation 5 und eine Xbox Series X vollständig bis auf ihre Mainboards auseinandergebaut. Für das neue Gehäuse hat sich die Modderin beim unrühmlichen „Trash Can“ Mac Pro von Apple inspirieren lassen. Dessen Innenleben bestand aus drei im Dreieck angeordneten, vertikalen Platinen. Das spart Platz, lässt aber noch genug Raum für die wichtige Luftzirkulation.
Das neue Gehäuse besteht aus Teilen aus dem 3D-Drucker, die fest mit den Platinen verschraubt sind. Einzige Ausnahme ist die Switch 2, da hier nur das Dock in die Superkonsole integriert ist. Für Gaming unterwegs lässt sie die Switch 2 einfach per Knopfdruck auswerfen. Über einen weiteren Schalter lässt sich zwischen den Konsolen wechseln – ein gleichzeitiger Betrieb der einzelnen Systeme ist nicht möglich. Dazu reicht die Power der kombinierten Stromversorgung nicht aus. Aber immerhin wechselt der LED-Streifen an der Vorderseite der Konsole entsprechend die Farbe: rot, grün und blau.
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Moderne Technik aus antiker Fertigungskunst
Eine zentrale Herausforderung für das Projekt war die Wärmeentwicklung von drei leistungsstarken Konsolen. Um die Abwärme zuverlässig abzuführen, entwickelte die Modderin einen dreieckigen Kühlkörper, der direkt an den Rechenchips von Xbox Series X und PlayStation 5 montiert ist. Die Switch 2 sitzt zwar noch in ihrem eigenen Gehäuse mit eigener Kühlung – doch auch ihre Abwärme wird über das zentrale Kühlsystem abgeführt. Denn an der Unterseite sitzt ein einziger Lüfter, der für die nötige Luftzirkulation sorgt.
Der dreieckige Kühlkörper selbst ist eine wahre Meisterleistung des Handwerks. Da eine industrielle Fertigung zu teuer gewesen wäre, griff XNZ auf das traditionelle chinesische Wachsausschmelzverfahren zurück. Dabei wird zunächst eine Form aus Wachs erstellt, die anschließend mit flüssigem Aluminium ausgegossen wird. Dieses Verfahren ist seit der Antike bekannt und ermöglicht komplexe Metallformen.
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Leider nur ein Einzelstück
Das fertige Gerät trägt den Namen „Ningtendo PXBox 5“. Trotz der Kombination mehrerer Systeme bleibt die Technik klar getrennt. Per Tastendruck wird zwischen den Konsolen gewechselt, das Netzteil versorgt jedoch immer nur eine aktive Einheit. Dadurch werden Überlastung und zusätzliche Hitze vermieden.
Bei dem Gerät handelt es sich um ein Einzelstück. Eine Serienfertigung oder ein Verkauf sind nicht geplant. Das Projekt dient vor allem als technischer Machbarkeitsnachweis und zeigt, wie sich unterschiedliche Konsolenhardware in einem gemeinsamen System unterbringen lässt.