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EA bringt Werbung in Videospiele! Was Spieler jetzt befürchten

EA startet Werbeplattform für Videospiele und erntet Kritik
EA startet Werbeplattform für Videospiele und erntet Kritik Foto: Getty Images
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Mats Pache

22. Juni 2026, 8:02 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

EA erweitert sein Geschäft rund um Werbung in Videospielen deutlich. Der Konzern hat mit „EA Advertising“ eine neue Plattform vorgestellt, über die Anzeigen direkt in Games eingebunden werden sollen. Geplant sind personalisierte Werbeeinblendungen in Echtzeit. Betroffen sein könnten bekannte Reihen wie „EA Sports FC“ oder „Madden NFL“.

Laut Electronic Arts soll das System Vorteile für Spieler bieten. In der Community fällt die Reaktion dagegen überwiegend kritisch aus. Viele befürchten, dass Werbung künftig auch in teuren Vollpreisspielen zum Standard werden könnte.

Werbung soll Teil der Spiele werden

Bislang waren Werbeanzeigen vor allem aus Free-to-play-Spielen oder Mobile Games bekannt. EA verfolgt nun jedoch das Ziel, Werbung stärker in große Produktionen einzubauen. Dafür nutzt das Unternehmen seine monatlich mehr als 120 Millionen aktiven Spieler als mögliche Zielgruppe für Werbekampagnen.

Technisch setzt EA dabei auf einen eigenen Ad-Server sowie ein Software Development Kit. Beide Systeme sollen direkt mit der Frostbite-Engine verbunden werden. Diese stammt von der EA-Tochter DICE und wird in zahlreichen Spielen des Publishers verwendet. Dazu gehören nicht nur Sportspiele, sondern auch andere bekannte Titel wie „Battlefield 6“ oder das „Dead Space“-Remake aus dem Jahr 2023.

Anzeigen sollen möglichst natürlich wirken

Laut EA sollen die Werbeinhalte passend in die Spielewelt integriert werden. Denkbar sind Anzeigen auf virtuellen Werbebanden, digitalen Anzeigetafeln oder in Form gesponserter Inhalte innerhalb eines Spiels. Das Unternehmen argumentiert in seiner Pressemitteilung, dass Werbung besonders im Sportumfeld realistisch wirke und deshalb nicht als störend empfunden werde.

Zu den ersten bekannten Partnern zählen Visa, Red Bull und Mountain Dew. Das letztgenannte Unternehmen ging dabei bereits einen Schritt weiter und brachte in einem Football-Spiel sogar ein eigenes Team inklusive Stadion und Maskottchen unter.

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Viele Spieler reagieren skeptisch

Innerhalb der Gaming-Community stößt die Idee jedoch auf deutliche Kritik. Schon frühere Werbeaktionen in Spielen wie „Burnout Paradise“ oder „UFC 4“ sorgten für Unmut. Viele Spieler kritisieren vor allem, dass zusätzlich Werbung erscheint, obwohl die Spiele bereits zum Vollpreis verkauft werden.

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Eine günstigere Preisgestaltung für Spiele mit Werbung plant EA wohl nicht. Genau dieser Punkt sorgt bei vielen Nutzern für Ablehnung. Hinzu kommt, dass die technische Einbindung über die Frostbite-Engine Werbung künftig auch in weiteren Spielen ermöglichen könnte.

Aktuell scheint EA darauf zu achten, dass die Anzeigen in einem passenden Umfeld erscheinen. Trotzdem schließen viele Spieler nicht aus, dass sich die Nutzung später ausweiten könnte.

Wie weit geht EA mit der Werbung?

Offiziell gibt es wohl keine Pläne für Werbung in anderen Spielwelten. Durch die technische Grundlage bleibt diese Möglichkeit allerdings bestehen. Denkbar wären Anzeigen beispielsweise in einem modernen „Battlefield“ oder sogar auf futuristischen Schauplätzen des kommenden „Mass Effect“.

Der Ausbau von EA Advertising zeigt vor allem, welche Rolle Werbung künftig im Gaming-Bereich spielen könnte. EA betrachtet seine Spiele offenbar nicht nur als Unterhaltung, sondern zugleich auch als mögliche Plattform für Werbekampagnen.

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