1. Oktober 2025, 11:25 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Electronic Arts (EA) geht für 55 Milliarden US-Dollar an ein Investorenkonsortium, bestehend aus dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Affinity Partners. Die Übernahme führt zur Privatisierung und Auszahlung aller bisherigen Anteilseigner – Kritiker befürchten weniger diverse Inhalte unter den neuen Investoren.
Der bekannte Computerspiele-Hersteller Electronic Arts (EA) wird in einem bedeutenden Milliarden-Deal verkauft. Ein Konsortium aus dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF, der US-Kapitalgesellschaft Silver Lake und der Investmentfirma Affinity Partners übernimmt das Unternehmen. Ziel ist es, EA zu privatisieren, indem alle bisherigen Anteilseigner aus US-Aktien ausgezahlt werden.
Strategische Ausrichtung der Übernahme
Die Übernahme von EA kostet rund 55 Milliarden US-Dollar und ist damit der zweitgrößte Gaming-Deal nach Microsofts Übernahme von Activision-Blizzard. Mit dem Aufkauf aller Aktien wird EA von der Börse genommen. Fans sind gespalten: Einige begrüßen die Entscheidung, da EA nicht mehr dem Druck der öffentlichen Märkte unterliegt, während andere Bedenken hinsichtlich der Inhalte und deren Vielfalt äußern.
Da Electronic Arts zukünftig nicht mehr börsennotiert ist, haben die privaten Investoren freie Handhabe, was mit dem Unternehmen geschieht. Kritiker des Deals befürchten, dass das Auswirkungen auf die Ausrichtung der Videospiele haben könnte.
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Die Investoren hinter dem Deal
Die neuen Eigentümer von EA sind PIF, der Staatsfonds Saudi-Arabiens, Affinity Partners unter der Leitung von Jared Kushner, und Silver Lake, eine US-Kapitalgesellschaft, die sich auf Private-Equity-Strategien spezialisiert hat. Die Verbindung zu Saudi-Arabien weckt jedoch Skepsis, da das Land aufgrund von Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht.
Jared Kushner spielte eine bedeutende Rolle bei der Übernahme. Er nutzte seine Kontakte nach Saudi-Arabien, um PIF von dem Deal zu überzeugen. Bereits seit über einem Jahrzehnt plante Egon Durban, Co-CEO von Silver Lake und gebürtiger Deutscher, die Übernahme – aber Kushner war der Schlüssel zur Umsetzung.
Zukunftsperspektiven und Investitionen
Die US-Bank JPMorgan unterstützte den Deal erheblich, indem sie ein Fremdfinanzierungspaket von 20 Milliarden Dollar bereitstellte. Das Konsortium hofft, dass künstliche Intelligenz einen Boom in der Unterhaltungsbranche auslöst und erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht.
Obwohl Andrew Wilson weiterhin als CEO von EA fungieren soll, bleibt die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens unklar. Es ist offen, ob sich EA stärker auf Sportspiele konzentrieren oder unter dem Einfluss konservativer Ansichten aus dem Nahen Osten Inhalte anpassen wird.