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Was ist der Unterschied zwischen VR, AR und MR?

Frau mit Microsoft HoloLens hinter projiziertem Bildschirm
Die HoloLens von Microsoft ist einer der ersten AR-Brillen
Foto: Getty Images

Während Virtual Reality mittlerweile recht bekannt ist, sind Augmented und Mixed Reality für viele noch neue Begriffe. Dabei gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Arten erweiterter Realität.

Wenn es um das Thema Virtual Reality (VR) geht, gibt es oft einige Verwirrung. Denn mittlerweile mischen sich auch Begriffe wie Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) in die Diskussion ein. Diese drei Begriffe lassen sich nicht immer einfach voneinander unterscheiden, da es einige Überschneidungen gibt. Wie sie VR, AR und MR auseinanderhalten können, erklärt Ihnen TECHBOOK.

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Virtual Reality

Virtuelle Realität ist komplett computergeneriert, mit dem Ziel, dass der Nutzer in eine andere Welt eintaucht. Im Prinzip ist jedes Computerspiel virtuelle Realität, heutzutage beschreibt der Begriff jedoch eine „echte“ 3D-Umgebung. Moderne VR-Headsets sind portabel, das heißt, dass man sich mit ihnen bewegen kann. Nicht nur Drehungen, sondern auch Laufen, Drucken und Seitenschritte werden so in die virtuelle Welt übertragen. Außerdem können auch einzelne Gliedmaßen und Zubehör wie Pistolen oder Tennisschläger dank speziellen Controllern und moderner Sensor- und Kameratechnik erkannt werden.

Oculus Rift

Die Oculus Rift

VR-Headsets gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die teuersten Geräte, die die überzeugendste Immersion abliefern, sind kabelgebundene Headsets, die an einen PC (Oculus Rift, HTC Vive) oder eine Konsole (PlayStation VR) angeschlossen werden. Aber es gibt auch immer mehr Standalone-Geräte, die ohne teure PCs oder Konsolen auskommen und trotzdem ein ähnliches VR-Erlebnis bieten. Eine günstige Einsteigerlösung sind zudem mobile Headsets, in die das eigene Smartphone gesteckt wird.

Virtual-Reality-Brillen im großen Vergleich

Augmented Reality

Das beste Beispiel für die Anwendung von Augmented Reality ist das beliebte Spiel „Pokémon Go“, das auf Millionen von iPhones und Android-Smartphones installiert ist. In AR wird die reale Umgebung von der oder den Kamera(s) auf dem Bildschirm dargestellt und durch digitale Inhalte ergänzt. Im Fall von „Pokémon Go“ sind es natürlich die kleinen Monster, die mit dem Pokeball gefangen werden. Augmented Reality kommt auch in vielen modernen Autos in Form eines Head-Up-Displays (HUD) zum Einsatz. Dieser durchsichtige Bildschirm zeigt Informationen wie Navigation, Geschwindigkeit und Tempolimit an, ohne dabei die Sicht des Fahrenden zu beeinträchtigen.

AR auf dem Smartphone und im Auto ist jedoch nur die einfachste Art von der erweiterten Realität. Wie bei VR gibt es auch spezielle AR-Headsets, die jedoch anstatt eines komplett digitalen Bilds eine Mischung aus durchsichtiger Brille und kleinem Bildschirm. Das erste Headset dieser Art wäre die bereits eingestampfte Google-Glass-Brille gewesen. Neure Entwicklungen gehen jedoch mehr in die Richtung von VR-Headsets. Diese AR-Brillen haben zwei Öffnungen nach vorne, durch die man die Außenwelt sehen kann, und zwei kleine durchsichtige Bildschirme, die über die „echte“ Realität ein digitales Bild legen.

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Mixed Reality

Mixed Reality ist dem Namen entsprechend eine Mischung aus Virtual Reality und Augmented Reality. Es wird jedoch zwischen MR-Brillen unterschieden, die die reelle Welt als Grundlage nehmen und solchen, die auf einem komplett digitalen Bild basieren.

Mixed Reality ausgehend von realer Welt: Die Grundlagen für diese Art von MR sind ähnlich wie die von AR. Ausgehend von der realen Welt werden digitale Objekte überblendet. Diese virtuelle hinzugefügten Objekte werden jedoch in dem dreidimensionalen realen Raum verankert, das heißt, echte und virtuelle Welt verschmelzen praktisch zu einer zusammenhängenden Welt. Dadurch kann der Nutzer die eingeblendeten virtuellen Objekte nicht nur sehen, sondern in dem dreidimensionalen Raum auch mit ihnen interagieren.

Samsung HMD Odyssey

Die Samsung HMD Odyssey mit Windows Mixed Reality

Mixed Reality ausgehend von virtueller Welt: Diese Art von MR versetzt den Nutzer virtuelle Welt, wobei die Außenwelt komplett ausgeblendet werden kann. Obwohl sich das erstmal nach VR anhört, gibt es einen gravierenden Unterschied. Während VR nur in der virtuellen Welt stattfindet und sich nicht an der realen Welt orientiert, wird bei MR jeder Schritt und jede Handbewegung in die computergenerierte Welt übertragen. Einige VR-Headsets wie die Oculus Rift und die HTC Vive können das zwar auch, aber nur auf einem von Sensoren begrenzten Raum. MR geht einen Schritt weiter und lässt den Nutzer sich frei bewegen, sodass die Bewegungsfreiheit nur durch die reale Umgebung eingeschränkt wird.

Mit diesem Typ MR eröffnen sich noch mehr Möglichkeiten als mit VR und AR. Bisher investiert vor allem Microsoft mit Windows Mixed Reality (WMR) in diese Technologie und hat bereits Erfolge erzielen können. Mit der Technologie kann nicht nur die reale Welt mit virtuellen Objekten überblendet werden, um zum Beispiel zu schauen, wie eine neue Couch im Wohnzimmer aussehen würde. Die reale Welt kann auch komplett ausgeblendet werden, sodass eine rein virtuelle Welt entsteht.