Von 30 bis 300 Euro

5 Bluetooth-Lautsprecher im großen Vergleichstest

Bose Bluetooth Box
Bluetooth-Lautsprecher sind perfekt für Outdoor-Partys.
Foto: Bose

Sie sind perfekt für den Urlaub, die Grillparty, den Ausflug zum See oder sogar die WG-Party: Bluetooth-Lautsprecher gibt es in allen Preiskategorien, Größen und Formen. Wir haben uns einige Bluetooth-Lautsprecher angeschaut und miteinander verglichen.

80 Euro: Ultimate Ears Wonderboom

Der Wonderboom ist die neueste Bluetooth-Box von Ultimate Ears (UE) in einem neuen, kompakten Format. Während seine Geschwistermodelle Boom und Boom 2 hoch und schlank sind, ist der Wonderboom rundlicher, dafür aber niedriger geraten und mit 425 Gramm auch gut 100 Gramm leichter als beispielsweise der Boom.

Zwar sind auch die anderen Bluetooth-Boxen von UE wasserdicht, doch der Wonderboom kann sogar im Wasser schwimmen, ohne dabei unterzugehen. Somit macht er jeden Sommerspaß mit.

Der Wonderboom ist nicht nur wasserdicht, er kann auch auf der Wasseroberfläche schwimmen.
Foto: Ultimate Ears

Die Bedienung ist einfach und wirft keine Fragen auf: mit dem Smartphone einfach per Bluetooth koppeln – fertig. Leider lassen sich maximal nur zwei Wonderbooms miteinander verbinden, während es bei den größeren Modellgeschwistern bis zu 50 sein dürfen – allerdings ist der Sinn dieser Option fraglich.

Laut Hersteller beträgt die Batterieausdauer nur 10 Stunden und ist damit eher durchschnittlich. Aufgeladen wird per USB-Kabel.

Überzeugen kann der Wonderboom hingegen mit seinem basstarken und klaren Sound, der für die Größe wirklich erstaunlich ist. Schade, dass er sich im Gegensatz zu seinen Geschwistern nicht per App steuern lässt und weder Equalizer noch Wecker besitzt. Wer darauf verzichten kann, bekommt trotzdem eine gute Bluetooth-Box zum fairen Preis und in diversen Farboptionen.

200 Euro: Bose Soundlink Revolve

Bose, sonst eher für fette Heimanlagen bekannt, mischt längst auch mit auf dem Bluetooth-Markt. Das aktuelle Modell, der Bose Soundlink Revolve, setzt dabei auf ein kegelförmiges Design, das an Amazon Echo erinnert. Das Design hat den Vorteil, dass der Rundum-Lautsprecher mühelos einen ganzen Raum beschallen kann, wenn man ihn in die Mitte des Zimmers stellt.

Tatsächlich überrascht der handliche und schick aussehende Kegel durch seine edle Verarbeitung und praktische Funktionen wie eine Freisprecheinrichtung. Ein Sprachassistent leitet einen außerdem durch die Kopplung mit dem Smartphone. Wird der Revolve-Lautsprecher angeschaltet, verrät einem die Stimme sogar, mit welchem Smartphone er verbunden ist.

Bose Soundlink Revolve

Handlicher Zylinder: Der Bose Soundlink Revolve.
Foto: Bose

Am wichtigsten jedoch: Der Klang des Revolve-Lautsprechers ist gut und verteilt sich angenehm im Raum. Satter Bass, klarer Ton in den Höhen selbst bei aufgedrehter Lautstärke – ein Sound aus einem Guss. Der Akku hält bis zu zwölf Stunden, dank seines Designs ist der Lautsprecher obendrein handlich, gegen Spritzwasser geschützt und lässt sich mühelos mit nach draußen nehmen.

Allerdings hat der Bose-Lautsprecher seinen Preis. Rund 200 Euro werden fällig für das neue Modell. Damit ist er im oberen Preissegment der Bluetooth-Lautsprecher. Wer bereit ist, so viel Geld zu investieren, erhält jedoch eine rundum gute Bluetooth-Box.

140 Euro: Teufel Bamster

Bluetooth-Lautsprecher goes Soundbar: Soundspezialist Teufel vertraut beim Bamster auf ein flaches, breites Lautsprecher-Design. Den Bamster kann man wie eine Soundbar auf den Schreibtisch oder in ein Regal legen. Der Lautsprecher ist auf den ersten Blick hin hochwertig verarbeitet. Neben dem Lautsprecher befindet sich ein Rädchen, das die Lautstärker regeln soll.

Womit wir jedoch beim Problem des Bamster sind: Bei unserem Test gab es erst Probleme bei der Kopplung mit dem Lautsprecher. Als sich Smartphone und Box endlich verbunden hatten, nervten Tonschwankungen und vor allem der mangelnde Bass. Ein zweites Gerät, das wir ausprobierten, hatte diese Kopplungsprobleme nicht und klang auch deutlich besser als das erste Gerät.

Wer auf satten Tiefklang steht, wird mit dem Bamster aber trotzdem nicht so richtig glücklich. Aus der Soundbar kommt dafür einfach zu wenig Power. Höhen und Mitten klingen sehr anständig, allerdings kämpfte der Lautsprecher, sobald wir ihn zu laut aufdrehten.

Bamster von Teufel

Bluetooth-Lautsprecher trifft Soundbar-Design: der Bamster von Teufel.
Foto: Teufel

Zugegeben: Schick sieht die Soundbar natürlich aus. Durch sein Design ist der Bamster aber nicht ganz so handlich wie andere Bluetooth-Boxen. Mit Hilfe einer zugehörigen Tasche lässt er sich dennoch komfortabel transportieren. Problem nur: Für die sogenannte Bamster Bag werden 20 Euro fällig – zusätzlich zu den bereits 140 Euro, die dieser Lautsprecher kostet. Unsere Einschätzung: Für das Geld kriegt man bessere Lautsprecher. Oder man investiert etwas mehr und holt sich dafür einen deutlich besseren Teufel-Lautsprecher.

300 Euro: Teufel Boomster

Ist das noch ein einfacher Bluetooth-Lautsprecher oder schon ein Ghettoblaster? Der Teufel Boomster ist mit Abstand das größte Gerät, das wir für diesen Test ausprobiert haben. Der schwarze Lautsprecher schaut auf die meisten anderen Boxen herab, ist breit wie eine Stereoanlage aus den Neunzigern und bringt auch mehr als 3 Kilogramm auf die Waage.

Damit ist der Boomster vielleicht nicht unbedingt geeignet, wenn man spontan im Park um die Ecke eine Picknickparty veranstalten will, wer sich allerdings aufrafft und den Boomster zu abendlichen Grillpartys mitschleppt, wird belohnt.

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Groß, schwer, aber toller Klang: Teufels Boomster.
Foto: Teufel

 

 

Der Koloss des Berliner Herstellers hat – anders als der Bamster von Teufel – einen fetten Bassklang. Über die Touch-Bedienfläche lässt sich der Bass sogar nach Belieben aufdrehen. Die Kopplung zwischen Smartphone und Lautsprecher geschieht innerhalb weniger Sekunden mühelos, der Klang des Boomster ist von Höhen bis Tiefen durchgehend beeindruckend – auch wenn man ihn richtig aufdreht.

Obendrein hält der Akku des Lautsprechers lockere 16 Stunden durch und ist damit doch wieder ein Kandidat für lange Outdoor-Abende. Wer sich tatsächlich dazu entschließt, den Boomster mitzunehmen, kann dies mit dem handlichen Metallgriff tun oder eine 50 Euro teure Tasche dazu bestellen. Damit geht das Teufel-Produkt natürlich schon ins Geld. Der Lautsprecher alleine kostet bereits rund 300 Euro. Allerdings bietet der Boomster dafür deutlich mehr als die meisten anderen Bluetooth-Lautsprecher.

35 Euro: Creative Muvo 2c

Von Hersteller Creative Labs, früher einmal bekannt für seine PC-Soundkarten, kommt der günstigste Bluetooth-Lautsprecher im Test: Der Creative Muvo 2c. Die Box hat in etwa die Größe einer Zigarettenschachtel und kostet gerade einmal 35 Euro – kann das was taugen?

Generell wirkt die Box gut verarbeitet und hat auf der Rückseite als netten optischen Effekt einen kleinen Passivstrahler, der sich bei genügend Bass sogar mitbewegt. So werden tiefe Töne nicht nur hör-, sondern auch sichtbar. Das Problem: Bassreicher Klang braucht Platz — und den gibt es im gerade mal 93 Millimeter langen und 67 Millimeter hohen Lautsprecher nicht. Das sorgt unterm Strich für etwas dünnen Sound, der speziell bei höherer Lautstärke etwas quäkig und scheppernd wirkt.

Das ist aber eigentlich gar nicht schlimm. Der Creative Muvo 2c ist sicher nicht als Soundanlagen-Ersatz für audiophile Musikfeinschmecker gedacht, sondern eher für die Hintergrundkulisse am Strand, auf dem Fahrrad oder im Park. Und diesen Job macht die Box gut, sie passt in jede Tasche, die Koppelung mit dem Smartphone klappt problemlos und der Klang geht – wenn man nicht allzu penibel hinhört – noch in Ordnung. Zumindest in dieser Preisklasse gibt es schlechtere Modelle.

Ebenfalls nett: Hinter einer Schutzkappe versteckt sich neben dem Anschluss für das Ladekabel auch ein Schacht für Micro-SD-Karten sowie ein AUX-Eingang. Auch eine Freisprechanlage ist an Bord, mit der man eingehende Anrufe sofort beantworten kann. Ein insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Creative Muvo 2c

Den Creative Muvo 2c gibt es in vielen Farben. Wem knalliges Orange, Rot oder Pink nicht zusagt, der kann auch zu Schwarz oder Dunkelblau greifen.
Foto: Creative

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