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So richtet man die Satellitenschüssel richtig aus

Satellitenschüssel ausrichten
Der TV-Empfang per Satellit streikt? TECHBOOK zeigt, wie man die Schüssel richtig ausrichtet. Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

2. Februar 2022, 13:42 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Das TV-Bild rauscht? Dann ist die Satellitenschüssel möglicherweise falsch ausgerichtet. TECHBOOK erklärt, wie ganz leicht Abhilfe geschaffen werden kann.

Obwohl das Antennenfernsehen mit der Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland seinen zweiten Frühling erlebte: Ein Großteil schaut Fernsehen noch immer am liebsten über die Satellitenschüssel. Laut Statista sind dies immer noch zwischen 45 und 50 Prozent der Haushalte, die Fernsehen empfangen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Abgesehen von der Schüssel und einem Receiver sind die Kosten gering und die Programmauswahl bei Satelliten-TV ist groß. Nervig allerdings: Ist die Sat Anlage nicht richtig auf dem Dach aufgebaut oder ausgerichtet, kommt es immer wieder zu Problemen mit dem Empfang. TECHBOOK zeigt, wie man die Schüssel richtig ausrichtet.

Die Satellitenschüssel montieren

Zunächst muss überprüft werden, ob die Schüssel an der Hauswand oder auf dem Dach angebracht werden soll. Bei einem eigenen Haus gibt es in der Regel keine Probleme – in einer Mietwohnung muss jedoch vorher der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Soll die Schüssel an der Hauswand hängen, ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Bäume oder Nachbarhauswände das Signal blockieren – das gehört zu den häufigsten Ursachen für Störungen.

Nur wenn es wirklich keinen passenden Ort an der Hauswand gibt, sollte die Schüssel auf dem Dach montiert werden. Dabei ist die Montage nicht nur gefährlich – für jede Nachjustierung oder Reinigung muss zusätzlich aufs Dach gestiegen werden.

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Die Satellitenschüssel ausrichten

Die teuerste Satellitenschüssel nützt gar nichts, wenn sie nicht richtig ausgerichtet ist – das Bild rauscht sonst und es kommt immer wieder zu Störungen. Die große Frage bei der Ausrichtung ist: In welche Richtung sollte die Schüssel zeigen, damit sie das Signal von den im All schwirrenden Satelliten empfängt?

Die meisten Haushalte in Deutschland richten ihre Schüssel zu den Satelliten auf der Position Astra 19,2 Grad Ost aus – sie übertragen neben öffentlich-rechtlichen Sendern auch viele Privatsender, Sky und ausländische Programme. Aber wo ist 19,2 Grad Ost überhaupt? Zunächst einmal macht es Sinn, die Schüssel grob südlich auszurichten. Wer sich nicht sicher ist: Ein Kompass hilft – oder eine Kompass-App, die es meist kostenlos etwa für Android und iOS gibt.

Hier eine Übersicht der in Europa empfangbaren Satelliten:

Astra 1 19,2° Ost: öffentlich-rechtliche Sender und private Programme aus Deutschland.

Astra 2 28,2° Ost: britische und irische Sender wie die BBC genauso wie österreichische, slowakische und tschechische Sender.

Eutelsat-Satellitensystem Hot Bird 1-6 13° Ost: öffentlich-rechtliche Sender und private Programme aus Deutschland sowie Sender aus Frankreich, Polen und Italien.

Türksat 1C 42° Ost: türkische Programme (analog und digital)

Danach geht es an das Feintuning: Wer einen TV und den Sat-Receiver in der Nähe hat, kann direkt auf dem Bildschirm nachschauen – in der Regel hat der Receiver einen Menüpunkt, der in Zahlen oder Balken angibt, wie gut die Signalqualität ist (diese Kennzahl ist wichtiger als die Signalstärke). Ist das Bild schlecht, die Schüssel sehr langsam nach links Richtung Osten drehen, bis das Signal wieder gut ist. Vorsicht: Der Receiver zeigt Änderungen immer etwas verzögert an. Wird das Bild nicht wirklich besser, sollte der Neigungswinkel angepasst werden – dazu die Schüssel langsam nach oben oder nach unten bewegen.

Noch besser funktioniert die Ausrichtung mit der App „SatFinder“, die es auch für iOS und Android gibt. Diese benutzt etwa GPS und den Neigungssensor des Handys, und gibt Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die richtige Position zu finden.

Ist die Schüssel richtig ausgerichtet, braucht man im Receiver nur noch einen automatischen Sendersuchlauf starten – und schon sollte eine Fülle von Programmen zu Verfügung stehen.

Die Alternativen zur Satellitenschüssel

Flachantenne

Wer keine Satellitenschüsseln an seiner Hauswand oder auf dem Dach platzieren möchte, kann auf zahlreiche Alternativen zugreifen. Zum einen gibt es natürlich unauffälligere Sat Anlagen, die sich besser in die Umgebung einfügen und trotzdem die Vorteile einer Satellitenschüssel bieten wie zum Beispiel die sogenannte Flachantenne. Diese Antenne ist in der Regel sehr viel kleiner als eine Sat-Schüssel und kastenförmig. Anders als beim großen tellerförmigen Geschwister kann die Antenne problemlos auf dem Balkon installiert werden und die Tarnmöglichkeiten sind aufgrund der eckigen Form vielfältig.

Sat-Antenne

Die Satellitenantenne hat den Vorteil, dass sie auch im Innenbereich aufgestellt werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass das Fensterglas das Signal nicht isoliert. Bei der Ausrichtung gilt dasselbe wie bei der Satellitenschüssel: Immer gen Süden.

IPTV

IPTV steht für „Internet Protocol Television“, heißt also, die Sender werden übers Internet übertragen. Es ist die modernste Möglichkeit des Fernsehempfangs.

Auch interessant: Wie Repeater das WLAN schneller machen

Antennenfernsehen

Wem die Ausrichtung der Schüssel zu umständlich ist – auch über eine normale Zimmerantenne kann man seit 2016 HD-Fernsehen empfangen. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten: HD-Sender kosten eine monatliche Extra-Gebühr, außerdem braucht man neue Geräte wie Receiver. TECHBOOK erklärt in diesem Artikel, was für den Umstieg gebraucht wird.

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