In wenigen Schritten

So richten Sie Ihre Satellitenschüssel richtig aus

Mann sitzt auf dem Dach mit einem Fernsehgerät, im Hintergrund sind Satellitenschüsseln
Der TV-Empfang per Satellit streikt? TECHBOOK zeigt, wie Sie die Schüssel richtig ausrichten.
Foto: Getty Images

Ihr TV-Bild rauscht? Dann haben Sie vielleicht Ihre Satellitenschüssel falsch ausgerichtet. TECHBOOK erklärt, wie Sie ganz leicht Abhilfe schaffen.

Obwohl das Antennenfernsehen mit der Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland im letzten Jahr seinen zweiten Frühling erlebte: Ein Großteil schaut Fernsehen noch immer am liebsten über die Satellitenschüssel. Einer Umfrage von Statista nach waren es im Jahr 2017 noch über 30 Prozent aller Nutzer, die in einem Haushalt mit einer Schüssel auf dem Dach leben.


Foto: Statista

Die Vorteile liegen auf der Hand: Abgesehen von der Schüssel und einem Receiver sind die Kosten gering und die Programmauswahl ist groß. Nervig allerdings: Ist die Sat-Anlage nicht richtig auf dem Dach aufgebaut oder ausgerichtet, kommt es immer wieder zu Problemen mit dem Empfang. TECHBOOK zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Schüssel richtig ausrichten.

Die Satellitenschüssel montieren

Sie können sich überlegen, ob Sie die Schüssel an der Hauswand oder auf dem Dach anbringen. Haben Sie ein eigenes Haus, sollte es keine Probleme damit geben – wohnen Sie hingegen in einer Wohnung, müssen Sie vorher den Vermieter fragen. Soll die Schüssel an der Hauswand hängen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass keine Bäume oder die Wände der Nachbarhäuser im Weg sind – das ist eine der häufigsten Fehlerquellen bei Signalstörungen.

Nur wenn es wirklich keinen passenden Ort an der Hauswand gibt, sollten Sie die Schüssel auf das Dach bauen. Nicht nur, dass die Montage gefährlich ist – sie müssen auch jedes Mal zur Nachjustierung oder Reinigung auf das Dach steigen.

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Die Satellitenschüssel ausrichten

Die teuerste Satellitenschüssel nützt gar nichts, wenn sie nicht richtig ausgerichtet ist – das Bild rauscht sonst und es kommt immer wieder zu Störungen. Die große Frage bei der Ausrichtung ist: In welche Richtung sollte die Schüssel zeigen, damit sie das Signal von den im All schwirrenden Satelliten empfängt?

Die meisten Haushalte in Deutschland richten ihre Schüssel zu den Satelliten auf der Position Astra 19,2 Grad Ost aus – sie übertragen neben öffentlich-rechtlichen Sendern auch viele Privatsender, Sky und ausländische Programme. Aber wo ist 19,2 Grad Ost überhaupt? Zunächst einmal macht es Sinn, die Schüssel grob südlich auszurichten. Wer sich nicht sicher ist: Ein Kompass hilft – oder eine Kompass-App, die es meist kostenlos etwa für Android und iOS gibt. Alternativ können Sie die Schüssel auch zum Eutelsat-Satellit 13 Grad Ost ausrichten.

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Danach geht es an das Feintuning: Wer einen TV und den Sat-Receiver in der Nähe hat, kann direkt auf dem Bildschirm nachschauen – in der Regel hat der Receiver einen Menüpunkt, der in Zahlen oder Balken angibt, wie gut die Signalqualität ist (diese Kennzahl ist wichtiger als die Signalstärke). Ist das Bild schlecht, drehen Sie die Schüssel sehr langsam nach links Richtung Osten, bis das Signal gut ist. Vorsicht: Der Receiver zeigt die Änderungen etwas verspätet an. Wird das Bild nicht wirklich besser, verändern Sie den Neigungswinkel und bewegen die Schüssel langsam nach oben oder nach unten.

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Noch besser funktioniert die Ausrichtung mit der App „SatFinder“, die es auch für iOS und Android gibt. Diese benutzt etwa GPS und den Neigungssensor des Handys, und gibt Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die richtige Position zu finden.

Ist die Schüssel richtig ausgerichtet, brauchen Sie im Receiver nur noch einen automatischen Sendersuchlauf starten – und schon sollte Ihnen eine Fülle von Programmen zu Verfügung stehen.

Die Alternativen

IPTV

IPTV steht für „Internet Protocol Television“, heißt also, die Sender werden übers Internet übertragen. Es ist die modernste Möglichkeit des Fernsehempfangs.

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Antennenfernsehen

Wem die Ausrichtung der Schüssel zu umständlich ist – auch über eine normale Zimmerantenne kann man seit 2016 HD-Fernsehen empfangen. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten: HD-Sender kosten eine monatliche Extra-Gebühr, außerdem brauchen Sie neue Geräte wie Receiver. TECHBOOK erklärt in diesem Artikel, was Sie für den Umstieg brauchen.